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Bewährte Heilpflanzen rund um Schwangerschaft und Geburt

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Geschrieben von 2012-03-23
Zuletzt aktualisiert am 2016-03-1111.03.2016

Heilpflanzen in der Geburtsmedizin

Der Umgang mit Schwangerschaft und Geburt hat sich in den letzten zwei Jahrhunderten gewandelt. Lange lag das Wissen um Schwangerschaft und Geburtshilfe in den Händen sogenannter Wehemütter und Hebammen. Heilkräuterkunde zur Geburtserleichterung, zur Anregung der Wehentätigkeit und zur Förderung der Milchbildung war seit der Antike traditioneller Wissensschatz der Hebammen. Andere Möglichkeiten den Geburtsvorgang zu beeinflussen gab es lange Zeit nicht. Mütter- und Kindersterblichkeit im Mittelalter waren sehr hoch, auch weil man sich die Hygiene bei Hausgeburten wenig Gedanken machte. Im 18. Jahrhundert entstanden erste Entbindungskliniken in Europa. Seitdem wurde die Geburt eine Domäne der modernen Medizin. Ihr unterlagen die Benutzung von Geburtszangen, Verabreichung von Arznei- und Schmerzmitteln und die Schaffung hygienischer Umstände. 

Rückbesinnung zur Natur in der Geburtsmedizin

Durch moderne medizinische Errungenschaften ist die Kräutermedizin in allen Bereichen der Medizin in den Hintergrund gedrängt worden. In den letzten Jahrzehnten besinnen sich jedoch viele Frauen auf die natürliche Geburt und die Hausgeburt zurück. Nicht nur Schwangere und Mütter, auch Geburtsmediziner selber sind zurückhaltend geworden mit dem Einsatz schulmedizinischer Arzneimittel. Denn diese bergen viele Risiken für das im Mutterleib heranwachsende Baby. Daher sind Heilkräuter in diesem Kontext eine gute und bewährte Alternative.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden Heilpflanzen auf Basis der Analyse von Pflanzeninhaltsstoffen ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich untersucht. Leider gibt es bislang kaum Studien zur Wirksamkeit von Pflanzen in der Geburtsmedizin. Denn Forschung an Schwangeren oder Kindern ist ethisch schwer vertretbar. Deshalb ist die rationale Phytotherapie hier äußerst zurückhaltend in ihren Empfehlungen.

Nach wie vor greift man in der Pflanzenheilkunde daher auf Erfahrungswerte Volksheilkunde und dem jahrhundertealten Wissensschatz der Hebammen zurück. Auch die traditionellen Gesundheitssysteme Asiens wie der in Indien beheimatete Ayurveda oder die traditionelle chinesische Medizin (TCM) empfehlen Kräutermischungen während Schwangerschaft und Geburt. 

Wie Kräutertees und Sitzbäder die Schwangerschaft begleiten können

Besonders beliebt und bewährt während der Schwangerschaft ist der Kräutertee, da er niedrig dosiert ist und eine sanfte Wirkung entfaltet. Man nimmt einen gehäuften Teelöffel der Teemischung oder der getrockneten Heilpflanzenbestandteile (Blätter, Blüten, Kraut, Wurzeln, Frucht, die man in der Apotheke erhält) übergießt sie mit 150 ml kochendem Wasser und lässt sie 15 Minuten ziehen.

Für Sitzbäder und Spülungen werden ebenfalls Teeabkochungen hergestellt, dafür nimmt man 2 Esslöffel Kräutermischung auf 200 ml kochendes Wasser und lässt sie 15 Minuten ziehen. Ferner bekommt man Fertigpräparate in Form von Tabletten, Dragees oder Frischpflanzenpresssäften in der Apotheke. Auch ätherische Öle zur Aromatherapie sind eine wirksame Anwendungsform.

Die Phytotherapie ist immer eine ergänzende Maßnahme während der normalen oder der regelwidrigen Schwangerschaft und Geburt. Sie ersetzt keine Schwangerschaftsbetreuung, Kontrolluntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse oder geburtshilflichen Maßnahmen. Sie kann jedoch die Frau und ihr Baby in Gesundheit und Vitalität unterstützen, um eine möglichst natürliche Geburt und Stillzeit zu erleben.

Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten von Heilkräutern in der Schwangerschaft finden Sie auf den folgenden Seiten.

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