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Auswirkungen auf die Gesundheit

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2014

Warum Stress krank machen kann

Ungesund wird es, wenn die vom Stresshormon Cortisol zur Verfügung gestellte Energie nicht körperlich umgesetzt wird. Wer sich nicht aktiv sondern nur geistig betätigt, bei dem äußert sich Stress als innere Unruhe und Nervosität. Die Konzentration lässt nach, man fühlt sich aufgedreht und müde zugleich. Schnell wird der Tonfall aggressiv, und man gibt man den Stress an andere weiter oder macht sich Selbstvorwürfe. Unter Stress steigt die Unfallhäufigkeit – kleine Fehltritte aber auch Verkehrsunfälle nehmen zu.

Wenn sich Stressphasen nicht mit den nötigen Entspannungsperioden die Waage halten, kann die erhöhte Hormonkonzentration im Blut langfristig schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben und in eine Erschöpfung unserer Energiereserven führen. Dauerstress ist in jedem Fall ungesund. Viele lebensnotwendige Funktionen können betroffen sein, denn im Stress konzentriert sich der Körper darauf, den Muskeln Energie bereitzustellen und vernachlässigt dadurch andere Organe.

Wie Stress unsere Körperfunktionen beeinflusst

  • Verdauung und Ernährung

    Der Darm wird weniger durchblutet, es kann zu Durchfällen kommen, da der Körper überflüssigen Ballast loswerden möchte, der bei der Flucht behindern würde. Die Ernährung wird unter Stress oft vernachlässigt. Langfristig kann es zu Gewichtsproblemen, zum Reizdarmsyndrom, Verstopfung, Blähungen und Sodbrennen kommen, bis hin zu Magengeschwüren.
  • Herz/Kreislauf

    Die Atmung wird schneller und flacher, der Blutdruck steigt um kurzfristig mehr Sauerstoff zur Verfügung zu stellen. Langfristig kann dies zu Bluthochdruck, Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) bis hin zur Koronaren Herzkrankheit mit erhöhtem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Durch eine Veränderung der Durchblutung im Innenohr kann es zum Hörsturz kommen.
  • Muskulatur/Bewegungsapparat

    Die Muskelspannung erhöht sich – Muskelverspannungen entstehen vor allem im Schulter- und Nackenbereich. Die Schmerzempfindung nimmt zu, da der Körper seine Endorphine (Glückshormone) schneller verbraucht, die im Stress vermehrt ausgeschüttet werden. Kurzfristig kann Stress als positiv empfunden werden – im Dauerstress fehlen die Endorphine, man bekommt schneller Kopfschmerzen, Migräne oder Rückenschmerzen. Chronische Schmerzkrankheiten wie Rheuma und rheumatische Beschwerden verstärken sich.
  • Weiblicher Zyklus und Sexualität

    Regelschmerzen können zunehmen. Durch sinkende Konzentration von Geschlechtshormonen kann es zu Zyklusunregelmäßigkeiten bei Frauen kommen, bei Männern sinkt die Anzahl der Spermien. Es kommt zu Störungen der Libido (weniger Verlangen nach Sex), Impotenz und Abnahme der Fruchtbarkeit. Klar, denn auf der Flucht oder im Kampf sichert man zuerst das eigene Überleben.
  • Immunsystem

    Die Abwehr von Krankheitserregern muss kurzfristig zurückgestellt werden. Dauert dieser Zustand länger an, so können einen ständige Erkältungen und Lippenherpes plagen.
  • Suchtverhalten

    Stress wirkt sich auf die Seele aus. Manche Menschen können sich nicht mehr allein entspannen. Der Alkohol- und Zigarettenkonsum und Gebrauch von Schmerz- und Schlafmitteln steigt. Daraus kann Tabakabhängigkeit, Alkoholmissbrauch, Medikamentenmissbrauch bis hin zu Alkoholismus oder Medikamentenabhängigkeit werden.
  • Psychische Krankheiten

    Manchen Menschen schlägt Stress eher auf den Magen, andere können Stress schlecht seelisch verarbeiten. Häufig kommt es zu Schlafstörungen. Angstkrankheiten und depressive Verstimmung bis hin zur Depression können sich entwickeln. Manche dauergestresste Menschen entwickeln Ohrgeräusche, den Tinnitus.
  • Burnout-Syndrom

    Die häufigste seelische Problematik, die man dem Stress zuschreibt, ist das Burnout-Syndrom. Menschen die an Burnout leiden arbeiten häufig in helfenden und heilenden Berufen. Sie haben zu viel gegeben und ihre Energiereserven sind innerlich „ausgebrannt“ („burn“ engl. = brennen). Sie leiden unter einem starken Erschöpfungszustand. Burnout ist im Zeitalter der „gestressten Gesellschaft“ ein ernstzunehmendes Problem.
 

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