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Hinweise zur Ernte von Heilpflanzen

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Geschrieben von 2012-05-02
Zuletzt aktualisiert am 2018-05-0707.05.2018
Fotolia_© Osterland

Auf Bauernhöfen, die Heilpflanzen in großen Mengen anbauen, werden meistens Erntemaschinen eingesetzt. Das sind häufig Erntemaschinen / Traktoren mit bestimmten Aufbaugeräten, die vor allem eine Zeitersparnis bei der Ernte darstellen. Das Pflücken von Hand z.B. bei Blüten ist mühsam und sehr zeitaufwendig. Um ein Kilo Kamillenblüten mit der Hand zu pflücken, braucht man 8 bis 12 Stunden!

Für den privaten Gebrauch in der Familie reicht es meist nur kleine Mengen zu pflücken. Von den sieben Wildpflanzen, die in diesem Ratgeber zur Ernte vorgeschlagen werden, sollen nur von zweien, die im Übrigen reichlich vorkommen, auch die Wurzeln verwendet werden (Brennnessel und Löwenzahn).

Hier noch mal zur Wiederholung. Oberirdische Pflanzenteile sind: Blüten, Früchte, Samen, Stängel und Blätter. Unterirdische sind: Wurzeln, evtl. Wurzelstock. Generell gilt: wenn von einer Pflanze beispielsweise nur das Blatt gebraucht wird, wird das ganze Kraut abgeschnitten. Die Blätter werden nachfolgend mit der Hand vom Stängel abgestreift.

Hier die ersten Schritte:

Identifizieren Sie die Pflanze nach der Bestimmungsvorlage oder mit einem Bestimmungsbuch. Achten Sie dabei nicht nur auf die Blüte, sondern auch auf die Blätter, Stängel und bei der Kamille auf den Geruch.

Beschriften Sie ein Etikett mit dem Pflanzennamen und ziehen Sie einen Bindfaden durch das Etikett.

Fassen Sie die Wildpflanze oberhalb der Schnittstelle an. Das Schneidegerät wird unterhalb dieser Schnittstelle angelegt. Vorsicht! Das Schneidegerät immer vom Körper weg halten!

Binden Sie das Etikett mit dem Namen um das Kraut (die geernteten Pflanzenteile als Ganzes) ohne, dass es wegrutschen kann oder der Stängel eingeschnürt wird.

Bei Wurzeln: Graben Sie die Wurzel mit einer Schaufel aus, schlagen Sie die überschüssige Erde ab und füllen Sie das Loch wieder auf.

Legen Sie das Kraut oder die Wurzel in eine saubere Papiertüte oder einen Tragekorb (evtl. mit einer Unterlage wie Küchenrolle Zellstoff).

 

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