Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Anzeige

Artischockenblätter - Cynarae folium

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 15.07.2014
Artischockenblätter - Cynarae folium

Der medizinische Wirkstoff der Artischocke sind die Extrakte aus ihren Blättern. Artischockenblätter besitzen eine ganze Reihe positiver Effekte auf die Verdauung und das Blut. Genauer: auf die Blutfettwerte.

Die Inhaltsstoffe der Artischockenblätter sind nachweislich bei Verdauungsbeschwerden wie dem Reizmagen-Syndrom (dyspeptische Beschwerden) wirksam. Das Reizmagen-Syndrom macht sich vor allem durch eine erhöhte Säureproduktion im Magen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Bauchschmerzen bis hin zu Übelkeit und Erbrechen bemerkbar. Aber auch vegetative Beschwerden wie Schlaflosigkeit oder Kreislaufbeschwerden können hier auftreten.

Ebenso bedeutsam ist die bewiesene Wirkung der Artischockenblätter bei erhöhten Blutfettwerten. Sie können nachweislich den Gesamtcholesterinspiegel im Blut senken und schützen die Leberzellen zusätzlich durch ihre antioxidative Wirkung vor Schädigungen.

In der Volksheilkunde werden Artischockenblätter als Medizinalwein bei Verdauungsbeschwerden und als stärkendes Mittel zur Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach Krankheit verwendet.

Auf einen Blick:

Artischockenblätter

  • Wirken: anregend auf den Gallefluss, leberschützend, leberentgiftend, blutfettsenkend, hemmend auf die körpereigene Cholesterinherstellung, entzündungshemmend, antioxidativ, krampflösend
  • Können eingesetzt werden bei: Magen-Darmbeschwerden (Reizmagen-Syndrom), erhöhten Blutfettwerten

Inhaltsstoffe der Artischockenblätter

Artischockenblätter besitzen eine ganze Reihe an wertvollen Inhaltsstoffen. Einer der wichtigsten ist Cynarin. Cynarin gehört zur der Gruppe der Kaffeesäurederivate und ist für die Schutzwirkung der Leber verantwortlich. Es kann beispielsweise die Zellwände der Leber vor Giften schützen und ihre Durchblutung fördern. Weitere wirksame Substanzen sind Bitterstoffe, Flavonoide und Sesquiterpenlactone.

Wirkung der Artischockenblätter bei Verdauungsbeschwerden

Artischockenblätter für Galle und Leber

Die Wirkungen der Artischocke können am besten anhand von zwei Krankheitsbildern erklärt werden: Dem Reizmagen-Syndrom (dyspeptische Beschwerden) und einem erhöhten Cholesterinspiegel.

Die Symptome des Reizmagens kennt jeder, der sich schon mal übergessen hat: Der Magen zwickt, Blähungen und ein leidiges Völlegefühl stellen sich ein. Normalerweise vergehen diese Symptome nach kurzer Zeit wieder. Häufen sie sich aber oder bleiben dauerhaft bestehen, können die Beschwerden zu einer echten Belastungsprobe werden.

Vor allem bei Problemen mit der Fettverdauung, häufig von Appetitlosigkeit begleitet, kann die Artischocke überaus nützlich sein. Sie regt die Gallenaktivität an und kann durch die erhöhte Produktion von Gallensaft einer besseren Fettverdauung zuträglich sein und dyspeptische Symptome abschwächen. Zusätzlich wird die Muskeltätigkeit der Verdauungsorgane aktiviert. Dieser Vorgang führt ebenfalls dazu, dass auch schwer verdauliche Speisen besser vertragen werden.

Die zweite Wirkung der Artischockenblätter betrifft den Cholesterinspiegel. Cholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unserer Zellwände, den der menschliche Körper eigenständig produzieren kann. Erst wenn der Cholesteringehalt im Blut zu hoch ist, werden diese Fette gefährlich und können beispielsweise zu Herz-Kreislauferkrankungen führen.

