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Natürliche Hilfe bei Magen-Darmbeschwerden

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Geschrieben von 2013-01-21
Zuletzt aktualisiert am 2013-02-0505.02.2013

Von Windsalben, Flohsamen und Pomeranzen

Was tun bei Appetitlosigkeit? 

Nicht nur der kleinen Landpomeranze schmeckt es manchmal nicht. Kinder mit länger andauernder Appetitlosigkeit sollten auf die Ursache hin ärztlich untersucht werden. Heilpflanzen können den Appetit sehr gut anregen. Pomeranzenschalen sind die Schalen der Bitterorange und für Kinder geschmacklich gut geeignet, da sie selbst appetitanregend sind und den Geschmack anderer appetitanregender Bitterstoffe korrigieren. Dazu zählen Angelikawurzel, Condurangorinde, Enzianwurzel, Schafgarbenkraut mit -blüten die alle für Kinder als Kräuterteezubereitung (1 Teelöffel einer Mischung auf 1 Tasse Tee) verträglich sind. Lutschpastillen aus Isländischem Moos sind ebenfalls appetitanregend.

Reiseübelkeit bei Babys und Kleinkindern

Vor der Reise mit Kleinkindern kann ein wenig Ingwerwurzel in eine Suppe gerieben werden. Auch kandierte Ingwerstäbchen oder Ingwertee mit Honig gesüßt wird von Kindern angenommen. Kinder ab sechs Jahren können schon die Ingwer-Kapseln aus der Apotheke einnehmen. Ingwerwurzel ist aufgrund der ätherischen Öle Shogaol und Gingerole ein gutes Heilmittel bei Reisekrankheit, Übelkeit und Appetitverlust.

Bauchweh und Blähungen 

Bauchweh und Blähungen kommen bei Kindern in jedem Alter häufiger vor. Meist ist eine harmlose Magenverstimmung, eine unverträgliche Speise oder Schulstress die Ursache. Manchmal hilft schon Fasten mit einer leichte Gemüsesuppe und der altbewährte Kamillentee. Besonders blähungsreduzierend ist eine Teemischung aus Fenchelfrüchten, Kümmelfrüchten und Anisfrüchten. Die Samen sollten vor der Zubereitung im Mörser angestoßen werden, damit sich die verdauungsfördernden, krampflösenden ätherischen Öle im Tee entfalten können. Melissenblätter und Pfefferminzblätter können ebenfalls bei Magenverstimmung in eine Kinderteemischung gegeben werden.

Ein erprobtes pflanzliches Fertigpräparat mit einer Kombination aus Bitterer Schleifenblume, Kamillenblüten, Kümmelsamen, Mariendistelfrüchten, Melissen- und Pfefferminzblättern, Schöllkraut und Süßholzwurzel, ist auch für Kleinkinder unter 12 Jahren zugelassen. Eine Kostenerstattung durch Krankenkassen ist möglich.

Dreimonatskolik

wenn Babys im Alter von 3 bis 4 Monaten unstillbar schreien, liegt das oft an der „Dreimonatskolik“, eine funktionelle Magen-Darmstörung. Damit die „Winde“ entweichen können, gibt es Windsalben mit Kümmel- Anis- Fenchelöl als Fertigpräparat zu kaufen. Mit der Salbe die Bauch- und Nabelgegend des Säuglings im Uhrzeigersinn 2-3mal täglich langsam und sanft kreisend massieren.

Windtee gegen Blähungen
Einen sogenannten Windtee kann die stillende Mutter für sich und ihr Baby zubereiten.
Rezept
 

Benötigte Zutaten

3 Teile Kamillenblüten, 1,5 Teile Pfefferminzblätter, 2 Teile Kümmelsamen, 3 Teile Fenchelsamen, ein halbes Teil Pomeranzenschalen

So geht's

2 Teelöffel der Mischung mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Dem Baby 50-100 ml ungesüßt und körperwarm in ein Fläschchen zu Trinken geben.

Verstopfung

Kindern dürfen keine Anthranoide wie Sennesblätter oder Aloe Vera verabreicht werden, da diese die Darmschleimhaut schädigen können. Empfehlenswert sind pflanzliche Quellstoffe wie Flohsamenschalen und Leinsamen. Flohsamenschalen bekommt man als Granulat mit kinderfreundlichem Orangen- oder Apfelgeschmack und verabreicht es mit reichlich Flüssigkeit.

Durchfall

Diarrhö ist eine häufige Virusinfektion bei Kindern, die meist nach drei Tagen von selbst wieder aufhört. Hält der Durchfall mal länger an oder ist mit großen Flüssigkeitsverlusten, starkem Erbrechen und Fieber verbunden, muss ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist in der Selbstbehandlung durch die Eltern der Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, entsprechende Präparate sind in der Apotheke erhältlich.

Pflanzliche Gerbstoffe ziehen die Darmschleimhäute zusammen und können den Durchfall eindämmen. 3 gehäufte Teelöffel getrocknete Heidelbeerfrüchte werden dafür mit 400 ml kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten auf kleiner Flamme geköchelt und abgeseiht, davon können auch Kleinkinder ganz nach Bedarf trinken. Ein altes Hausrezept ist der Teeaufguss aus grünen oder schwarzen Teeblättern, mit etwas Zucker und Salz ist er zugleich eine hausgemachte Elektrolytsubstitution. Ein Fertigpräparat, das für Kinder ab 2 Jahren empfohlen werden kann, ist Uzarawurzel-Extrakt, der auch bei Brechdurchfällen hilfreich sein kann. Man sollte sich jedoch streng an die für Kinder empfohlenen Dosierungsangaben auf dem Fertigpräparat halten.

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