Anzeige
Anzeige
Anzeige

Der Aufguss: Genießen Sie Aromen und ätherische Öle

Anzeige
Geschrieben von 2012-09-13
Zuletzt aktualisiert am 2018-09-2929.09.2018
Fotolia_© tobias kromke

Aus einem Kübel schöpft der Bademeister mehrmals eine Kelle voll Wasser und lässt es im Schwall über heiße Steine fließen. Es brodelt und zischt. Die Luftfeuchtigkeit steigt schlagartig an und eine Hitzewelle wird spürbar. Durch Schlagen oder kreisende Bewegungen mit einem Handtuch wird der heiße Wasserdampf im Raum verteilt. Diese starken Luftbewegungen sorgen auch dafür, dass die schützende Schicht verdunstender Feuchtigkeit auf unserer Haut, die kühlt und gleichzeitig als Isolation wirkt, weggerissen wird und die Haut die nachströmende heiße Luft zu spüren bekommt. Die Wirkung hält ungefähr fünf Minuten an, dann hat das Holz der Bänke und Wände die überschüssige Feuchtigkeit aufgenommen und die Atmosphäre in der Saunakabine reguliert sich wieder.

Die wolkenartige Verbreitung des Wasserdampfes im Raum kann man wunderbar nutzen, um damit feinste Ölmoleküle auf Haut, Schleimhäute und in die Atemwege zu transportieren. In öffentlichen Saunas informiert meist ein Schild über den Charakter des nächsten Aufgusses. Lemongras, Orange, Pfefferminz oder Honig – atmen Sie tief ein und genießen Sie die guttuende Wirkung der ätherischen Öle

  • Minze und Co.

    Pfefferminz, japanische Minze, Eisminze, Eukalyptus - als erfrischend werden diese Aromen empfunden. Sie wirken wohltuend auf die Atemwege ein. Auch der Psyche und vielen Migränepatienten tut dieses ätherische Öl als Zusatz im Aufgusswasser gut.
  • Zitrone, Limette und andere Zitrusrüchte

    Belebend und vitalisierend, so beschreiben viele Saunabesucher diese Aromen in Aufgüssen. Das Vitamin C kann man auf diese Weise weniger genießen, aber das ätherische Öl von Zitrusfrüchten regt an, macht munter und kann sogar konzentrationssteigernd wirken
  • Salzaufguss

    Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder wird Salz direkt im Aufgusswasser gelöst und verteilt sich dann über die Dampfmoleküle im Raum. So dringt es in die Atemwege ein – ideal für Allergiker und Asthmatiker! Eine andere beliebte Anwendungsform ist das Einreiben der schwitzenden Haut nach einem ersten normalen Aufguss mit grobem Meersalz. Das sanfte Peeling reinigt die Haut und wirkt anregend. Das Salz wirkt zusätzlich schweißtreibend und entwässernd. Ein weiterer Aufguss treibt das Salz von der Haut. Dieser Aufguss wird häufig in Dampfsaunen durchgeführt, weniger in trockenen finnischen Saunen.
  • Honig-Aufguss

    Bei dieser derzeitig sehr beliebten Aufguss-Methode wird der Honig nicht dem Wasser zugesetzt, sondern auf den aufgewärmten Körper aufgetragen und sanft in die geweiteten Poren einmassiert. Erst dann bereitet der Bademeister den Aufguss zu, dem meist fruchtige Öle zugesetzt sind. Die Dusche danach entfernt eventuell verbliebene Honigreste, die Haut bleibt sanft und geschmeidig.
  • Eisaufguss

    Durch den Zusatz von Eiswürfeln im Aufgusswasser wird eine stärkere und länger anhaltende Bedampfung erreicht. Im Winter ist auch Schnee als Aufguss sehr beliebt!

Das könnte Sie auch interessieren:

Kräutermedizin, bzw. Phytotherapie kann Volksheilkunde oder Wissenschaft sein, je nachdem auf welche Kriterien sie sich stützt, um...

Könnte man in die unzähligen Pflanzen unseres Planeten hineinsehen, würde sich ein unendliches Meer von biochemischen Substanzen entpuppen, die irgendeine Wirkung auf unseren Körper haben...