Anzeige
Anzeige
Anzeige

Naturkosmetik-Creme selbst herstellen

Anzeige
Geschrieben von 2012-02-22
Zuletzt aktualisiert am 2019-03-2626.03.2019
Fotolia_©emmi

Seine eigene Kosmetik selbst herzustellen, das kann schnell zum Hobby werden. Vor allem weil man ganz genau weiß, was darin enthalten ist. Dafür sind aber einige Grundkenntnisse und verlässliche Rezepte mit genauen Mengenangaben vonnöten. Voraussetzung ist, mit absoluter Sauberkeit zu arbeiten. An Arbeitsmaterialien außer Töpfen, Pfannen und Tiegeln benötigt man vorerst:

  • eine Digitalwaage (Diabetikerwaage), die in 1 g Stufen wiegen kann
  • 2 – 3 feuerfeste Gläser (Einmachgläser gehen ebenso)
  • ein Thermometer bis 100 Grad Celsius
  • einen Messlöffel 2 ml und Messbecher
  • hygienische Rührstäbe, am besten aus Glas.

Die Herausforderung, eine Creme oder Emulsion herzustellen, besteht darin, die einzelnen Bestandteile im richtigen Verhältnis zu mischen. Anfänger sollten auf jeden Fall nach erprobten Rezepten arbeiten. Eine Creme besteht aus einer Fett- und einer Wasserphase. Die Fettphase enthält Öle und Fette (und die aus ihnen isolierten Wirkstoffe), Konsistenzgeber (das kann zum Beispiel Shea Butter oder Bienenwachs sein) und einen natürlichen Emulgator im ungefähren Verhältnis 3:1:1. Emulgatoren sind Hilfsstoffe, die dazu dienen, zwei Flüssigkeiten, die sich normalerweise nicht vermischen, (z.B. Öl und Wasser) zu einer sogenannten Emulsion zu vermengen (Die Wasserphase besteht hauptsächlich aus Wasser, dem anteilig bis zu 10% Wirkstoffe und Vitamine beigefügt werden, ebenso wie bis zu 1% Hilfsstoffe (Konservierungsmittel, Gel-Bildner oder ph-Regulatoren).

Das nachfolgende Beispiel soll nur den Grundvorgang der Cremeherstellung beschreiben und ist je nach Rezeptangaben und Mittel der Wahl variabel.

Zutaten und Zubereitung

Fettphase

  • 45 ml Öl
  • 15 g Konsistenzgeber (z.B. Shea-Butter oder Bienenwachs)
  • 15 g Emulgator

Wasserphase

  • 100 ml abgekochtes Wasser
  • Pflanzliche Wirkstoffe nach Belieben

Zutaten für Fettphase in ein feuerfestes Glas geben und im heißen Wasserbad bis auf 60 bis 70 Grad Celsius erwärmen (mit Thermometer Temperatur messen). Wasser ebenfalls in ein feuerfestes Glas geben und im heißen Wasserbad bis auf 60 bis 70 Grad Celsius erwärmen. Sobald sich die Bestandteile der Fettphase aufgelöst haben, kann das Glas aus dem Wasserbad entfernt werden, da sie durch die Hitze noch nachträglich schmelzen. Das heiße Wasser nun unter ständigem Rühren langsam in die Fettphase gießen. Weiterrühren bis sich das Gemisch auf Handwärme (35 Grad Celsius) abgekühlt hat. Jetzt erst die gewünschten Wirkstoffe (z.B. ätherische Öle oder Vitamin-Fluids) und Hilfsstoffe (Konservierungsmittel) in die Emulsion rühren. In Cremetiegel füllen und nach Abkühlen gut verschließen.

Über die Konservierung von Cremes gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die einen beanstanden, dass hier ebenfalls ansatzweise Chemie verwendet wird, allerdings sind die zugelassenen Konservierungsstoffe für Naturkosmetik unschädlich und in Verbindungen in der Natur nahezu identisch auch vorhanden. Allergiker, welche keine Konservierungsstoffe vertragen, können ihre selbst gemachten Produkte in kleine Portionen aufteilen, einfrieren und sie jeweils, möglichst zügig aufbrauchen.

Ein Konservierungsmittel, das gerne genommen wird, ist Paraben K. Es enthält Para-Hydroxy-Benzoesäureester, die in ähnlicher Form in der Natur in vielen Gewürzen und Pflanzenpigmenten vorkommen. Bei einem Tropfen Paraben K auf 10 ml fertige Creme erhält man bereits eine Haltbarkeit von ca. drei Monaten.

Es gibt einige Online-Shops, die neben allen Rohstoffen auch Kombinationen für Kosmetik zum Selbermachen anbieten, inklusive Rezepten und Anleitungen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wenn sich der Winter dem Ende entgegenneigt, und das Frühjahr vor der Haustür steht, möchten viele Menschen den angesammelten Ballast der vergangenen Wochen oder des...

Menschen lieben es süß – das ist nicht von der Hand zu weisen. Alleine der EU-Verbrauch im letzten Jahr von rund 18,6 Millionen Tonnen Zucker...