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Weihnachtsgewürze: Traditionsreiche Heilmittel aus Orient und Okzident

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 02.01.2013

Weihnachtsgewürze aus der pflanzlichen Hausapotheke

Die vielen leckeren Gewürze, mit denen wir über die Weihnachtszeit Speisen und Gebäck verfeinern, sind tatsächlich viel mehr als nur Genussmittel. Gewürze wie Ingwer, Kardamom, Zimt und Koriander sind altbewährte Heilpflanzen. In traditionellen Medizinsystemen wie dem indischen Ayurveda werden sie zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt, aber auch die moderne Pflanzenheilkunde schätzt die positiven Effekte, die Weihnachtsgewürze auf unsere Gesundheit entfalten können. Ihr besonderes Aroma erhalten die Gewürze durch ihre ätherischen Öle, die gleichsam auch für ihre heilsamen Wirkungen verantwortlich sind.

Mit der richtigen Würze munter durch den Winter

Weihnachtsgewürze sind wissenschaftlich gut untersucht und helfen uns in den kalten Tagen genau dort, wo sie gebraucht werden. Ingwer bei Reisekrankheit und Übelkeit, Zimt gegen Appetitlosigkeit, Koriander zur Verdauungsförderung, Anis bei Erkältungskrankheiten – viele Weihnachtsgewürze sind potente pflanzliche Arzneimittel, die uns nicht nur innerlich wärmen, sondern helfen das Weihnachtsfest im Kreis der Familie gesund und munter zu feiern.

Haupteinsatzgebiet von Gewürzen als pflanzliche Arzneimittel sind Verdauungsbeschwerden. Dabei entfalten sie ihre Wirkung schon im gewürzten Essen oder in einer weihnachtlich duftenden Gewürzteemischung mit Ingwer, Zimt, Pfeffer und Kardamom. Gewürze enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Ein gut gewürztes Essen schmeckt besser und regt Speichelproduktion und Verdauungssäfte an. Das kann gerade in der Weihnachtszeit sehr nützlich sein, denn über die verdauungsfördernde, entkrampfende und appetitanregende Wirkung der Gewürze werden kalorienreiche Speisen wie die traditionelle Weihnachtsgans und das süße Weihnachtsgebäck besser vertragen. Scharfe Gewürze wie Pfeffer, Ingwer und Chili kurbeln zudem die Fettverdauung an.

Kostbare Gaben aus dem Orient

Die Gewürze, die uns als „Weihnachtsgewürze“ bekannt sind, haben eine lange Tradition. Seit der Antike wurden Gewürze über Handelsrouten auf dem Landweg oder den Seeweg von China, Indien und Indonesien nach Europa importiert. Der Gewürzhandel war lange einträglicher als der Goldhandel. Arabische Gewürzhändler und später die Kolonialmächte bereicherten sich daran. Mit dem Handel von Muskatnüssen erzielten holländische Händler sogar einst bis zu 32.000 Prozent Gewinn. Heute gibt es jedoch keine reichen „Pfeffersäcke“ mehr und Gewürze aus aller Welt sind im nächsten Supermarkt erhältlich.

Achten sie beim Kauf auf Qualität, Hersteller und Verfallsdatum, vor allem wenn Sie Gewürze wegen ihrer medizinischen Wirkung verwenden möchten. Gewürze, Gewürzöle und Fertigarzneimittel aus Gewürz-Extrakten sind in der Apotheke erhältlich. Daheim sollten die Gewürze möglichst trocken, kühl und dunkel gelagert werden, damit sich die ätherischen Öle nicht zu schnell zersetzen.

Weiteres über die Heilwirkungen der verschiedenen Weihnachtsgewürze erfahren Sie in den folgenden Kapiteln.

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