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Rohstoffgruppen

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Geschrieben von 2012-02-22
Zuletzt aktualisiert am 2019-03-2626.03.2019
Fotolia_©sebastien_rabany

Kleine Übersicht über Rohstoffgruppen für Kosmetik zum Selbermachen

Seine eigene Kosmetik selbst herzustellen, kann zum leidenschaftlichen Hobby werden. Vor allem weiß man dann ganz genau, was darin enthalten ist. Dafür sind aber einige Grundkenntnisse und verlässliche Rezepte mit genauen Mengenangaben vonnöten. Voraussetzung ist, mit absoluter Sauberkeit zu arbeiten. An Arbeitsmaterialien außer Töpfen, Pfannen und Tiegeln benötigt man vorerst

Für die Haar- und Körperreinigung werden zusätzlich natürliche Tenside (waschaktive Substanzen) und Konditioner aus Pflanzenproteinen als Rohstoffe benutzt, die notwendig sind, um Schmutz und Fette zu lösen. Wichtig ist, dass sie leicht biologisch abbaubar sind.

Es ist durchaus den Versuch wert, in der Küche sein eigenes kleines Schönheitslabor einzurichten. Und vor allem macht es viel Spaß.

  • Pflanzenöle

    Es gibt eine Vielzahl an guten Pflanzenölen mit verschiedenen Fetteigenschaften. Diese beziehen sich weniger auf den Fettgehalt, sondern beschreiben die Fähigkeit eines Öl, entweder schnell und vollständig in die Haut einzuziehen, bzw. sie mit einem Schutzfilm zu überziehen. Beliebte Pflanzenöle, die für jeden Hauttyp geeignet sind, sind zum Beispiel Aloe-Vera-Öl, Jojoba-Öl, die beide die Haut gut durchfeuchten, für sensible oder Babyhaut bietet sich süßes Mandelöl an, zur Tiefenpflege eignen sich Avacado-Öl, Leinsamen-Öl, Nachtkerzenöl und Wildrosenöl. Zusätzlich sind als wertvolle Wirkstoff-Öle und Mazerate auch Algen-Öl und Kamillen-Öl empfehlenswert.
  • Konsistenzgeber

    Wachse, wie Beerenwachs, Bienenwachs, Reiswachs oder Sonnenblumenwachs geben Cremes eine etwas festere Konsistenz, während Cupuacubutter, Kakaobutter und Sheabutter Cremes anreichern und besonders auch bei spröder Haut gut nachfetten.
  • Emulgatoren

    Sie sind unverzichtbar, denn erst durch sie wird aus Fett und Wasser eine homogene Mischung. Auch hier gibt es Unterschiede. Die einen eignen sich besser für Öl-dominante Mischungen wie Lanolin Anhydrid (Wollwachs ohne Wasser) oder Tegomuls, das hauptsächlich aus Palmfett gewonnen wird und auch als Lebensmittelemulgator dient. Emulsan, Lecithin Super oder Fluid-Lecithin CM eignen sich für Mischungen aller Art.
  • Wirkstoffe

    Hier kommen ätherische Öle, bzw. daraus isolierte Stoffe, zum Einsatz, ebenso wie u.a. Harnstoff oder die viel gepriesene Hyaluronsäure für anhaltende Durchfeuchtung und Elastizität der Haut, regenerierende und schützende Vitamine und Fluids wie Nachtkerzen- oder Weizenkeimöl-Fluid, Kräuterextrakte und Kräuterhydrolate je nach ihren gewünschten Eigenschaften.
  • Hilfsstoffe

    Hierunter zählen Konservierungsstoffe (wie oben beschrieben), Farbstoffe, Gel-Bildner und ph-Regulatoren. Je nach Verwendung der Zutaten kann nämlich eine Mischung entweder zu säurelastig oder basisch ausfallen. Der ph-Wert kann mit in der Apotheke erhältlichen Teststreifen oder einem ph-Indikatorpapier ermittelt werden. Als idealer Wert gilt plus minus 5,5. Bei Bedarf kann dieser mit natürlichen Säuren wie Milchsäure oder Zitronensäure reguliert werden.

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