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Gewichtsreduktion

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Geschrieben von 2015-04-15
Zuletzt aktualisiert am 2015-04-1515.04.2015

Gesundes Abnehmen will gelernt sein

Die meisten übergewichtigen und adipösen Menschen versuchen sich wiederholt an Diäten, Fastenkuren und Rezepten zur Gewichtsreduktion, oft mit mäßigem Erfolg. Nur zu gut ist der Jo-Jo-Effekt bekannt: die Kilos die man abgenommen hat, sind in wenigen Wochen oder Monaten wieder auf der Waage, den Hüften, am Bauch und am ganzen Körper zu sehen.

Viele Diätformen werden auf dem Markt angepriesen, die Auswahl einer geeigneten Diät lässt manchen verzweifeln. Mit welcher Methode jemand Erfolg hat, kann aufgrund von individuellen Vorlieben und Ernährungsgewohnheiten sehr unterschiedlich sein. Ein paar allgemeine Regeln für die gezielte, langfristige Gewichtsreduktion gibt es:

Lassen Sie sich ein Programm zur Kalorienreduktion von einer erfahrenen Ernährungsberatung oder einen Ernährungsmediziner zusammenstellen, das über mehrere Wochen und Monate geht und führen Sie in regelmäßigen Abständen Rücksprache.
 
Eine zusätzliche Verhaltenstherapie (Wort in fett) bei einem Psychologen kann hilfreich sein.
 
Bewegungstherapie und Sport sind für eine langfristige Gewichtsabnahme unerlässlich. Nur eine Kalorienreduktion in Kombination mit einem täglichen Bewegungsprogramm führt zu einer sinnvollen Fettverbrennung und strafft das Gewebe.
 
Trinken Sie mindestens 2-3 Liter pro Tag
 
Reduzieren Sie Süßigkeiten, Zucker, Alkohol, Weißmehl- und Fertigprodukte und fettreiches Essen.
 
Legen Sie Wert auf frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Ballaststoffe und ein ausgewogenes Verhältnis von Kohlehydraten, Eiweißen und Fetten. Bevorzugen Sie dabei pflanzliche Fette, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten.
 
Viele Diäten wie die „low-carb-diet“ (Kohlehydrat-reduzierte Kost) enthalten ein unausgewogenes Verhältnis an Nährstoffe und führen zu Nebenwirkungen. Erhält der Organismus zu wenig Kohlehydrate so produziert er Ketone, dies kann zur Harnsäurebildung und Nierenschädigung führen. Zu wenig Eiweiß in der Diät (z.B. Nulldiät, Heilfasten) verursacht starken Abbau von Herzmuskeln und Muskelmasse.
 
Eine langsame Gewichtsreduktion ist der schnellen Abnahme vorzuziehen, dies zeigt langfristige Erfolge – mehr als 1 Kilogramm pro Woche brauchen sie nichts abzunehmen – dazu reicht in der Regel eine Kalorienreduktion um 500-800 kcal vom individuellen täglichen Energiebedarf.
 
Ziel einer Gewichtsabnahme sollte ein BMI unter 25, jedoch über 18.5 sein (Normalgewicht) und ein Bauchumfang unter 80 cm (bei Frauen) und unter 92 cm (bei Männern).
 
Medikamentöse Gewichtsreduktion
Wenn der BMI über 30 beträgt und das Abnehmen mit gezielter Ernährungs- Bewegungs- und Verhaltenstherapie wiederholt nicht gelingt, können Medikamente unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. Dabei gibt es Mittel, die die Aufnahme von Fetten aus dem Darm über das Enzym Lipase hemmen. Daneben gibt es diverse Appetitzügler, von denen etliche wieder vom Markt genommen wurden aufgrund schwerer Nebenwirkungen.
 
Operative Gewichtsreduktion
In seltenen Fällen von Adipositas mortale mit einem BMI über 40 oder bei einem BMI über 35 mit Begleiterkrankungen und über Jahre erfolgloser Gewichtsreduktion kann eine Operation die letzte Hilfe sein. Dabei wird meist der Magen verkleinert, damit das Sättigungsgefühl früher eintritt. Die Fettabsaugung ist eine kosmetische Maßnahme und nicht zur langfristigen Gewichtsreduktion geeignet.
 

Vorbeugen:

Mit Erreichen des Normalgewichts und einem BMI unter 25 hört die Umstellung noch nicht auf. Wichtig ist das Einstellen der ungesunden Ernährungsgewohnheiten, Aufrechterhalten des Bewegungsprogramms und die langfristige Ernährungsumstellung auf regelmäßige, gesunde, ausgewogene Kost im Rahmen des tatsächlichen täglichen Energiebedarfs. Mit diesen Maßnahmen kann man Normalgewicht halten, die Lebenserwartung erhöhen und Zivilisationskrankheiten oder erneutem Übergewicht vorbeugen.

Buchtipps:
  • „Gesund abnehmen. Der beste Weg zum Wohlfühlgewicht“ von Dr. med. A. Lauber (Compact Verlag April 2007)
  • „Idealgewicht nach dem Body Mass Index“ von Burkhard Voges (Silberschnur Verlag, 2003)
Quellenangaben:
  • Innere Medizin (Classen/Diehl/Kochsiek, Urban&Schwarzenberg)
  • Robert-Koch-Institut: Themenheft 16 „Übergewicht und Adipositas“
  • Ernährungsmedizin (H.K. Biesalski, Thieme Verlag)
  • BMI-Klassifikation der WHO

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