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Sommerzeit, Wespenzeit - so halten Sie die Stachelflügler auf Distanz

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Geschrieben von Joscha Kollascheck , Redakteur/Social Media Manager
Zuletzt aktualisiert am 13.08.2017

Das Picknick im Grünen, das kühle Blonde im Biergarten – unser Freizeitprogramm könnte dieser Tage so viel schöner sein, lauerten sie uns nicht ständig und überall auf: Die kleinen, schwarz-gelb gestreiften Plagegeister. Seit Anfang August ist Wespenhochsaison, denn die Völker der Insekten haben inzwischen ihre maximale Größe erreicht und es in Heerscharen auf unsere Süßspeisen und Kaltgetränke abgesehen. Aber so aufdringlich sich die Tiere auch gebärden mögen, das beste Rezept lautet: Ruhe bewahren – und vorbeugen. Wir haben einige praktische Tipps und Hausmittel für Sie zusammengestellt.

 

Eine friedliche Koexistenz ist möglich

Bei vielen Menschen rufen Wespen heftige Abwehrreaktionen hervor, es gilt aber: Die meisten Exemplare sind nicht grundsätzlich aggressiv, sondern bloß hungrig. Gedeckte Kuchentafeln sind für sie ein gefundenes Fressen, da sich die Stachelflügler mit Vorliebe von dem Zucker süßer Speisen und Softdrinks ernähren. Die naheliegende Strategie ist daher: Decken Sie Lebensmittel und Gläser ab und lassen Sie sich von den nahrungssuchenden Tieren nicht verunsichern. Finden sie nämlich nichts zu essen, fliegen die Wespen einfach weiter. Außerdem sollte darauf geachtet werden, Kindern nach dem Eisgenuss den Mund abzuwischen, damit sich kein neugieriges Insekt darauf niederlässt und ein kleines Drama heraufbeschwört.

 

Wespen fahren ihren Stachel aus, sobald sie sich bedroht fühlen. Ja, die Tiere sind Nervensägen. Üben Sie sich dennoch darin, ruhig zu bleiben und die Insekten nicht mit heftigen Bewegungen zu alarmieren. Auch Pusten ist eine schlechte Idee, da sie auf das Kohlendioxid der Atemluft reagieren und zustechen. Sitzen Sie gemeinsam mit einem Allergiker am Tisch, kann das durchaus ernste Folgen haben. Der Königsweg ist es, die Gegenwart der Tiere als natürliches Hintergrundrauschen zu akzeptieren – schließlich ist es auch ihre Welt.

 

Reife Früchte halten Wespen fern

Der beste Tipp ist die Ablenkfütterung: Platzieren Sie einen Teller mit überreifen Weintrauben einige Meter abseits des gedeckten Tisches – Wespen sind ganz wild auf die Früchte und lassen Sie und Ihre Tafelrunde bestenfalls in Frieden. Unverdünnte Marmelade oder reiner Honig eignen sich aber nicht dafür – sondern machen die Tiere aggressiv. Auch von Wespenfallen mit süßem Saft oder Bier sollten Sie absehen. Nicht nur sterben die Tiere darin einen qualvollen Tod, sie sind auch nicht besonders effektiv: Höchstens alte Wespen lassen sich damit aus dem Luftverkehr ziehen.

 

Alternativ können Sie sich die Geruchsempfindlichkeit der Insekten zunutze machen und ein Schälchen Kaffeepulver mithilfe eines Streichholzes entzünden. Der Kaffeerauch wirkt zwar wahre Wunder, entwickelt aber ein recht intensives Aroma, das auch manche Menschennase als unangenehm empfinden wird. Die Schälchen also am besten mit einigem Abstand aufstellen.

 

Hilfreiches aus der Pflanzenapotheke

Auch die Natur können wir uns zunutze machen, um den ausklingenden Sommer wenigstens ein bisschen wespenärmer zu gestalten – und natürlich gibt’s auch wirksame Heilpflanzen zur Behandlung schmerzhafter Stiche. Lavendel beispielsweise ist nicht bloß dekorativ, sein Duft vertreibt auch ungebetene Gäste wie Mücken und Wespen. Knoblauch oder Zitronen in Kombination mit Gewürznelken sind auch einen Versuch wert.

 

Autsch! Manchmal ist alle Wespenprophylaxe aber dann doch nicht genug. Für den Ernstfall hält Mutter Natur zum Glück einiges bereit, um Insektenstichen nachhaltig den Stachel zu ziehen und akute Beschwerden zu lindern. Besonders gut eignen sich Gewürznelkenöl, Arnikablüten, Spitzwegerich und Ballonrebenkraut – wie diese wirken und angewendet werden, können Sie hier nachlesen.