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Chinesische Naturheilmittel bei Depressionen

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Geschrieben von 2014-06-16
Zuletzt aktualisiert am 2017-06-3030.06.2017

Depressionen werden in der Regel mit Medikamenten behandelt, die mitunter starke Nebenwirkungen aufweisen. Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet eine Alternative. Dort kennt man die Depression als „Yu-Syndrom“, das mit einem sanften und effektiven Kräutermix therapiert wird.

In Deutschland erkrankt in etwa jeder Fünfte im Laufe seines Lebens an einer Depression. Interessanterweise sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Warum einige Menschen erkranken und andere nicht, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ärzte gehen von einer Mischung aus biologischen und psychischen Faktoren aus. Dazu zählen zum Beispiel Veränderungen der Gehirnstruktur, des Hormongleichgewichts sowie traumatische oder belastende Erlebnisse. Daneben können auch Krankheiten eine Depression auslösen. Belegt ist das für Schilddrüsenunterfunktion, Demenz und Morbus Parkinson.

Hormonmangel im Gehirn

Alle Auslöser führen zu einem Mangel an Neurotransmittern im Gehirn. Serotonin, Noradrenalin und Dopamin spielen hier eine Hauptrolle und werden nicht mehr ausreichend produziert. Folge sind die typischen Symptome: Depressive Menschen leiden unter gedrückter Stimmung, Interessenverlust und Antriebsverminderung. Sie verlieren die Freude am Leben und haben ein stark reduziertes Selbstwertgefühl. Zusätzlich können Konzentration und Schlaf beeinträchtigt sein.

Antidepressiva mit Nebenwirkungen

Um aus dem tiefen Loch der Depression wieder herauszukommen, wird in aller Regel eine Psychotherapie mit antidepressiven Medikamenten kombiniert. Die Nebenwirkungen der Arzneimittel schrecken jedoch viele Betroffene ab. Sie können zu Gewichtszunahme, Libidoverlust, Durchfällen, Erbrechen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen führen.

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TCM: Leberstörung als Ursache der Depression

Eine sanftere Alternative könnte die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sein. In Deutschland wurde sie in den letzten Jahren immer beliebter, nach aktuellen Zahlen werden jährlich bis zu zwei Millionen Menschen mithilfe der TCM behandelt, jeder fünfte Arzt wendet sie regelmäßig an. In China kennt man die Depression als „Yu-Syndrom“. Es zeichnet sich durch eine anhaltende Melancholie aus und entsteht durch eine Störung verschiedener Organe. Insbesondere die Leber wird nach traditioneller Auffassung durch depressive Gedanken, Ärger, Verbitterung, Trauer und Hang zum Grübeln derart geschädigt, dass sie komplett versagen kann. Dies drückt sich in einer Stagnation des Leber-Qi aus, was es zu behandeln gilt.

Sanfte Behandlung mit Heilpflanzen-Mix

Das klassische Rezepturarzneimittel hierfür ist „Chaihu Shu Gan San“ (CSS), eine Mixtur aus sieben verschiedenen Heilpflanzen: Hasenohrwurzel, Weiße Pfingstrosenwurzel, Bitterorange, Süßholzwurzel, Mandarinenschale, Zyperngraswurzel und Szechuan-Liebstöckelwurzel. In Studien konnte bereits ein positiver Effekt bei depressiven Tieren nachgewiesen werden. Dabei setzen die Naturheilmittel an verschiedenen Punkten an. Zum einen beeinflussen sie die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, stimulieren die Bildung des Hungerhormons Ghrelin und verstärken die Darmkontraktionen. Zudem enthält die Mixtur den Wirkstoff Saikosaponin, der die Produktion von Serotonin, Noradrenalin, Dopamin fördert und damit die Ursache der Depression direkt bekämpft. Auch konventionelle Medikamente setzen hier an. Doch Saikosaponin hat den Vorteil, dass es keine unerwünschten Nebenwirkungen hat. Die Behandlung mit CSS ist denkbar einfach: 35 Gramm getrocknete Heilpflanzen oder 7 Gramm Granulat werden zweimal täglich vor oder nach dem Essen eingenommen, und das über 30 Tage. Reicht das nicht aus, kann die Therapie bis zu dreimal wiederholt werden.

Quellen:
  • Chenying Li. Aktueller Stellenwert pflanzlicher Präparate der Traditionellen Chinesischen Medizin in der Behandlung der Depression. Z Phytother 2014; 35(02): 88-89. DOI: 10.1055/s-0034-1371724
  • Bandelow et al. Kurzlehrbuch Psychiatrie. Steinkopff Verlag (2008)
 

 

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