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Aroniabeere – Aroniae melanocarpae fructus

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2016
Aroniabeere – Aroniae melanocarpae fructus

Herbe Früchte für rundum geschützte Körperzellen

Der medizinische Wirkstoff der Aroniapflanze (Aronia melanocarpa) ist die Aroniabeere, das heißt entweder der Beerenpresssaft oder ein Konzentrat aus den Beerenfrüchten. Er ist in Deutschland bislang als Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittel zugelassen. Die Aroniabeere (auch: Apfelbeere) wurde und wird derzeit in zahlreichen Studien untersucht, denn es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass sie als Wirkstoff dank ihrer ausgeprägten antioxidativen Eigenschaften in der Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen und erhöhten Blutfettwerten an Bedeutung gewinnen könnte. Möglicherweise sind Aroniabeeren sogar zur unterstützenden Behandlung von einigen Krebserkrankungen nützlich.

Auf einen Blick:

Aroniabeere

  • Wirkt: antioxidativ, schützend auf Blutgefäße, senkend auf erhöhte Blutfettwerte, möglicherweise Anti-Tumor-Wirkung
  • Kann eingesetzt werden: bei Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), Herzerkrankungen, erhöhten Blutfettwerten, zu Verbeugung und möglicherweise zur unterstützenden Behandlung von Krebserkrankungen

Inhaltsstoffe der Aroniabeere

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Aroniabeeren sind Anthocyane. Sie sind grundsätzlich für alle medizinischen Wirkungen der Beere verantwortlich und gehören in die große Gruppe der Polyphenole. Der Anthocyan-Anteil in frischen Aroniabeerenliegt zwischen 200 und 1000 mg pro 100 g. Kein anderer pflanzlicher Wirkstoff oder Lebensmittel weist derart hohe Anthocyan-Gehalte auf.

Anthocyane verfügen über ausgeprägte Radikalfängereigenschaften und wirken daher antioxidativ. Sie schützen die Körperzellen vor aggressiven Stoffen, wie z.B. vor instabilen Sauerstoffmolekülen und üben daher eine schützende Wirkung auf die Blutgefäße aus. Zusätzlich schützen die Anthocyane den Botenstoff Stickstoffmonoxid, der maßgeblich für die Gefäßgesundheit von Bedeutung ist. Ihre Eigenschaft, die Reaktion von Blutfetten mit Sauerstoff (Lipidoxidation) vermindern zu können, soll weiterhin zu einer Senkung von erhöhten Blutfettwerten führen. Im Zusammenhang mit Krebserkrankungen liegt der Fokus auf dem Anthocyan Cyanidin. Dieser Inhaltsstoff bewirkt wahrscheinlich eine Senkung des Krebsrisikos und kann möglicherweise dazu beitragen, dass Krebszellen (Dickdarmkrebszellen und Leukämiezellen) ihren Zelltod selber einleiten.

Schützende Wirkung auf die Blutgefäße

Bei der Arteriosklerose kommt es beispielsweise durch Entzündungen oder Verletzungen an den Blutgefäßwänden zu leichten Verdickungen (umgangssprachlich: Verkalkungen). Die Gefahr, dass sich an diesen Stellen Blutgerinnsel bilden, steigt mit jeder Entzündung oder Verletzung. Dadurch, dass die Anthocyane der Aroniabeere nicht nur die Zellen (auch die der Blutgefäße) schützen und antientzündlich wirken, sondern außerdem die Blutgerinnung leicht hemmen, gewährleisten sie einen gewissen Schutz vor Arteriosklerose. Arteriosklerose kann außerdem zu Herz-Kreislauferkrankungen führen, angefangen bei der Herzenge (Angina pectoris) bis hin zum Herzinfarkt. Durch den Schutz vor Arteriosklerose ergibt sich infolge der Wirkung der Aroniabeere ein zusätzlicher Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen.

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Wirkung bei erhöhten Blutfettwerten

Schutz vor übermäßiger Sauerstoffreaktionen der Blutfette

Ein erhöhter Cholesterinspiegel (LDL-Cholesterin und Triglyceride) macht sich meistens schleichend bemerkbar, zieht aber eine ganze Reihe von Gefahren nach sich, wie etwa ein erhöhtes Risiko der Gefäßverkalkung und von Herzkreislauferkrankungen. Hier kommen die Anthocyane der Aroniabeere ins Spiel. Sie können eine Verminderung der Oxidationsanfälligkeit in den Körperzellen und -geweben bewirken, sodass neben den Körperzellen auch die Fette im Blut weniger oxidieren. Cholesterin ist ein wichtiger Baustoff und Bestandteil der Zellwände unseres Körpers, den der Körper selbst produzieren kann. Besonders wichtig für einen gesunden Organismus ist ein günstiges Verhältnis zwischen „gutem“ HDL-Cholesterin und „bösem“ LDL-Cholesterin. Reagiert das LDL-Cholesterin und die Triglyceride in den Zellen und Geweben mit Sauerstoff (Oxidation), können entzündliche Prozesse speziell in den Gefäßwänden entstehen, was langfristig das Risiko von Herz-Gefäß-Erkrankungen erhöht. Dank der Anthocyane können Aroniabeeren die Fettoxidation des Cholesterins und der Triglyceride hemmen und bei regelmäßiger Anwendung möglicherweise eine Verbesserung der Blutfettwerte herbeiführen.

