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Die Tropenreise

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Geschrieben von 2012-08-23
Zuletzt aktualisiert am 2017-07-0101.07.2017
Fotolia_©-licht1111

Reisen in tropische Länder

Das meiste von dem, was es in der Mittelmeerregion zu beachten gilt, kann man sich auch für Reisen in Asien, Afrika und Mittel- und Südamerika merken. Hohe Sonneneinstrahlung, mangelnde allgemeine Hygiene, hohes HIV-Risiko und viele andere Infektionen, gegen die es oft keine Impfungen gibt, stellen Gesundheitsrisiken dar, die man nicht unterschätzen darf. Doch die Vielfalt an neuen Eindrücken, die Begegnungen mit Menschen fremder Kulturkreise und bezaubernde Naturlandschaften lassen viele Menschen nicht mehr los, die einmal in diese Welten eingetaucht sind. Daher ist eine gute Vorbereitung zur Vermeidung großer Gesundheitsrisiken unumgänglich:

Hygiene

Für Essen und Trinken gilt das Sprichwort: „Cook it, peel it or forget it!“ (Koch es, schäl es oder vergiss es). Salate, rohes Obst (außer Bananen und Orangen, die man schälen kann) und nicht abgekochtes Trinkwasser sind mit Vorsicht zu genießen. Je nach Reiseland muss man sich vorab über Infektionsrisiken informieren wie zum Beispiel Hepatitis A und B, HIV, Malaria, Typhus und Cholera. Frauenhygiene ist Thema, Tampons, die nicht überall erhältlich sind, sollten im Gepäck vorrätig sein, ebenso wie Toilettenpapier. Scheiden- Haut- und Fußpilz kommt im feucht-warmen Tropenklima häufig vor, deshalb ist gute allgemeine Hygiene und luftige Baumwollkleidung angesagt.

Malaria

Das Tropenfieber wird von Parasiten (Plasmodien) ausgelöst, die durch den Stich der Anopheles-Mücke in die menschliche Blutbahn gelangen. In Europa kommt Malaria seit dem 19. Jahrhundert nur noch bei Touristen vor, die sich auf einer Reise mit der Krankheit infiziert haben – deshalb sollte sich jeder Tropenreisende nach der Rückkehr bei Auftreten von Fieber einer tropenmedizinische Laboruntersuchung unterziehen! Malariagebiete dieser Welt sind über 100 Länder, hauptsächlich in tropischen Regionen Afrikas, Asiens und Südamerikas. In ihnen leben zwei Milliarden Menschen. Viele sind mit Malaria infiziert, denn gegen den Malaria-Erreger gibt es bislang keine Impfung. 125 Millionen Urlauber bereisen jährlich Gebiete, in denen die Krankheit verbreitet ist. Informieren Sie sich deshalb genau, ob Ihre Reise in ein Malariagebiet führt, wie hoch das Infektionsrisiko ist und wie sie sich vor einer Infektion schützen können.

  • Expositionsprophylaxe: Schützen Sie sich vor dem Stich durch die Anopheles-Mücke durch Moskito-Repellents, mit denen Sie auch das Moskitonetz imprägnieren sollten und langärmelige Kleidung, vor allem in den Stunden der Dämmerung, wenn die Mücke aktiv ist.
  • Chemoprophylaxe: Nehmen Sie in Absprache mit Ihrem beratenden Reisemediziner ein Präparat ein, das bei Übertragung von Plasmodien durch die Mücke die Vermehrung im Blut und damit den Ausbruch von Malaria verhindern kann. Leider sind viele Plasmodienarten gegen unterschiedliche Wirkstoffe resistent (unempfindlich) geworden. Die Präparate haben zudem teils erhebliche Nebenwirkungen, sodass Nutzen und Risiko von Fall zu Fall bewertet werden müssen.
  • Notfallmedikamente zur Selbstbehandlung im Fall von Malaria.

Neben Malaria rücken auch andere fieberhafte Tropenerkrankungen wie das durch die Aedes-Stechmücke übertragene Dengue-Fieber in den Vordergrund.

Kulturschock

bei einer Reise in die Fremde kann es zum sogenannten Kulturschock kommen. Der Begeisterung und Faszination für den neuen Kulturkreis folgt eine Krise durch die Fremdartigkeit von Sprache und Wertvorstellungen. Dabei kommt es zu Gefühlen der Unzulänglichkeit, Angst und Entwurzelung. Man fühlt sich buchstäblich fehl am Platze. Meist wird diese Phase bei längerem Aufenthalt überwunden, man akzeptiert die Gewohnheiten des Gastlandes und passt sich den fremden Bräuchen an. Manchmal wird ein Kulturschock nicht so gut überwunden, es kann zu Abwehrschwäche und Kränklichkeit kommen. Nach der Rückkehr wiederum kann ein umgekehrter Kulturschock eintreten – die Gepflogenheiten des Heimatlandes erscheinen fremd und rätselhaft, der Rückkehrende (gerade bei längeren Praktika oder nach beruflichen Reisen in Entwicklungsländern) fühlt sich isoliert. Hier hilft der Erfahrungsaustausch mit anderen Reisenden oder der Kontakt zu Migranten aus dem Reiseland.

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