Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Anzeige

Das Stillen: Hilfreiches aus der Natur

Anzeige
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 11.03.2016

Milchbildung, wunde Brustwarzen und Abstillen

Schon immer ist Frauenmilch die beste Milch für den Säugling, da sie die optimalen Nährstoffe und zudem Immunglobuline (Eiweiße für die Abwehrkraft des Säuglings) enthält. Heute empfiehlt man wieder das Anlegen des Säuglings in der ersten Lebensstunde und ein ausschließliches Ernähren mit Muttermilch bis zum sechsten Lebensmonat. Doch Stillen will gelernt sein mit der richtigen Stilltechnik. Nicht immer ist Stillen möglich, wenn die Mutter eine schwerwiegende Infektion hat oder Medikamente einnehmen muss. Für die Unterstützung der Milchbildung, bei wunden Brustwarzen und auch zum Abstillen gibt es hilfreiche Kräuterrezepte.

Heilpflanzen zur Unterstützung der Milchbildung

Die richtige Balance für die Milchbildung ist hier gefragt. Ein Überkonsum von Milchbildungstees ist auch nicht richtig, denn das kann zum Milchstau führen.

Milchbildungstee
Bei Milchmangel und zur Anregung der Milchbildung empfehlen Hebammen einen Milchbildungstee. Hier können unter anderem die Brennnessel, Kümmel und Fenchel hilfreich sein. 
Rezept
 

Benötigte Zutaten für: Lindenblütentee

20 g Brennnesselblätter, 10 g Kümmelfrüchte, 20 g Fenchelfrüchte, 10 g Dillfrüchte, 10 g Anisfrüchte

So geht's

 

Die Früchte sollten angestoßen werden, damit sich ihre Wirkung voll entfalten kann. 1 Teelöffel der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 - 15 Minuten ziehen lassen, die Früchte abgießen und bis zu 5 Tassen täglich davon trinken.

 

Milchbildungsöl

Ein Milchbildungsöl, das in den ersten Tagen nach der Geburt angewandt werden kann:

Von dieser Mischung 2-3 Tropfen vor dem Stillen sanft von außen nach innen in die Brust (nicht in die Brustwarze) einmassieren.

Wunde Brustwarzen

Meist sind wunde, schmerzende Brustwarzen durch die falsche Stilltechnik verursacht. Selten kommt es zu einer Entzündung der Brust mit Bakterien (Mastitis puerpuralis). Diese muss allerdings mit Antibiotika und Abstillen behandelt werden. Bei rechtzeitigem Erkennen und steriler Entzündung (ohne Bakterien) helfen Kohlblätterwickel: Weißkohlblätter aus kontrolliert biologischem Anbau anquetschen und direkt auf die Brust legen, mit einer Binde fixieren und nach Bedarf 1-12 Stunden einwirken lassen.

Wunde Brustwarzen kann man gut mit Johannisöl versorgen, das sehr sanft einmassiert wird. Ferner eigenen sich Hamamelisblätter und –rinde-Extrakt und Eichenrinde-Extrakt für Einreibungen als Salben oder Cremes erhältlich, oder für Umschläge.

Abstillen/Milchstau

Bei einem Milchstau z.B. aufgrund einer steriler Brustentzündung hilft:

1 Tasse Tee aus Pfefferminzblättern und Salbeiblättern um der überschießenden Milchproduktion gegenzusteuern.

Zum normalen Abstillen nach 8-24 Monaten Stillzeit sind meist keine unterstützenden Maßnahmen nötig. Muss die Mutter jedoch kurzfristig abstillen, so kann dies mithilfe pflanzlicher Wirkstoffe geschehen.

Milchhemmende Teemischung

1 Teelöffel der Mischung mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und bis zu 5 Tassen täglich davon trinken.

Das könnte Sie auch interessieren:

Unsere Gesellschaft zeigt ein zunehmendes Bewusstsein und Verantwortung für die Erhaltung unserer Natur. Der Verbraucher wünscht sich saubere, reine und natürliche Inhaltsstoffe, keine weiteren Belastungen...

Bei Krankheiten und Verletzungen helfen und heilen – diese Bemühungen sind so alt wie die Menschheit. Basis und Hilfsmittel waren dabei seit jeher Pflanzen und...