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Weihnachtsgewürze mit himmlischer Heilwirkung

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Geschrieben von 2014-12-08
Zuletzt aktualisiert am 2017-11-3030.11.2017

Gewürze wie Zimt, Nelken oder Kardamom sind traditionelle Verfeinerer von Weihnachtsrezepten – und blicken auf eine lange Tradition zurück. Bereits in der Antike wurden sie über die Weltmeere verschifft, als edle Güter gehandelt und genießen nicht nur wegen ihrer Würze, sondern auch dank ihrer heilenden Wirkungen seit jeher besondere Wertschätzung. Ätherische Öle und andere wertvolle Inhaltsstoffe bereichern unsere Weihnachtsgerichte also nicht nur im Geschmack. Wir stellen vor: sieben tolle Gewürze mit heilenden Kräften.

Weihnachten ohne Zimt ist wie Ostern ohne Eier

Zimt, das wahrscheinlich beliebteste Adventsgewürz, betört sowohl durch seinen unverkennbaren Geruch als auch seinen intensiven Geschmack. Ceylonzimt aus Sri Lanka besitzt gegenüber chinesischem Zimt ein sehr viel feineres Aroma und wird bereits seit Jahrhunderten als besonders wertvolles Gewürz gehandelt. Seine ätherischen Öle mit Zimtaldehyd und Eugenol, außerdem Phenolcarbonsäure und Gerbstoffe wirken hemmend auf Bakterien und Pilze, verdauungsfördernd, können den Blutzucker senken und helfen außerdem bei Appetitlosigkeit und krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden. Unser Tipp: Jeder verbindet Zimt in der Weihnachtszeit mit Zimtsternen, Linzer Torte, Glühwein oder auch Bratäpfeln. Aber auch deftigen Fleischgerichten und Eintöpfen verleihen Zimtstangen eine besondere Note!

Anis in der Erkältungssalbe

Was den wenigsten bewusst ist: Sternanis und Anis sind Früchte zweiter unterschiedlicher Pflanzen. Die rotbraunen Sternanisfrüchte kommen aus Vietnam, Anisfrüchte gehören zur Gattung der Pimpinella und stammen aus dem östlichen Mittelmeerraum. Als Gewürz wird Sternanis erst seit 500 Jahren verwendet und vor allem in der chinesischen Küche beliebt. Als Heilmittel haben beide Anis-Varianten eine sehr viel längere Tradition: Das in ihnen enthaltene ätherische Öl Ethanol wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt aus, mindert Völlegefühl und Blähungen, eignet sich aber auch ideal als Schleimlöser bei Husten und Bronchitis. Anis ist die perfekte Heilpflanze zur Weihnachtszeit – ob als leckeres Gewürz im Weihnachtsgebäck, nach schwerem Essen als „Verdauerli“ im Ouzo oder als Brustsalbe bei Erkältungen.

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Kardamom: Wertvolle Kapseln aus Indien

Kardamom zählt seit jeher zu den teureren Gewürzen und Heilmitteln, da die grünen Kapseln aus Südindien von Hand geerntet werden. Glühwein, Lebkuchen und Weihnachtsplätzchen kommen kaum ohne Kardamom aus. Doch auch vegetarische Gerichte verleiht er eine frische Note. Die kleinen schwarzen Samen der Kardamomkapseln sollten nach Möglichkeit frisch verarbeitet werden. Sie enthalten ätherisches Öl mit Cineol und alpha-Terpineol, das den Gallenfluss anregen kann und eine leicht virushemmende Wirkung aufweist. Deshalb ist Kardamom besonders geeignet bei Magenbeschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Einen DocJones-Rezepttipp mit Kardamom finden Sie in unserem Weihnachtsgewürze-Ratgeber!

Gewürznelken bei Zahnschmerzen und im Rotkraut

Die Herkunft der Gewürznelke war lange ein gut gehütetes Geheimnis. Spätestens als ein gewisses Archipel im Osten Indonesiens den Namen „Gewürzinseln“ erhielt, war die Sache aber klar und die Verbreitung der Nelken nahm ihren Lauf. Das darin enthaltene ätherische Öl Eugenol, Flavonoide und Phenolcarbonsäuren wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd im Mund- und Rachenraum. Wer unter Zahnschmerzen oder den Schmerzen einer Wurzelbehandlung leidet, kann durch das Kauen einer Nelke Abhilfe schaffen, da diese die betroffenen Stellen leicht betäubt und somit die Schmerzen lindert. Bei weihnachtlichen Rezepten wie Rotkohl oder Plätzchen sorgt das Gewürz für einen angenehmen und unabkömmlichen Geschmack.

Kein Kipferl ohne Vanille

Das feine Aroma und ihr blumiger Geruch machen die Vanille zu einem der beliebtesten Gewürze in der Weihnachtsbäckerei. Die Vanille wurde während der Kolonialisierung Mittel- und Südamerikas entdeckt und entstammt einer Orchidee, die von der Melipona-Biene befruchtet wird. Aber bereits im Aztekenreich wurde ihr Aroma zur Verfeinerung von Schokolade eingesetzt. Heute darf es in Vanillekipferln, im Eis oder Pudding nicht fehlen! In der traditionellen Naturheilkunde half die Vanille bei Nervenleiden und Schlafstörungen. Die moderne Aromatherapie greift auf das aromatische Duftöl der Pflanze zurück, um Stimmungsschwankungen zu lindern. 

Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer

Die unterschiedlichen Farben von Pfefferkörnern hängen mit dem Reifezustand der Früchte zusammen und sind ausschlaggebend für den unterschiedlichen Geschmack der roten, grünen, weißen oder schwarzen Körner. Wir Europäer mögen den schwarzen Pfeffer am liebsten, der wie seine Artgenossen die Verdauungssäfte anregt. Unser Geheimtipp: Probieren Sie doch einmal langen schwarzen Pfeffer. Mit seiner süßen Schärfe macht er Lebkuchen und anderes Weihnachtsgebäck zum Hochgenuss!

Der Teufel unter den Gewürzen

Teuflisch scharf, aber mit himmlischer Heilwirkung: Die Chilischote ist zwar kein klassisches Weihnachtsgewürz, gewinnt aber in der Welt der Süßspeisen immer mehr an Beliebtheit. Ob in der Schokolade, im Eis oder sogar im Tee – Chili geht immer. Im Körper sorgt er für wohlige Wärme, greift man auf Salben oder Cremes mit Chili-Extrakten zurück, profitiert man von seiner durchblutungsfördernden, schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung. Wer also vom vielen Geschenkeschleppen über Verspannungen im Nacken oder Schulterbereich klagt, findet im Chili einen natürlichen Helfer. Reichern Sie doch zu Weihnachten die Vanillekipferln mal mit etwas Chili an! 

Auf die Qualität kommt es an

Wer von der medizinischen Wirkung der Gewürze profitieren möchte, sollte beim Kauf von Gewürzen vor allem auf die Qualität, den Hersteller und das Verfallsdatum der Produkte achten. Gewürze, Gewürzöle und Fertigarzneimittel aus Gewürzextrakten sind auch in der Apotheke erhältlich. Außerdem sollten die Gewürze möglichst trocken, kühl und dunkel gelagert werden, damit sich die ätherischen Öle nicht zu schnell zersetzen.

 
Noch mehr heilsame Weihnachtsgewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel oder Safran finden Sie in unserem großen Ratgeber über Traditionsreiche Arzneipflanzen aus Orient und Okzident.