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Stressmanagement

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2014

Wichtige Tipps für den Umgang mit Stress

Die Stressbewältigung beginnt mit der Suche nach den persönlichen Stressauslösern. Wo es möglich ist, sollte man sie beseitigen: am Arbeitsplatz, in der Familie oder gar in der Freizeit. Ist das nicht möglich, müssen passende Strategien entwickelt werden, um dem Stress auf positive Weise zu begegnen. 

Stressverstärker

Je bewusster man sich der Stressreaktion wird, desto besser kann man in den Prozess eingreifen. Wichtig für die Stressverarbeitung ist es, die persönlichen Stressverstärker zu verstehen. Dies können individuelle Ansprüche, Ziele und Einstellungen sein wie:
  • Übertriebener Perfektionismus
  • Falsche Ansprüche an sich selbst
  • Fehleinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Eigene Grenzen nicht wahrnehmen/nicht akzeptieren
  • Hilflosigkeit, sich selbst als Opfer wahrnehmen
  • Negativ denken, am Unangenehmem festhalten

Stressmanagement – die persönliche Ebene

Ein gutes Zeitmanagement und das Einplanen von Pausen im Betrieb oder der Praxis kann man lernen. Wichtig ist, Schwierigkeiten als Herausforderung anzunehmen und dabei positiv zu denken. „Daran kann ich etwas lernen!“ „Das ist sicher für etwas gut!“ So wird gleichzeitig das Selbstvertrauen gefördert. Für kleine Erfolge sollte man sich selbst loben. All dies ist nur sinnvoll in einem Kontext, in dem man seine Hobbys pflegt, denn jeder Mensch braucht seine Oasen zum Auftanken. Wann haben Sie zuletzt ein Bild gemalt, ein gutes Buch gelesen, sind in eine Kunstaustellung oder in der Natur spazieren gegangen?

Die körperliche Ebene

Da Stress eine körperliche Reaktion ist, hilft regelmäßiges körperliches Training. Vielleicht kennen Sie das Bedürfnis, sich mal richtig auszupowern nach einem stressigen Arbeitstag. Die Stresshormone werden abgebaut, Endorphine, die „Glückshormone“ ausgeschüttet. Gesunder und ausreichend langer Schlaf ist wichtig, um dem nächsten Tag und kommenden Belastungen entspannt und gelassen entgegenzusehen. Gehen Sie rechtzeitig ins Bett zu und planen abends bewusst Zeit für Entspannung ein.

Körperliches Wohlbefinden steigert die seelische Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Dabei spielt die Ernährung eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Schon wenn man sich ausreichend Zeit fürs Kochen nimmt, kann man Stress abbauen. Frische und gesunde Zutaten und Gewürze fördern zudem die Verdauung. Neben der bewussten Ernährung lässt sich die körperliche Ebene natürlich auch auf andere Art stimulieren: In die Sauna gehen, eine Massage genießen – es gibt viele Möglichkeiten sich zu verwöhnen.

Die soziale Ebene

Man kann es nicht allen Menschen Recht machen. Die Fähigkeit, Aufgaben zu delegieren und den Stress der anderen nicht zum eigenen zu machen ist sehr wertvoll. Konflikte offen anzusprechen hilft, stressigen Situationen die Spannung zu nehmen. Ebenso wichtig ist es, die Freizeit mit Freunden zu gestalten. Ein Gespräch mit der besten Freundin kann Stress abbauen. Gemeinsamen Urlaub sollte man sich rechtzeitig einplanen.

Auf einer tieferen Ebene hilft es, den individuellen Sinn im Leben zu entdecken. Ist ihr Leben erfüllt durch ihre Arbeit, als Teil einer Familie? Haben Sie das Gefühl, etwas Positives in die Gesellschaft einzubringen? Wo würden Sie sich gern engagieren?

Therapeutische Hilfe annehmen

Wenn Stress schon zu massiven Schlafstörungen, Depression, Burnout oder Suchtproblemen geführt, oder besteht eine akute Krise, so ist es wichtig, nicht zu lange zu zögern und psychotherapeutische Hilfe anzunehmen.

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