Die Senkung des Cholesterinspiegels kann wiederum über die Galle erfolgen. Die Blätter der Artischocke steigern nachweislich den Gallefluss und die Galleproduktion. Gallenflüssigkeit führt wiederum dazu, dass das Cholesterin im Blut schneller abgebaut und ausgeschieden werden kann. Hierdurch sinkt der Cholesteringehalt in der Leber und in der Folge auch der Gesamtcholesterinspiegel.

Die Wirkungen der Artischockenblätter-Extrakte gehen jedoch noch weiter. Sie können den Einbau des Cholesterins in die Zellen hemmen und sogar bestehende Cholesterinablagerungen auflösen. All diese Prozesse können zu einer Reduktion des Cholesterinspiegels führen.

Zusätzlich wurde eine leberschützende Wirkung nachgewiesen. Sie können die Zellwände der Leber bis zu einem gewissen Grad vor „Vergiftungen“ schützen und sorgen für eine bessere Durchblutung des Organs. Dadurch können giftige Stoffe schneller abtransportiert werden. Außerdem können die Extrakte die Regeneration und Zellwachstum der Leber beschleunigen.

 

Artischockenblätter
Anzeige

Anwendung und Dosierung der Artischockenblätter

Artischockentee-Kombination

Um die Leber zu schützen und den Gallefluss anzuregen, ist die folgende Rezeptur ein bewährtes Mittel. Sie benötigen:

  • Artischockenblätter 50 g
  • Löwenzahnwurzel mit Kraut 30 g
  • Mariendistelfrüchte 30 g

Übergießen Sie für die Teeherstellung 1 Teelöffel der Teemischung mit 1 Tasse (150 ml) siedend heißen Wassers, lassen Sie die Mischung 10 bis 15 Minuten lang zugedeckt ziehen und filtern danach die Kräuter ab.

Dosierung

Trinken Sie bei Bedarf 3-mal täglich eine Tasse des Tees direkt nach den Mahlzeiten.

Tee-Kombination

Tee-Kombination: Bei krampfartigen Oberbauchbeschwerden und zur Förderung des Galleflusses kann eine Heilkräutermischung mit Artischockenblättern und anderen Pflanzen sehr hilfreich sein. Hierzu benötigen Sie: 

  • Artischockenblätter 30 g
  • Pfefferminzblätter 30 g
  • Löwenzahnwurzel mit Kraut 30 g

Um den Tee herzustellen, überbrühen Sie bitte 1 Teelöffel der Teemischung mit 1 Tasse (150 ml) siedend heißen Wassers und lassen Sie die Mischung 5 bis 10 Minuten lang zugedeckt ziehen. Danach werden die Kräuter durch ein Sieb abgeseiht.

Dosierung

Trinken Sie bei Bedarf 3-mal täglich eine Tasse des Tees, am besten ½ Stunde vor den Mahlzeiten.

Artischockenblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis 6 g) der Artischockenblätter nicht bekannt.

Allerdings besteht die Möglichkeit, dass bei direktem Hautkontakt mit der Pflanze eine Sensibilisierung erfolgen kann. Besonders bei berufsmäßigem Umgang mit der frischen Pflanze treten allergische Reaktionen wie Hautausschlag und Juckreiz gehäuft auf.

Die Artischocke gehört zur der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae/ Compositae). Viele Menschen leiden an Allergien gegen die Pflanzen aus dieser Familie. Bei bestehender Unverträglichkeit von Artischocken oder Korbblütengewächsen sollten Artischockenblätter-Extrakte daher nicht angewendet werden. Auch bei Gallenwegsverschluss sollte ihre Einnahme vermieden werden.

Bei Gallensteinleiden wird vor der Anwendung eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt empfohlen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Artischockenblättern sind als Fertigarzneimittel in Form von Tabletten, Dragees, Kapseln und Flüssigkeit zum Einnehmen erhältlich (Mittel bei Verdauungsbeschwerden). Außerdem erhalten Sie den Wirkstoff in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Artischockenblätter wirken nachweislich wegen ihrer gallenflussfördernden, leberschützenden und blutfettsenkenden Effekte beim Reizmagen-Syndrom (Magen-Darmbeschwerden. Auch sind sie erwiesenermaßen zur Behandlung von einem erhöhten Cholesterinspiegel nützlich.

 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

Anzeige
   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.