Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Heilkräuter im eigenen Garten: Die Kräuterspirale

Anzeige
Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 26.06.2013

Eigene Speisen mit frischen Kräutern verfeinern! Alleine jener Hochgenuss lohnt es schon, sich einen kleinen Kräutergarten anzulegen. Viele unserer Küchenkräuter wie Thymian, Salbei oder Petersilie sind auch gleichzeitig nützliche Heilkräuter, die bei leichten Beschwerden schnelle Hilfe versprechen. Sei es gegen Husten oder Bauchschmerzen, bei den klassischen Frauenleiden, bei Rheuma oder Blasenentzündungen.

Eine Kräuterspirale findet auch im kleinsten Garten noch ein Plätzchen, da sie gar nicht viel Platz braucht. Sonnenhungrige Kräuter erhalten die höher gelegenen Plätze der Spirale, feuchtigkeitsliebende Pflanzen dagegen bodennahe Stellen, die am besten an ein kleines Wasserbecken angrenzen. Bauanleitungen für eine Kräuterspirale sind in Pflanzenmärkten erhältlich oder lassen sich auch schnell im Internet finden. Wer keinen Garten besitzt, sondern einen Balkon, kann sich zwar keine Kräuterspirale anlegen, aber seine Küchen- und Heilkräuter in Kübeln und Balkonkästen heranziehen.

