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Echinacea – Pflanzliche Hilfe bei Infekten

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Geschrieben von 2013-09-18
Zuletzt aktualisiert am 2014-01-1010.01.2014

Die Nase läuft, der Hals kratzt und das Fieberthermometer zeigt nach oben. Jeder kennt die lästigen Symptome einer Erkältung. Meist hilft da nur ein warmer Tee und Bettruhe. Neuste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) viele dieser Beschwerden lindern kann – und zwar unabhängig von ihrer Ursache.

Die Nase läuft, der Hals kratzt und das Fieberthermometer zeigt nach oben. Jeder kennt die lästigen Symptome einer Erkältung. Meist hilft da nur ein warmer Tee und Bettruhe. Neuste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) viele dieser Beschwerden lindern kann – und zwar unabhängig von ihrer Ursache.

Viele Erreger von Atemwegsinfekten, wie etwa Grippe- oder Adenoviren, lösen im Körper eine Entzündungsreaktion hervor. Die Zellen des Immunsystems schütten sogenannte Zytokine wie IL-1, IL-6 und TNFα aus und versuchen durch diese Botenstoffe, den Körper gegen eine Erkrankung zu wappnen. Die körpereigene Temperatur wird hochreguliert, betroffene Organe stärker durchblutet. Was dem Immunsystem die Arbeit erleichtern kann, bedeutet für den Patienten Fieber und eine zugeschwollene Nase.

Purpursonnenhut hemmt Entzündung

Verschiedene Studien konnten zeigen, dass Echinacea eben diese Entzündungsreaktion eindämmen kann. Über einen noch unbekannten Mechanismus verhindert die Pflanze die Ausschüttung der entzündungsauslösenden Zytokine und kann somit die negative Stimulation durch die Erreger zum Teil vollständig umkehren. Diese Effekte konnte im Labor bei einer Vielzahl von für den Menschen schädlichen Viren und Bakterien nachgewiesen werden. Dabei war es egal, ob man Echinacea vor oder nach einer erfolgten Infektion hinzugab.

Interessant ist zudem, dass Extrakte des Purpursonnenhuts auch dann wirken, wenn sie die Erreger gar nicht abtöten können. Es wurde nachgewiesen, dass Echinacea bei direktem Kontakt eine ganze Reihe von Viren zerstören kann. Der Adenovirus, Erreger vieler Atemwegserkrankungen, ist jedoch immun gegen diese Wirkung der Pflanze. Doch selbst bei diesem Virus zeigt sich in Versuchen mit Echinacea-Extrakten eine Hemmung der Entzündungsreaktion.

Weg mit dem Schleim

Damit nicht genug. Ein weiteres, oft lästiges Symptom von Erkältungen ist die übermäßige Produktion von Schleim in den Atemwegen. Schleim besteht aus Muzinen, die in Verbindung mit Wasser eine schützende Schicht über den zarten Flimmerhärchen der Atemwegsepithelien bilden. Wird jedoch zuviel davon produziert, kann er die Atemwege einengen und das Luft holen erschweren. Wissenschaftler der Universität von British Columbia testeten Echinacea nun anhand von im Labor gezüchteter Atemwegsschleimhaut. Diese infizierten sie mit dem Rhinovirus, einem Erreger von Schnupfen und Erkältungen. Die unbehandelte Schleimhaut verhielt sich wie erwartet: Sie schwoll an und begann, vermehrt Schleim zu produzieren. Gab man jedoch Extrakte von Echinacea purpurea hinzu, stoppte die Sekretion. Auch hier vermuteten die Forscher, dass die Pflanze die Produktion von Entzündungsmediatoren, den Zytokinen eindämmt.

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Mehr als nur die Wurzel

Erstaunlicherweise konnten diese Effekte nicht nur bei einem, sondern verschiedenen Extrakten aus unterschiedlichen Bestandteilen der Pflanze nachgewiesen werden. Egal ob von der Wurzel, dem Stamm, Blättern oder Blüten, sämtliche Auszüge zeigten im Labor antientzündliche Wirkungen. Nach wie vor ist es der Wissenschaft ein Rätsel, welche Substanzen für die Effekte verantwortlich sind. Der Fakt, dass alkoholische Extrakte aus Echinacea über Jahrzehnte bei Raumtemperatur gelagert werden können ohne dabei ihre Wirkung einzubüßen, spricht zumindest gegen die bereits bekannten, biologisch abbaubaren Substanzen.

Nichtsdestotrotz zeigen die Studien, dass viele Zubereitungen aus Purpursonnenhut zu Recht bei vielen Infekten einen guten Ruf besitzen. Auch wenn die beschriebenen Forschungsarbeiten nicht am Menschen stattfanden, gibt es doch genügend Hinweise, dass Echinacea auch hier einen Effekt haben kann.

Quellen:
  • Hudson, J. B. (2012). "Applications of the phytomedicine Echinacea purpurea (Purple Coneflower) in infectious diseases." J Biomed Biotechnol 2012: 769896.
 
Information zur Studie:
Studientitel
Applications of the phytomedicine Echinacea purpurea (Purple Coneflower) in infectious diseases
Autor
James B. Hudson
Jahr
2011
Dauer
-
Durchfürendes Institut
Department of Pathology & Laboratory Medicine, University of British Columbia, Vancouver, Canada
Auftraggeber
-
Studiendesign
Meta-Analyse von 130 Studien
Teilnehmerzahl
-