Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Anzeige

Stress lass nach! Stress verstehen und bewältigen

Anzeige
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2014

Stress – was ist das eigentlich?

Stress durch Zeitdruck und Überlastung in Beruf oder Familie kennt jeder. Wir erhöhen das Arbeitstempo, um „hinterher“ zu kommen, setzen uns unter Druck und geben dem Partner oder den Kollegen nicht Bescheid, wenn es uns zu viel wird. Aus Dauerstress können Krankheiten wie Kopfschmerzen, Migräne und Verdauungsstörungen entstehen bis hin zum Bluthochdruck oder dem Burnout-Syndrom. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein großer Markt rund um das Thema Stress entwickelt. Stress scheint ein Problem der modernen Gesellschaft zu sein, in der immer mehr von einem abverlangt wird, in immer kürzerer Zeit.

Der Begriff „Stress“ wurde vor weniger als 100 Jahren in die Psychologie eingeführt. Ursprünglich stammt er aus der Materialkunde und bezeichnet im Englischen den Druck der einem Material zugefügt wird.

Dies hat der österreichisch-kanadische Arzt Hans Selye 1930 auf die Reaktion des Körpers bei Belastung übertragen. Stress ist die körperliche und seelische Reaktion des Menschen (Tieres) auf Belastung. Stressauslöser sind äußere Reize und Druck der Umwelt auf das Individuum.

Stress ist eine individuelle Reaktion. Wie jemand reagiert, hängt von seinen Fähigkeiten ab, sich auszubalancieren, sich Herausforderungen zu stellen und natürlich von seiner Gesundheit. Ist man ständig krank, leidet die Fähigkeit der Stressbewältigung. Stress kann zum Teufelskreislauf werden, aus dem manche nur mit fremder Hilfe wieder herausfinden. Erkennt man jedoch die individuellen Stressverstärker, so kann die Bewältigung der Situation eine persönliche Bereicherung werden. Die Erfahrung im Umgang mit Belastungen wächst. Was als Eustress oder Dysstress empfunden wird hängt von einem selbst ab.

Stressmodelle
Im Stressmodell, das 1974 vom Psychologen Lazarus entwickelt wurde, geht man von der Wechselwirkung zwischen Anforderung der Situation und der handelnden Person aus. Durch „Coping“ (Stressbewältigung) und letztendlich einer Neubewertung der Situation wird der Stress nicht mehr als negativ empfunden. Die Person kann angemessen und gesund auf die Situation reagieren.
 
 
Salutogenese und das Flow-Konzept
Der Begriff Salutogenese wurde in den Siebzigerjahren vom Medizinsoziologen Aaron Antonovsky geprägt. Gesundheit ist für ihn ein ständiger Prozess, der den Menschen in seiner Suche nach dem Lebenssinn und dem Grundvertrauen beeinflusst. Antonovsky nannte dies Kohärenzgefühl. Ist es stark ausgeprägt, fällt dem Menschen die Stressbewältigung leichter.

Das 2010 entwickelte Flow-Konzept beschreibt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anforderung einer Aufgabe und der Fähigkeit einer Person, damit umzugehen. Der „flow“ (englisch für „Fluss“) entsteht zwischen Überforderung und Unterforderung. Wir müssen in den richtigen „flow“ kommen, um Stress zu vermeiden oder abzubauen.

Das könnte Sie auch interessieren: