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Traditionelle Anwendung der Aloe

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.06.2015
Traditionelle Anwendung der Aloe

Aloe gehört wahrscheinlich zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt. Aus ihrem mutmaßlichen Ursprungsland Sudan, wurde sie durch den Mensch, von Tieren und Wind weit über den Globus verbreitet. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanze in beinahe allen Medizinsystemen Verwendung findet

Aufgrund ihrer reichen Geschichte kann nachfolgend nur eine kurze Übersicht des medizinischen Gebrauches der Aloe skizziert werden.

Aloe in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

In der TCM ordnet man Aloe-Extrakte in die Gruppe „kalt wirkender“ Arzneimittel ein. Anders als in der westlichen Phytotherapie (TEM) liegt die empfohlene Tagesdosis bei 0,3 bis 1,5 g (TEM 0,5 g). Eingesetzt wird der Pflanzenextrakt in erster Linie als Abführmittel, zum „Binden“ von Feuer, Leberhitze (z.B. Leberentzündung), gegen Würmer und Parasiten sowie zur Stärkung des Magens.

Dass der Aloe-Extrakt abführend wirkt, wussten schon die alten Chinesen. Aloe wird daher auch als inneres Reinigungsmittel für den Körper gebraucht, aber auch bei Krampfanfällen, Asthma, Erkältungen, Geschwüren, Blutungen, Ausbleiben der Regelblutung, Hämorrhoiden, Multipler Sklerose, Krampfaderleiden bis hin zur Behandlung von Glaukomen und Diabetes mellitus.

Aloe in der Japanischen Phytotherapie – Kampo-Medizin

In Japan wurde die Aloe Pflanze wahrscheinlich bereits 2500 Jahre vor Christi Geburt medizinisch und zu rituellen Zwecken eingesetzt. So sollen die Samurai vor Kämpfen ihre Körper mit dem frischen Pflanzensaft eingerieben haben, um sich unverwundbar zu machen. Heute wird die Pflanze in Japan sowohl innerlich gegen Verstopfung als auch äußerlich bei schlecht heilenden Wunden und Hautkrankheiten. Vor allem aber besitzt die Aloe Pflanze in Japan einen hohen Stellenwert in der Kosmetikindustrie.

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Aloe in der Indischen Medizin und Ayurveda

Schon der Name der Pflanze, „Kumari“ (Sanskrit: Reinkarnation einer Göttin), lässt erahnen, welchen Stellenwert Aloe in Indischer Medizin und Ayurveda besitzt. Ähnlich wie in der TCM und in der Kampo-Medizin werden den Pflanzenextrakten eine kühlende Wirkung zugeschrieben. Sie sollen den Körper reinigen, Leberkrankheiten heilen und Hautkrankheiten bis hin zu eitrigen Karbunkeln entgegenwirken. Außerdem wird die Pflanze bei Tumoren im Bauchraum, krampfartigen Schmerzen, Ausbleiben der Regelblutung, Wurmkrankheiten und gegen Infektionen eingesetzt.

Traditionelle Medizin der Indianer Südamerikas

Im 15. Jahrhundert führte Christoph Kolumbus höchstpersönlich Aloe Vera in Südamerika ein. Die Pflanzen waren aber direkt dem körperlichen Wohle der Einheimischen zugedacht, sondern vielmehr für die Wundversorgung seiner Söldner vorgesehen. Im 16. Jahrhundert begannen die damals noch Heilkundigen Jesuitenmönche die seinerzeit fremde Pflanze in den Gebieten der Maya-Indianer anzubauen. Im Laufe der Jahre wurde sie heimisch, verwilderte und erhielt von den Maya den bedeutungsvollen Namen „Quelle der Jugend“. Vor allem wegen ihrer positiven Wirkungen auf die Haut verbreitete sich die Pflanze schnell unter den Indianern und ist deshalb heute in den warmen Regionen Amerikas zu finden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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