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Wintertee: Zutaten und Zubereitung

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Geschrieben von 2011-10-11
Zuletzt aktualisiert am 2018-11-1313.11.2018
Fotolia_©Brebca

Zutaten und Kräuter für einen Wintertee sind im Lebensmitteleinzelhandel, in Reformhäusern und in Apotheken erhältlich. Selbstverständlich können Heilpflanzen auch selber gezüchtet oder in der Natur als Wildpflanzen während der entsprechenden Jahreszeiten gesammelt und anschließend für einen Wintertee getrocknet werden. Da es jedoch oft hinderlich ist, alle Heilpflanzen aus dem eigenen Garten oder von Wald und Wiese zu beschaffen, können manche Pflanzenbestandteile auch zugekauft werden.

Gewürze, Tees und Kräuter

Qualität und Aufbewahrung

Die beste Qualität der getrockneten Pflanzen für einen Wintertee bekommt man in der Apotheke. Dort werden Kräuter nach den Qualitätsregeln der geltenden Arzneibücher (europäisches oder deutsches) angeboten und garantieren einen gleichmäßigen Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen. Pflanzen, die Schadstoffe aufweisen oder verunreinigt sind, kommen erst gar nicht in den Handel. Trotzdem kann Ware aus dem Reformhaus ebenso gut (geprüft) sein.

 

Am besten sind lose getrocknete Pflanzenteile (z.B. ganze Kamillenblüten) geeignet, denn hier lässt sich die Qualität schon mit dem bloßen Augen erkennen.

 

Nach dem Kauf sollten die getrockneten Pflanzenbestandteile stets in verschließbaren, sauberen, trockenen und möglichst lichtundurchlässigen Behältern aufbewahrt werden. Gut geeignet sind Teedosen, die zuvor mit Namen des Wirkstoffes und Verfallsdatum beschriftet wurden. Offene Gefäße sind hingegen nicht gut geeignet, weil sich beispielsweise ätherische Öle verflüchtigen (z.B. in Melissenblättern) oder Verunreinigungen auftreten können.

 

Es ist also Achtsamkeit im Umgang mit den Pflanzen geboten – und das in mehrfacher Hinsicht. Zwar ist die Wirkung von pflanzlichen Wirkstoffen oft mild. Trotzdem handelt es sich um Arzneimittel. Deshalb sollten Kräutertees immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Auch sollte man sich vorher erkundigen, ob ein Wirkstoff Nebenwirkungen auslösen kann und ob die Pflanzen bei Schwangerschaft oder während der Stillzeit eingesetzt werden dürfen.

Kräuter, Sieb, abtropfen

Die beste Zubereitung

Auch bei der Zubereitung von Wintertees sind einige Besonderheiten zu beachten. Grundsätzlich werden Blüten, Blätter oder das Kraut von Arzneipflanzen mit heißem Wasser überbrüht, dann abgedeckt und nach 5 bis 10 Minuten abgesiebt. Wurzeln und Rinden werden hingegen meist in kaltes Wasser gegeben und dann kurz aufgekocht. So können die Inhaltsstoffe besser herausgelöst werden. Anschließend werden die Wirkstoffe abgesiebt.

 

Eine andere Möglichkeit Wurzel- oder Rindentees zuzubereiten sind sogenannte Kaltwasserauszüge. Hier wird der Wirkstoff in kaltem Wasser angesetzt und erst nach 8 bis 9 Stunden abgeseiht. Anschließend kann der Auszug bei Bedarf erwärmt und getrunken werden. Kaltwasserauszüge eignen sich besonders zur Herstellung größerer Mengen.

 

Bei Teemischungen, die verschiedene Bestandteile (Blüten, Blätter und Wurzeln) enthalten gilt: Überbrühen ist besser geeignet als auskochen. Häufig werden die Teemischungen sonst sehr bitter und können sogar ungenießbar werden. Viele Heilpflanzen enthalten sogenannte Gerbstoffe, wie sie auch im schwarzen Tee vorkommen. Lässt man den Tee zu lange ziehen, wird er sehr stark konzentriert und hinterlässt ein zusammenziehendes (adstringierendes) Gefühl auf der Zunge. Das ist sogar bei Melissen- oder Pfefferminzblättern, stärker aber beispielsweise bei Weidenrinde, der Fall.

Tee und Teekanne

Wieviel Wintertee sollte man trinken?

Wintertee kann natürlich auch in größeren Mengen (3 bis 4 Tassen) vorbereitet werden, damit man den ganzen Tag einen Vorrat hat. Länger aufbewahren als 24 Stunden sollte man den stets abgedeckten Tee allerdings nicht, weil sich wiederum Inhaltsstoffe verflüchtigen und auch Fremdstoffe (Bakterien, Staub) den Tee verderben können.

 

Aber wie viel Wintertee sollte man überhaupt trinken? Die allgemeine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) lautet rund 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Hierzu zählen auch winterliche Kräutertees, die möglichst ungesüßt genossen werden sollten. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass neben den Tees noch andere Getränke, vor allem Wasser, konsumiert werden. Gegen einen täglichen Genuss von 500 bis 750 ml winterlichen Kräutertee ist also nichts einzuwenden.

 

Wichtig ist nur darauf zu achten, dass die Pflanzen vertragen werden und die notwendige Zeit, die man sich nehmen sollte, um den Tee zu genießen.

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