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Adoniskraut – Adonidis herba

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Geschrieben von 2012-05-21
Zuletzt aktualisiert am 2014-08-2525.08.2014
Adoniskraut – Adonidis herba

Seltene Pflanze mit herzstärkender Wirkung

Der medizinische Wirkstoff des Adonisröschens ist sein Kraut. Es besteht aus den Blüten, Stängeln sowie Blättern der Pflanze und wird getrocknet eingesetzt. Die speziellen Inhaltsstoffe im Adoniskraut können einer eingeschränkten Herzleistung, besonders in Kombination mit nervösen Begleitsymptomen, entgegenwirken. Dabei steigert der Wirkstoff nicht nur die Kraft des Herzmuskels, sondern kann die Herzfrequenz zudem leicht senken.

Auf einen Blick:

Adoniskraut

  • Wirkt: herzkräftigend, leicht senkend bei zu schnellem Herzschlag
  • Kann eingesetzt werden: bei leicht eingeschränkter Herzleistung

Inhaltsstoffe des Adoniskrauts

Zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen im Adoniskraut zählen herzwirksame Glykoside, besonders die Komponenten Adonitoxin und Cymarin. Sie verfügen nachweisbar über zwei Hauptwirkungen. Einerseits steigern die herzwirksamen Glykoside die Kraft des Herzmuskels, sodass das Herz wieder kraftvoller pumpen kann. Außerdem entlasten sie das Herz durch die Senkung der Herzfrequenz. Dadurch muss der Herzmuskel weniger häufig pro Minute schlagen.

Wirkung bei leicht eingeschränkter Herzleistung

Verstärkend auf die Herztätigkeit

Eingeschränkte Herzleistung wird auf internationaler, medizinischer Ebene (New York Head Association, kurz: NYHA) in 4 Stufen eingeteilt. Die Stufen 1 bis 2 umfassen eine leichte Verminderung der Herzleistung (Herzinsuffizienz). Adoniskraut-Extrakte nützen durch ihre enthaltenen herzwirksamen Glykosiden nachweislich gegen Beschwerden bis zur Stufe 2. Sie bewirken einerseits, dass die Kraft des Herzmuskels bei Zusammenziehen gesteigert wird. Durch diesen Vorgang kann sich die Erholungszeit des Muskels zwischen zwei Herzschlägen etwas verlängern. Auch die Anzahl der Herzschläge wird leicht gesenkt.

Beide Wirkungen kommen nicht nur Menschen mit schwach eingeschränkter Herzleistung zugute, sondern auch Personen mit nervösen Herzbeschwerden. Bei diesen Personen kommt es häufig zu Herzrasen, dass von Betroffenen als beklemmend und überaus unangenehm empfunden wird. Durch die Senkung der Herzschlagfrequenz, verschafft der Wirkstoff nachweislich eine Linderung der Symptome.

Was für Betroffene allerdings noch bedeutsamer sein kann, sind weniger Beklemmungsgefühle im Bereich des Herzens und damit eine Steigerung der Lebensqualität. Dabei sind die Effekte der Adoniskraut-Extrakte ganz einfach erklärbar. Im oberen Bereich des rechten Herzens (rechter Vorhof) befindet sich ein Taktgeber, der sogenannte Sinusknoten. Er bildet im Normalfall 60 bis 80 elektrische Impulse, die dazu führen, dass sich alle Bereiche des Herzens nacheinander zusammenziehen. Adoniskraut-Extrakte bewirken nachweislich, dass eben diese elektrische Erregungsleitung im Herzmuskel verzögert wird. Gleichzeitig wird die Herzmuskulatur in den unteren Bereichen des Herzens (Herzkammern) für ankommende elektrische Reize sensibilisiert.

Fasst man die Wirkungen des Adoniskraut zusammen, kann also festgehalten werden, dass es durch die Verstärkung der Herztätigkeit zu einer messbaren Entlastung für den Herzmuskel selbst kommt.

 

Adoniskraut

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Anwendung und Dosierung des Adoniskrauts

Tee-Kombination

Zur die Unterstützung bei leichten und/oder nervösen Herzbeschwerden eignet sich das Adoniskraut gut zur Kombination mit anderen Heilpflanzen. Für diese Teemischung benötigen Sie

Übergießen Sie hierzu 1 Esslöffel (3 g) der Teemischung mit einer Tasse (150 ml) heißen Wassers und lassen Sie den Tee 10 Minuten lang zugedeckt ruhen. Sieben Sie die Mischung anschließend durch einen Teefilter ab.

Dosierung

Trinken Sie bis zu 3-mal täglich eine Tasse des Tees.

Adoniskraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 3,0 g) des Adoniskrauts kaum zu erwarten.

Als Nebenwirkungen können allerdings Magenprobleme, Übelkeit bis Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, ein beschleunigter Puls und kurzzeitige Sehstörungen auftreten.

Wegen fehlender Untersuchungen sollten Adoniskraut-Extrakte nicht während der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern eingesetzt werden. Personen, die überempfindlich auf Herzglykoside reagieren oder mit anderen Herzglykosiden behandelt werden, dürfen den Wirkstoff ebenso wie bei der Gabe von kalziumhaltigen Arzneimitteln (in die Vene) nicht anwenden.

Gleiches gilt für Patienten mit Wassereinlagerungen in Geweben, bei Herzmuskelschwäche im Stadium III bis IV, bei Erkrankungen des Herzmuskelgewebes, bei Störungen der elektrischen Erregungsleitung, Aussackungen der Hauptschlagader, vor geplanten medikamentösen oder anderen Eingriffen bei Herzrhythmusstörungen sowie bei Störungen im Mineralstoffwechsel.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Adoniskraut sind als standardisierte Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich.

Adoniskraut-Extrakte steigern bei leichter Herzmuskelschwäche nachweisbar die Leistungsfähigkeit des Herzens. Sie entlasten das Herz und steigern parallel die körperliche Belastbarkeit, wenn bei mittelschweren bis schwere Tätigkeiten leichte Atemnot auftritt.

In der Volksmedizin wird das Adoniskraut bei Wassersucht, Krämpfen, Fieber und bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Quellen:
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.