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Körper und Gewicht (BMI-Rechner)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 15.04.2015

Fast zwei Drittel aller Erwachsenen in Deutschland leiden an Übergewicht. Die wenigsten entsprechen dem von Mode und Medien geprägten Schlankheitsideal. Vor allem junge Frauen wollen gerne schlank sein und entwickeln häufig Untergewicht. Aus ungesundem Körpergewicht, egal ob zuviel oder zuwenig, können sich viele Krankheiten entwickeln. Die Verantwortung dafür muss jeder alleine tragen. Das fällt in unserem oft konsumorientierten Gesellschaftsleben, das ein Überangebot von Nahrungs- und Genussmitteln genießt, gar nicht so leicht. 

Was genau aber ist nun eigentlich ein gesundes Körpergewicht? Einen Ansatz, dies verbindlich zu festzustellen, bietet der Body-Mass-Index (BMI). Der BMI ist die weltweit populärste diagnostische Maßeinheit zur Berechnung des individuellen Körpergewichts in Bezug auf die Körpergröße. Mittels BMI-Rechner erhält man in Sekundenschnelle einen Überblick, ob man normalgewichtig, untergewichtig oder übergewichtig ist. 

Der Body-Mass-Index wurde bereits 1870 vom belgischen Mathematiker und Statistiker Adolphe Quetelet entwickelt, der auch als Begründer der Sozialstatistik gilt. Der BMI wird deutsch Körpermasseindex genannt, da er die Körpermasse auf die Körperoberfläche bezieht. Hierbei steht das Gewicht in Kilogramm für die Körpermasse. Das Quadrat der Körpergröße ergibt näherungsweise die Körperoberfläche.

So hat z.B. eine 1,65 m große Frau mit einem Gewicht von 60 kg einen BMI von 22.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) klassifiziert anhand des BMI Sollwerte für Normalgewicht und Gewichtsstörungen bei Erwachsenen.

Unsere Frau mit einem BMI von 22 hat also laut Tabelle Normalgewicht:

Finden Sie Ihren persönlicher BMI-Wert heraus

Der BMI-Rechner ermöglicht es Menschen, einen Wert für Ihr Idealgewicht im Bezug auf Ihr Gewicht und ihre Körpergröße zu ermitteln. Die Berechnungen sind altersunabhängig und gleich für beide Geschlechter. Allerdings kann und muss der errechnete Wert für beide Geschlechter und für unterschiedliche Altersgruppen anders interpretiert werden.

Berechnung Body Mass Index (BMI)


in KG

in cm

Jahre

(c) www.BMI-Rechner.net | www.bmi-rechner.net

Klassifikation
  • Untergewicht: BMI < 18,5
  • Schweres Untergewicht: BMI < 16,0
  • Moderates Untergewicht: BMI 16,0 - 16,99
  • Leichtes Untergewicht: BMI 17,0 - 18,49

  • Normalgewicht: BMI 18,5 - 24,99

  • Übergewicht: BMI > 25,0
  • Adipositas (behandlungsbedürftiges Übergewicht): BMI > 30,0

Der BMI ist nur ein grober Richtwert, denn es wird nicht berücksichtigt, ob ein erhöhter Muskel- oder Fettanteil vorliegt, wie sich das Fett am Körper verteilt, ob jemand männlich oder weiblich ist oder welches Alter jemand hat. Für Kinder gibt es deshalb spezielle Tabellen mit Wachstumskurven, um den BMI korrekt zu interpretieren. Für Amputierte, denen ein oder mehrere Gliedmaßen fehlen, stehen erweiterte Berechnungsmethoden zur Verfügung. Leistungssportler, Bodybuilder und Schwangere können ihr Normalgewicht nicht nach dem BMI errechnen.

Wenn der Fettanteil im Körper über das normale Maß steigt, so steigt auch das Gesundheitsrisiko. Adipositas (Fettleibigkeit, schweres Übergewicht), jedoch auch Untergewicht sind Risikofaktoren für viele Krankheiten. Nicht nur der reine Fettanteil, auch eine ungünstige Fettverteilung kann ein Risikofaktor sein. Normalgewichtige können durch falsche Essgewohnheiten oder Essstörungen wie Bulimie an Mangelernährung, Stoffwechselstörungen und Folgekrankheiten leiden. Darüber sagt der BMI gar nichts aus.

Andere bekannte Skalen sind der Broca-Index (wird zur Klassifizierung von Magersucht verwendet) und der Taille-Hüft-Umfang. Letzterer unterscheidet, wie sich das Fettgewebe verteilt. Bauchfett ist anders zusammengesetzt als Fett an Gesäß und Hüften und birgt ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Um einen schnellen Überblick zu bekommen ob Ihr Gewicht zu Ihrer Körpergröße passt, können Sie die folgende Grafik benutzen.

 

Gewichtsstörungen mit BMI-Angaben im Überblick:

  • Ein BMI unter 18.5 zeigt Untergewicht an. Bei einem BMI < 17 besteht starkes Untergewicht und Handlungsbedarf. Gewichtszunahme hilft, Stoffwechselstörungen zu vermeiden. Eine Essstörung wie Magersucht kann vorliegen.
  • Ein BMI zwischen 18.5 und 25 definiert Normalgewicht. Auch der Normalgewichtige sollte auf gesunde Ernährung Wert legen, die dem Körper alle benötigten Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe zuführt.
  • Ein BMI zwischen 25 und 30 zeigt Übergewicht auf. Jetzt ist es an der Zeit, verstärkt auf gesunde Ernährung und körperliches Training zu achten, um einer Fettleibigkeit, die der Gesundheit schaden kann, vorzubeugen und etwas Gewicht zu reduzieren.
  • Ein BMI über 30 definiert Adipositas (starkes Übergewicht, Fettleibigkeit). Zuviel Fettgewebe und zu hohe Cholesterinwerte schaden dem Organismus und führen zu Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz/Kreislaufkrankheiten, Gefäßverkalkungen, Krebserkrankungen u.a. Gezieltes Abnehmen durch Diäten, Bewegung und Änderung des Essverhaltens helfen Normalgewicht zu erreichen.
Wann zum Arzt (oder Ernährungsberatung)?
  • Wenn der BMI über 30 beträgt und man eine Gewichtsreduktion allein nicht schafft, sollte man nicht zögern, sich ärztlichen Rat zu holen.
  • Eltern mit Kindern, die schon im Kindergarten- oder Schulalter übergewichtig sind, sollten sich Rat holen, denn für Kinder im Wachstum ist Normalgewicht und gesunde Ernährung besonders wichtig.
  • Junge Erwachsene (besonders Mädchen) deren BMI unter 17 beträgt, die nicht zunehmen wollen, die sich trotzdem zu dick fühlen und immer wieder bis an die körperliche Grenze trainieren oder Abführmittel einnehmen, um Gewicht zu verlieren sollten motiviert werden zum Arzt zu gehen, da eine Magersucht bestehen kann.
  • Bei ungewolltem Gewichtsverlust mit zusätzlichen Symptomen wie Nachtschweiß und Appetitverlust sollte man den Arzt aufsuchen, um eine mögliche schwere Krankheit auszuschließen.

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