Vorbeugende und unterstützende Wirkung bei Krebs?

Zellschützend zur Prävention von Brust- und Dickdarmkrebs

Vorweg: Die Aroniaforschung steckt, gerade was eine mögliche tumorhemmende bzw. Vorbeugewirkung betrifft, derzeit noch in den Kinderschuhen. Andererseits bieten bereits durchgeführte Studien zum Thema durchaus Anlass, dem natürlichen Wirkstoff Aroniabeere Aufmerksamkeit zu widmen. In jedem Fall scheint sie ein gewisses Potential zu besitzen, Krebserkrankungen vorbeugen und möglicherweise sogar Krebszellen zerstören zu können. Dabei gehen die Wirkungen auf drei verschiedene Mechanismen der Anthocyane zurück:

  1. Hemmung von aggressiven Substanzen, die Körperzellen angreifen (antioxidative Wirkung) (s. oben)
  2. Senkung des Krebsrisikos (antikanzerogene Effekte)
  3. Einleitung des programmierten Zelltods in Tumorzellen (Apoptose-Induktion)

Tatsächlich wird die Möglichkeit einer Senkung des Krebsrisikos im Zusammenhang mit Aroniabeeren bereits einige Zeit diskutiert, aber bis jetzt hauptsächlich im Rahmen von Laborexperimenten untersucht, die noch kein wissenschaftliches Urteil zulassen.

 

Aroniabeere

Rezepte, Hausmittel und Präparate mit Aroniabeere

Aroniabeere-Milchshake

Um einen leckeren Aronia-Milchshake herzustellen benötigen Sie für 2 Portionen:

  • 400 g Aroniabeeren (frisch oder tiefgefroren)
  • 1 Liter Milch
  • ½ Becher Schlagsahne
  • flüssigen Süßstoff oder Zucker bzw. Honig zum Süßen

Reinigen Sie die Beeren gründlich und pürieren Sie sie zu einem feinen Mus. Der entstandene Brei wird anschließend durch ein feines Sieb gefiltert und der Saft aufgefangen. Schlagen Sie die Sahne steif und geben Sie den Aroniasaft unter die Sahne. Anschließend wird die kalte Milch hinzugegeben. Jetzt wird die Mischung nachmals mit einem Handrührgerät kräftig schaumig geschlagen und nach Belieben gesüßt.

Aroniabeere

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Über Risiken und Nebenwirkungen bei der Anwendung von Aroniabeeren-Zubereitungen gibt es noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Standardisierte Fertigarzneimittel mit Aroniabeeren sind bislang nicht erhältlich. Der Wirkstoff ist in Deutschland aber als Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittel zugelassen.

Aroniabeeren haben ausgeprägte Zellschutzwirkungen. Sie können daher bei Herz- und Kreislauferkrankungen, erhöhten Blutfettwerten und zu Vorbeugung vor Krebserkrankungen unterstützend eingesetzt werden. Möglicherweise kann der Wirkstoff zudem einen unterstützenden Beitrag zur Behandlung von bestimmten Tumorerkrankungen, z.B. Darmkrebs, leisten.

In der Volksmedizin wird die Aroniabeere wie oben beschrieben eingesetzt.

Foto: © vadim yerofeyev - Fotolia.com

Quellen:
  • Fleschhut J. Untersuchung zum Metabolismus, zur Bioverfügbarkeit und zur antioxidativen Wirkung von Anthocyanen. Karlsruhe: Dissertationsschrift, 2001 und 2004.
  • Hou, DX, et al. Anthocyanidins inhibit activator protein 1 activity and cell transformation: structure-activity relationship and molecular mechanisms. Carcinogenesis. 25(1):29-36, 2004.
  • Kullig, SE und Rawel, HM. Chokeberry (Aronia melanocarpa) – A review on the characteristic components and potential health effects. Planta Medica. (74):1625-1634, 2008.
  • Olas, B, et al. Effects of polyphenol-rich extract from berries of Aronia melanocarpa on the markers of oxidative stress and blood plateled activation. Platelets. 21(4):274-281, 2010.
  • Tanaka, T und Tanaka, A. Chemical Components and Characteristics of Black Chokeberry. Nippon Shokuhin Kagaku Kalshi. 48(8):606-610, 2001.
  • Watzl B, Briviba K und Rechkemmer G. Anthocyane. Ernährungs-Umschau. 4(49):148-150, 2002.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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