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Stress- und Burnout natürlich vorbeugen

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Geschrieben von Matthias Bastigkeit , Fachdozent für Pharmakologie/Medizinjournalist
Zuletzt aktualisiert am 05.08.2014

Natürlich hat Stress nichts mit dem Geschlecht zu tun, allerdings greifen Frauen statistisch gesehen insgesamt häufiger zu pflanzlichen Mitteln als Männer. Werden sie von nervlicher Belastung und Burnout-Symptomen geplagt, zeigen sich die Herren der Schöpfung aber tendenziell aufgeschlossener gegenüber natürlichen Wirkstoffen.

Das Angebot an pflanzlichen Präparaten gegen Depressionen, Stress und Angstsymptome ist heute riesig. Dabei ist Vorsicht geboten: Nicht immer sind die angepriesenen Wirkungen der erhältlichen Produkte wissenschaftlich belegt. Oft beziehen sich die Hersteller auf ungesicherte oder veraltete Anwendungsbeobachtungen, entsprechende klinische Studien fehlen.

Um das zu ändern, bemüht sich die gestrenge Europäische Arzneimittelbehörde EMA darum, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das HMPC-Komitee (Committee on Herbal Medicinal Products) erfasst den aktuellen Forschungsstand zu pflanzlichen Substanzen, bereitet die Daten wissenschaftlich auf und erarbeitet Monografien. Diese Abhandlungen repräsentieren den derzeitigen Stand der Bewertung und geben Aufschluss über Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der einzelnen Wirkstoffe. Pflanzliche Medikamente eignen sich vor allem zur Vorbeugung von Stress, nervlicher Anspannung und schließlich Burnout. Bewährt haben sich in diesem Fall die sogenannten Adaptogene, die die Widerstandsfähigkeit des Körpers stärken können.

Ginseng und Rosenwurz schirmen ab
Der Begriff „Adaptogen“ wurde vom russischen Wissenschaftler Dr. Nicolai Lazarev bereits im Jahr 1947 geprägt. Der Pharmakologe bezeichnet damit natürliche Substanzen, welche die Resistenz des Körpers gegenüber Stress erhöhen. Adaptogene greifen in den Stoffwechsel des Stresshormons Adrenalin und von Cortisol ein und versetzen den Organismus in die Lage, sich belastenden Umweltfaktoren besser anzupassen. Sie aktivieren das Stresssystem und helfen uns, exogenen (von außen einwirkenden) Stress besser zu bewältigen.
Weltweit hat es bis jetzt nur eine Handvoll pflanzlicher Wirkstoffe geschafft, den Kriterien der EMA zu genügen: Dazu gehören etwa asiatischer Ginseng, sibirischer Ginseng, Taigawurzel und Rosenwurz, der im Folgenden kurz vorgestellt werden soll.
 
Gestatten: Rosenwurz (Rhodiola rosea)
Der Begriff „Adaptogen“ wurde vom russischen Wissenschaftler Dr. Nicolai Lazarev bereits im Jahr 1947 geprägt. Der Pharmakologe bezeichnet damit natürliche Substanzen, welche die Resistenz des Körpers gegenüber Stress erhöhen. Adaptogene greifen in den Stoffwechsel des Stresshormons Adrenalin und von Cortisol ein und versetzen den Organismus in die Lage, sich belastenden Umweltfaktoren besser anzupassen. Sie aktivieren das Stresssystem und helfen uns, exogenen (von außen einwirkenden) Stress besser zu bewältigen.
Ein wichtiger adaptogener Wirkstoff wird aus dem Rosenwurz, genauer: der Rosenwurzwurzel, gewonnen. Die 5 bis 35 cm hohe Pflanze gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Volkstümliche Bezeichnungen sind Rodia Riza, Goldwurzel, King's Crown oder auch Hong Jing Tian. Sie ist ursprünglich in arktischen Regionen beheimatet und in Alaska, Skandinavien, Sibirien sowie in alpinen Zonen der europäischen Hochgebirge verbreitet. Seinen Namen verdankt der Rosenwurz dem schwedischen Botaniker Carl von Linné, der sich dafür vom rosenartigen Duft der Pflanze inspirieren ließ. In vielen Ländern Europas wie Russland oder Schweden ist die Heilpflanze fester Bestandteil der medizinischen Praxis, in Deutschland sind Nahrungsergänzungsmittel mit Rosenwurz-Extrakten verfügbar (in Arzneimittelqualität z.B. Rhodiolan )

Die Studienlage ist ausgesprochen gut. So konnte eine Studie (Panossian et al.) bei Hasen nach siebentägiger Behandlung mit Rosenwurz-Extrakt eine verminderte Stressreaktion nachweisen. Eine andere jüngere Untersuchung (Diermen et al.) zeigte eine positive Auswirkung von Rosenwurz-Extrakten auf das bei Stress und Depression veränderte Gleichgewicht der körpereigenen Neurotransmitter.
 

 

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