Klassiker der Kräuterspirale

Petersilie gegen Frühjahrsmüdigkeit
In der Petersilie steckt mehr als nur Würze! Da sie einen nährstoffreichen und feuchten Boden bevorzugt, braucht sie einen Platz in Bodennähe. Sie hat einen hohen Vitamin-C-Gehalt, wirkt belebend und hilft zum Beispiel bei Frühjahrsmüdigkeit. Auch auf die Nieren und Blase wirkt sie positiv durch ihre harntreibenden Eigenschaften. Für Frauen ist die Petersilie ein ideales Heilkraut, denn sie soll die Menstruation fördern und bei Menstruationsbeschwerden gute Dienste leisten. Schwangere sollten die Petersilie jedoch nicht im Übermaß verzehren. Normale Mengen Petersilie schaden aber niemandem, sondern sind tatsächlich sehr gesund. Das Kraut wird roh oder nur kurz mitgekocht verwendet, damit die Vitamine und Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Dill benötigt wie die Petersilie einen nährstoffreichen Boden und ist daher ebenfalls im unteren Bereich der Kräuterspirale gut aufgehoben. Da er jedoch die Petersilie überragen wird, sollte der Dill hinter der Petersilie stehen, so dass er ihr das Licht nicht stiehlt. Salatgurke in einer Dill-Sahne-Soße ist ein erfrischender Genuss im Sommer, doch Dill kann noch mehr als gut schmecken. Als Tee aufgebrüht kann die Pflanze gegen Blähungen und Magenbeschwerden hilfreich sein. Üblicherweise werden für einen Tee die Samen des Dills verwendet, die vor der Teezubereitung zerstoßen werden. Das Kraut lässt sich zudem für ein Sitzbad gegen Menstruationsschmerzen verwenden. Außerdem soll Dill bei stillenden Müttern milchbildend wirken.
In Asien gehört der Koriander zu vielen Speisen. Hierzulande gehört er ins Weihnachtsgebäck, ist gern gesehener Gast in Marinaden und sogar in der Bierbrauerei wird er neuerdings verwendet. Für Heilzwecke werden die Koriandersamen gebraucht, die vor der Teezubereitung mit dem Mörser zerstoßen werden. Ein Tee aus Koriander soll gegen Blähungen, Durchfall, Magenkrämpfe und bei einem Reizdarm helfen. Daneben ist er, wie der Dill, milchbildend. In der Kräuterspirale braucht der Koriander einen nährstoffreichen Platz im unteren Bereich.
Schnittlauch – die belebende Salatwürze
Schnittlauch zählt wohl zu den bekanntesten Kräutern für Salate. Als Heilkraut kennt man ihn kaum. Dabei ist er, wie die Petersilie, ideal für Frühjahrskuren - gegen Frühjahrsmüdigkeit und zur Blutreinigung. Weiter werden dem Schnittlauch heilsame Eigenschaften bei Darm- und Magenentzündungen zugesprochen. Er kann daneben blutdrucksenkend, harntreibend, schleimlösend wirken (bei Husten) und soll sogar bei Gicht hilfreich sein. Schnittlauch enthält Eisen, sowie Vitamin C. In der Kräuterspirale bevorzugt der Schnittlauch einen mittigen und halbschattigen Platz.
Vielen ist die Melisse als Zitronenmelisse bekannt. Dieser Name weist auf ihr zitronenartiges Aroma hin, das kalte Getränke, Süßspeisen und Salate verfeinert. Als Heilkraut wird die Melisse häufig als Bestandteil für Tees gegen Unruhe, Nervosität und Angstzustände eingesetzt. Melisse wirkt krampflösend, entspannend, beruhigend, schmerzstillend, virushemmend, antibakteriell, aufmunternd, kühlend, pilzhemmend und schweißtreibend. Anhand ihrer vielfältigen Heilwirkung lässt sich erkennen, dass die Melisse für viele Anwendungsbereiche geeignet ist. Wenn Nervosität oder Ängste auf den Magen schlagen, wird in der Heilkunde vorrangig die Melisse empfohlen. Aber auch gegen Blähungen, bei Fieber, Erkältung, nervöse Herzbeschwerden, Magenkrämpfen und Menstruationsschmerzen soll sie lindernd wirken. Die Melisse liebt es halbschattig und sollte in der Mitte der Kräuterspirale angepflanzt werden.
Nicht nur Pasta-Fans wissen ihn in zu schätzen. Der Thymian gibt mediterranen Speisen erst den richtigen Pepp und ist daher als Küchenkraut nicht wegzudenken. Die sonnenhungrige Pflanze thront gern oben auf der Kräuterspirale, wo der Boden trockener ist. In der Heilkunde ist Thymian das Kraut bei Beschwerden der Atmungsorgane – ob Husten, Bronchitis, Reiz- oder Krampfhusten, Halsentzündungen, Asthma oder Heiserkeit – der Thymian wird bei diesen Beschwerden hoch geschätzt. Das hat er seiner Heilwirkung zu verdanken. Thymian wirkt antibakteriell, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, blutstillend, beruhigend, schweißtreibend und pilztötend. Neben seiner positiven Wirkung auf die Atemweg kann der Thymian auch bei Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen des Harnapparates, Hauterkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems und in der Frauenheilkunde Verwendung finden.
In der Küche verfeinert Salbei Fleisch- und Fischgerichte. Er sollte sparsam verwendet werden, da er über ein intensives Aroma verfügt. Auch der Salbei liebt trockene Böden und einen sonnigen Standort und gehört daher auf den oberen Bereich der Kräuterspirale. In der Naturheilkunde ist er das Kraut bei Halsschmerzen und Halsentzündungen. In Form von Salbeibonbons wird er bei diesen Beschwerden auch gern von Kindern eingenommen. Salbei wirkt zusammenziehend, antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, blutstillend und harntreibend. Die Liste der Anwendungsgebiete ist lang. Ob bei Durchfall, Hauterkrankungen wie Ekzemen, Haarausfall, übermäßiger Schweißbildung sowie Fußschweiß, Raucherhusten, Rheuma, Weißfluss, Wunden, Zahnfleischentzündungen oder Mundgeruch – der Salbei findet in der Heilkunde bei all diesen und noch vielen anderen Beschwerden Verwendung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Autofahren ohne Langeweile, auch im Urlaub durchschlafen, Insektenstiche vorbeugen und behandeln, die Reiseapotheke für Kinder. Diese und noch mehr interessante Tipps hat die DocJones-Redaktion für Sie zusammengestellt.

Ungesunde Ernährung und Genussgifte hinterlassen im Körper ihre Spuren und können die Gesundheit beeinträchtigen. Schlacken und Gifte lagern sich in lebenswichtigen Organen ab. Entschlacken bedeutet, den Körper von diesem unnötigen Ballast zu befreien.