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Obstteller vs. Vitamintabletten

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2018-05-0707.05.2018

Welche Maßnahmen machen wirklich Sinn?

Obst ist aus einer ausgewogenen und gesunden Ernährungsweise nicht wegzudenken. Daher sollte man Obst immer den Vorzug geben, wenn es um die Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Vitaminen geht. Dennoch kann eine zusätzliche Versorgung mit Vitaminpräparaten sinnvoll sein, beispielsweise in Zeiten mit erhöhtem Vitaminbedarf oder bei einem Vitaminmangel.

Ursachen von Vitaminmangel

Vitaminmangel kann durch Diäten und bei einer unzureichenden oder unausgewogenen Ernährung entstehen. Auch die Einnahme von Medikamenten kann einen Vitaminmangel zur Folge haben. Kinder haben in Zeiten des Wachstums einen erhöhten Vitaminbedarf, genauso wie Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit. Raucher und Menschen mit hohem Alkoholkonsum leiden oft unter Vitaminmangel und auch ältere Menschen sind oft mit Vitaminen unterversorgt, da sie häufig sehr wenig Nahrung zu sich nehmen. Daneben gibt es Menschen, die unter einer Resorptionsstörung leiden. Das bedeutet, dass der Organismus bestimmte Stoffe entweder unzureichend oder gar nicht aufnehmen kann. Auch Stress, Traumen, chronische Krankheiten und Operationen können Grund für einen Vitaminmangel sein.

Frühzeitig einen
Vitaminmangel erkennen
Zu den allgemeinen Symptomen zählen Müdigkeit und Appetitverlust. Nachtblindheit und trockene Augen können auf einen Vitamin A-Mangel hinweisen.
Reizbarkeit, Depressionen und Konzentrationsschwäche treten häufig bei einem Vitamin B1-Mangel auf.
Eingerissene Mundwinkel sowie brüchige
Fingernägel können ein Hinweis auf einen
Vitamin B-2-Mangel sein.
Eine Unterversorgung mit Folsäure
(Vitamin B9) macht sich in der Regel mit
Anämie, Schlafstörungen, Reizbarkeit und
Schleimhautveränderungen bemerkbar.
Bei Neigung zu blauen Flecken, schlechter
Wundheilung und Zahnfleischbluten könnte
ein Vitamin C-Mangel die Ursache sein.
Eine schlechte Versorgung mit Vitamin D
zeigt sich häufig in Muskelschwäche
und Krämpfen. Bei Muskelkrämpfen liegt
jedoch auch oft der Verdacht auf
Magnesium-Mangel nahe, ebenso bei
Menstruationsschmerzen und
prämenstruellen Syndrom (PMS).

Die genannten Symptome können nur ein Anhaltspunkt für einen Vitaminmangel sein. Eine Blutuntersuchung bringt jedoch Gewissheit. Daher ist es immer angeraten, einen Arzt aufzusuchen.

Vitaminpillen

Vitamin-Präparate

Auch wenn Obst für die Vitaminversorgung immer die erste Wahl sein sollte, so können bestimmte Lebenssituationen die Einnahme von Vitaminpräparaten erforderlich machen. Eltern sollten ihren Kindern dennoch nicht wahllos Vitamine in Saft- oder Tablettenform verabreichen, sondern auf speziell auf Kinder abgestimmte Vitaminpräparate zurückgreifen und das am besten mit Absprache des Kinderarztes.

Auch ist nicht jedes Vitamin-Präparat passend dosiert und birgt daher die Gefahr der Unter- oder Überdosierung mit bestimmten Vitaminen. Testberichte von Stiftung Warentest oder Öko-Test geben Aufschluss und helfen bei der Auswahl von geeigneten Vitamin-Präparaten.

Vitaminpräparate für Kinder

Wenn Kinder kein Obst und Gemüse essen wollen, ist es selbstverständlich, dass sich die Eltern um die Gesundheit des Kindes sorgen. Mit Geduld und gutem Zureden bringt man fast jedes Kind dazu, zumindest einige Gemüse- und Obstsorten zu essen. Bevor man seinem Kind aus Sorge Multivitaminpräparate gibt, sollte man bedenken, dass viele Lebensmittel für Kinder oft mit zusätzlichen Vitaminen angereichert sind. Beispielsweise Frühstücksflocken, Quarkspeisen, Säfte und Süßigkeiten.

Kinderärzte empfehlen, Kindern unter 7 Jahren keine Vitamin-Präparate zu verabreichen. Besteht der Verdacht auf Vitaminmangel, sollte dieser zunächst ärztlich nachgewiesen werden, um gezielt behandeln zu können.

Multivitaminpräparate und ihre Tücken

Multivitaminpräparate

Multivitaminpräparate enthalten neben Vitaminen auch Mineralien. Es gibt jedoch Mineralien, die die Aufnahme von Vitaminen fördern, andere hingegen können die Vitaminaufnahme behindern. Ein gutes Beispiel dafür ist Eisen, dessen Aufnahme durch die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C begünstigt wird. Dagegen behindert Eisen die Aufnahme von Zink, und Kalzium die Aufnahme von Magnesium. Es ist daher immer zu prüfen, ob die Zusammensetzung eines Multivitaminpräparats die gewünschte Wirkung erzielen kann.

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