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Lehrstuhl zur Erforschung von Heilpflanzen in Frankfurt neu besetzt.

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 02.05.2017

Prof. Robert Fürst ist der neue Chef am Institut für pharmazeutische Biologie in Frankfurt. Der Nachfolger des deutschlandweit bekannten Prof. Theo Dingermann möchte die Forschung auf dem Gebiet der Phytotherapie vorantreiben.

Pflanzliche Arzneimittel wie Arnika, Baldrian, Weißdorn und Melisse entfalten ihre heilende Wirkung auf den Körper durch das Zusammenspiel unzähliger Substanzen, die in den Extrakten der Heilkräuter enthalten sind. Die wohltuende Wirkung von Arnika-Salbe bei Prellungen und Zerrungen wird beispielsweise den in den Blüten entdeckten Sequiterpenlactonen mit ihren Hauptkomponenten Helenalin und Dihydrohelenalin zugeschrieben. Die Heilkraft vieler Pflanzen ist jedoch nur traditionell überliefert und stützt sich nicht auf moderne Studien.

Forschung auf dem Gebiet der Gefäßzellen

Hier möchte Prof. Robert Fürst ansetzen, der am 1. November 2012 die Nachfolge von Prof. Theo Dingermann am Institut für Pharmazeutische Biologie in Frankfurt angetreten hat. In seiner bisherigen Laufbahn studierte der 37-jährige Nachwuchsforscher Physik und Pharmazie und arbeitete bis zu seiner Professur an der LMU München. Dabei legte er den Fokus auf die Erforschung von Endothelzellen. Diese Zellen kleiden die Blutgefäße von innen aus und übernehmen wichtige Aufgaben im Organismus. In einer Studie konnte er zeigen, dass Weißdorn, bekannt für seine positive Wirkung bei Herzschwäche, die Gefäßzellen vor Durchlässigkeit schützt und somit das Austreten von Wasser in den Körper reduziert. Diesem Thema wird er sich unter anderem auch an seinem neuen Arbeitsplatz in Frankfurt widmen und erforschen, welche weiteren Naturheilmittel eine Wirkung auf das Endothel haben.

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Neubesetzung unterstützt durch Arzneimittelhersteller

Unterstützt wird die Professur von Robert Fürst durch das Pharmaunternehmen „Dr. Willmar Schwabe“, einem Produzenten pflanzlicher Arzneimittel. Die Firma hat sich durch viele auf dem Markt erhältliche Produkte bereits einen Namen gemacht und die Hilfe wird vom Vizepräsidenten der Goethe-Universität Frankfurt sehr gerne angenommen. Dennoch sollte das Institut für pharmazeutische Biologie seine Unabhängigkeit bewahren, indem es der Finanzierung durch die Pharmaindustrie enge Grenzen setzt.

Quellen:
  • http://www.muk.uni-frankfurt.de/44162451/269 Link