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Geschichte der Aloe

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.06.2015
Geschichte der Aloe

Als Heil- und Räuchermittel kannten die Inder die Aloe-Pflanze schon vor über 5000 Jahren, ebenso die Bewohner von Somalia und die der südlich des Golfes von Aden liegenden Inselgruppe Sokotra („glückliche Insel“). Sokotra war jahrhundertelang ein Stützpunkt arabischer Ostindienfahrer.

Geschichtsträchtige Pflanze von herausragender Bedeutung

Alexander der Große (356 bis 323 v. Chr.) bemühte sich auf das Drängen des Gelehrten Aristoteles hin um die Anhebung der Aloe-Produktion, besonders auf der Inselgruppe Sokotra.

Im Mittelalter, spätestens ab dem 10. Jahrhundert, lebte auf Sokotra auch eine christliche Gemeinde. Sie trieben Handel mit europäischen Völkern und brachten das Tropengewächs Aloe auf den Kontinent. Bereits zu dieser Zeit wurde die Pflanze, vor allem in Großbritannien, zu Heilzwecken eingesetzt. 

Die Geschichte der Pflanze innerhalb der christlichen Historie beginnt jedoch viel früher. Ja, selbst in der Bibel findet Aloe seine Würdigung: Nachdem Josef von Arimathäa mit Erlaubnis von Pilatus den Körper Jesu vom Kreuz abgenommen hatte, kam Nikodemus, ein Pharisäer, zu ihm „und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe mit, etwa hundert Pfund“ (Johannes, 19, 39-40). „Sie nahmen nun den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.“

Über die Vorteile der Aloe  hatten die Menschen schon sehr lange aus ihrem Erfahrungswissen Kenntnisse.

Hinweise auf das Wissen um die Wirkung von Aloe finden sich tief in der Geschichte. Damals wie heute wurden die Extrakte gegen Verstopfung (Obstipation) eingesetzt.

So soll Kaiser Otto II, der 967 in Rom zum Mitkaiser gekrönt wurde, nach der Einnahme einer Überdosis Aloe (Einnahmedosis wahrscheinlich 16 Gramm) eine Darmblutung bekommen haben und gestorben sein. Heute weiß man, dass die Tagesdosis 0,5 Gramm nicht überschreiten darf.

Zusätzlich zur innerlichen Einnahme wurden die Pflanzenextrakte in europäischen Klöstern auch äußerlich eingesetzt. So diente die Pflanze als Heilmittel nach dem Aufbrechen von Abszessen und Herausziehen des Eiters.

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Namensgebung der Aloe

Medizinisch werden zwei ihrer Arten eingesetzt. Die Echte Aloe „Aloe vera“ (Synonym: Aloe barbadensis) und die Kap-Aloe „Aloe ferox“.

Der Gattungsname Aloe lässt sich sowohl aus dem Griechischen als auch aus dem Lateinischen ableiten und bedeutet „berühmt für seine Bitterkeit“.

Der Beiname der Echten Aloe „vera“ bedeutet auf Deutsch tatsächlich "echt", der Beiname des Synonyms „barbadensis“ geht auf das Vorkommen der Pflanze auf der Insel Barbados zurück.

Die Kap-Aloe (Aloe ferox) kommt im südafrikanischen Kapland vor. Die Bezeichnung „ferox“ ist lateinisch und bedeutet „stark bewehrt“ oder „wild“. Der Beiname bezieht sich also auf die harten Dornen in der Blattmitte der Pflanze und auf den scharf gezahnten Blattrand.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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