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Süßungsmittel für Getränke und Speisen - der Vergleich

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2013

Was ist empfehlenswert?

Menschen lieben es süß – das ist nicht von der Hand zu weisen. Alleine der EU-Verbrauch im letzten Jahr von rund 18,6 Millionen Tonnen Zucker ist der beste Beweis dafür. Laut dem Unternehmen Südzucker liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei 34,3 kg Zucker im Jahr. Für alle, die es genau wissen wollen: 100 Gramm Zucker enthalten 405 Kalorien. Insgesamt nimmt der deutsche Bürger jährlich durchschnittlich 138.915 Kalorien nur durch den Verzehr von Zucker auf. Wer auf braunen Rohzucker setzt, spart einige wenige Kalorien ein.

Es gibt neben Zucker jedoch auch andere Süßungsmittel wie Süßstoff, Honig, Apfelsüße und Stevia. In diesem Ratgeber finden Sie eine Übersicht dieser Süßungsmittel.

Kreis Naturkosmetik

  • Zucker und Rohrzucker

    Manche halten den Rohrzucker für die gesündere Alternative zum weißen Haushaltszucker. Ob Rohrzucker oder Rübenzucker, es besteht in der Zusammensetzung kein Unterschied. Wer gesünderen Zucker verwenden möchte, der sollte auf Vollrohrzucker zurückgreifen, denn in diesem sind Mineralien wie Eisen, B-Vitamine, Magnesium und Kalzium enthalten.

    Zucker wird oft als Vitaminräuber bezeichnet. Tatsächlich wird von der Annahme ausgegangen, dass beim Zuckerstoffwechsel Vitamin B (Thiamin) in größeren Mengen verbraucht wird. Es wird daher empfohlen, beim Naschen auf eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Thiamin zu achten.
    Zucker hat aber auch noch weitere unerwünschte Nebenwirkungen. Der übermäßige Verbrauch verändert beispielsweise die Mundflora und gibt dadurch speziellen Bakterien, die für die Entstehung von Karies verantwortlich sind, den benötigten Nährboden. Daneben ist bekannt, dass Zucker mit verantwortlich für die Entstehung von Diabetes ist.

  • Süßstoff

    Unter dem Begriff „Süßstoff“ wird weitläufig ein synthetisch hergestellter Zuckerersatz verstanden. Neben einer besonders hohen Süßkraft besitzen Süßstofftabletten keine oder nur wenige Kalorien.  FOCUS ONLINE berichtete 2009 in seinem Artikel „Die Wahrheit über Süßstoff“  über eine Studie, die bereits in den 60er Jahren durchgeführt wurde. Demnach kann Süßstoff (Aspartam und Saccharin) Blasenkrebs auslösen.

    Es war jedoch die einzige Studie, die ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko ergeben hat. Laut Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt es keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko, wenn Süßstoffe verwendet werden. Das Bundesamt für Risikobewertung hält Süßstoffe für unbedenklich, wenn bestimmte Höchstmengen nicht überschritten werden, die allerdings anhand von Tierversuchen festgelegt wurden. Diese liegen bei 5mg pro Kilogramm Körpergewicht bei der Verwendung von Saccharin und bei Aspartam bei 40mg pro Kilogramm Körpergewicht.

  • Honig

    Honig ist als Süßungsmittel sehr beliebt und gilt als gesund. Man schätzt, dass der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei etwa 1,4 kg pro Jahr liegt. Allerdings können nur Honige als gesund eingestuft werden, die nicht industriell verarbeitet wurden.

    Der Grund: In der Industrie wird der Honig zum Reinigen, beispielsweise von Bienenwachsresten, durch sehr feinmaschige Siebe gepresst. Der Honig ist dadurch sehr rein, allerdings werden ihm auch wertvolle Inhaltsstoffe wie feine Pollenkörnchen entzogen, die der Gesundheit zu Gute kommen könnten. Daher wird der Kauf von Honig bei einem Imker empfohlen, der beispielsweise dem Deutschen Imkerbund angeschlossen ist und somit auch von dieser Institution kontrolliert wird. 100 Gramm Honig enthalten 306 Kalorien und liegt damit unter dem Kaloriengehalt von Zucker. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass auch ein hoher Honigverzehr Übergewicht und Karies hervorrufen kann.

  • Apfelsüße

    Apfelsüße ist ein Extrakt aus entsafteten und getrockneten Äpfeln und soll die gleiche Süßkraft wie Zucker haben. Mit 270 Kalorien pro 100 Gramm ist Apfelsüße wesentlich kalorienärmer als Zucker. Apfelsüße eignet sich zum Süßen von vielen Süßwaren, Frucht- und Milchgetränken, Joghurt und Müslis, zum Backen und für die Herstellung von Speiseeis und Sorbets.
  • Stevia

    Stevia rebaudiana nennt sich die Pflanze, die eine hohe Süßkraft besitzt aber keine Kalorien. In Japan ist Stevia bereits seit 1975 als Lebensmittel zugelassen.

    Wer günstig Stevia zum Süßen nutzen möchte, könnte über den eigenen Anbau im Garten nachdenken. Stevia-Pflanzen sind in einigen Gartencentern oder über Onlineshops erhältlich.

    Genutzt werden die Blätter der Pflanze, die nach dem Ernten getrocknet werden. Die getrockneten Blätter können bei der Teezubereitung direkt mit ins Teesieb gegeben werden. Ein flüssiges Stevia-Extrakt lässt sich auch selbst zubereiten. Dafür werden 50 g getrocknete Steviablätter mit 500 ml Wasser aufgekocht. Anschließend durchsieben und die Flüssigkeit in Fläschchen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

    Für einen alkoholischen Extrakt müssen die getrockneten Steviablätter  (oder Steviapulver) 24 Stunden in reinem Alkohol ziehen. Danach den Extrakt mit Wasser verdünnen. Vorteil ist, dass ein alkoholischer Stevia-Extrakt wesentlich haltbarer ist. Beim Süßen von kalten Speisen und Getränken darf der Alkoholgehalt nicht vergessen werden, er ist also für Kinder und trockene Alkoholiker ungeeignet. Zum Süßen von gekochten Speisen verflüchtigt sich allerdings der Alkohol, wenn er mit der Speise langsam aufgekocht wird.

    Stevia soll neben seiner enormen Süßkraft auch als Heilpflanze interessant sein. Man sagt ihr nach, dass sie blutdrucksenkende, blutzuckersenkende, gefäßerweiternde und antimikrobielle Eigenschaften habe. Auf der anderen Seite stehen Bedenken, dass Stevia eine mutagene Wirkung auf das ungeborene Leben haben könnte. Weder die positiven, noch die negativen Eigenschaften sind bislang wissenschaftlich erwiesen.

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