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Sanfte Alternativen bei Fieber: Diese Heilpflanzen helfen Ihrem Kind

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Geschrieben von Katharina Haller , Medizinstudentin an der Universität Rostock
Zuletzt aktualisiert am 01.09.2017

Die Körpertemperatur pendelt normalerweise um 37° Celsius. Hat sich Ihr Kind eine schwere Erkältung eingefangen und zeigt typische Fiebersymptome wie blasse Haut, Schüttelfrost oder eine „glühende“ Stirn, ist das nicht immer ein Grund zu Sorge. Hat der Körper nämlich mit Viren oder Bakterien zu kämpfen, steigert er aktiv die Temperatur, um den Eindringlingen Herr zu werden. Dabei senkt er zum einen die Abgabe von Wärme über die Haut, sie wird kalt und blass. Zum anderen steigert er die Produktion der Wärme, indem er uns vorgaukelt wir würden frieren und die Muskeln anfangen zu zittern – der Schüttelfrost hat uns erwischt. Wenn das Fieberthermometer rektal (im Po) über 38°Celsius anzeigt, spricht man von Fieber und ab 40° Celsius bei Kindern von hohem Fieber. Bei Neugeborenen liegt die Grenze für Fieber mit 37,8° Celsius sogar noch etwas niedriger.

Fiebersenkung zur Vorbeugung

Fieber ist eine wichtige Körperfunktion zur Krankheitsbekämpfung und sollte auf keinen Fall prinzipiell mit fiebersenkenden Mitteln bekämpft werden. Außerdem ist ein durch Medikamente gesenktes Fieber kein Zeichen, dass es dem Kind besser geht – es werden lediglich die Symptome unterdrückt. Manchmal wird dann zu früh wieder herumgetobt, statt sich zu schonen. Ist das Kind anfällig für Fieberkrämpfe, kann es dennoch Sinn machen, die Temperatur zu senken. Eine künstliche Fiebersenkung kann jedoch eine zusätzliche Belastung für den kindlichen Organismus bedeuten, außerdem ist beim Einsatz synthetischer Präparate teilweise mit Nebenwirkungen zu rechnen. Aus diesen Gründen sind sanfte Arzneimittel auf Pflanzenbasis hier eine gute Alternative, um einem Fieberkrampf vorzubeugen.

Sanftes Fiebersenken mit Naturheilmitteln

Ein Tee zur Fiebersenkung besteht meist aus Weidenrinde, Mädesüßblüten und Pfefferminze. Weidenrinde und Mädesüß enthalten Vorstufen von Salicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin. Salicylsäure hemmt die Bildung von Entzündungsstoffen im Körper, die für die Entstehung von Fieber ursächlich sind. Der Vorteil pflanzlicher Präparate ist, dass die Salicylsäure erst nach der Magenpassage entsteht – damit sind die magenschädlichen Wirkungen wie bei synthetischen Formen nicht zu erwarten. Die Pfefferminzblätter enthalten Menthol, das durch Aktivierung von Kälterezeptoren kühlend wirkt. Auch Linden- und Holunderblüten sind in Fiebertees häufig zu finden: Sie fördern die Schweißbildung und helfen damit, den Körper etwas abzukühlen.

Was kann ich sonst noch tun?

In der Phase des Fieberanstiegs benötigt der Körper viel Wärme, am besten macht man dem Kind Wärmflaschen und deckt es mit einer dicken Decke zu. Wenn das Fieber wieder abnimmt, versucht der Körper, die Wärme wieder abzugeben – diesen Prozess kann man unterstützen: warme Decken wegnehmen, für eine kühle Raumtemperatur sorgen und Waschungen oder als altbewährtes Hausmittel Wadenwickel durchführen. Dazu taucht man Handtücher in Wasser (am besten 5 bis 10° Celsius unter der Körpertemperatur), wringt sie aus und umwickelt damit beide Waden. Durch das verdunstende Wasser wird dem Körper dabei Wärme entzogen. Da fiebernde Kinder häufig wenig Hunger verspüren und oft das Trinken vernachlässigen, ist es wichtig, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Durch Schwitzen geht viel Flüssigkeit verloren und bei zusätzlichem Verlust steigt das Fieber weiter an.

Wann ist Vorsicht geboten?

Normalerweise ist Fieber relativ harmlos und lässt sich zuhause gut auskurieren. Bei einigen Anzeichen sollten Eltern jedoch aufmerken und einen Besuch beim Kinder- und Jugendarzt in Erwägung ziehen. Bedenklich ist vor allem, wenn das Kind auf Ansprechen weniger reagiert, anhaltend abwesend und müde wirkt oder hohes Fieber länger als drei Tage anhält – auch wenn der Arzt bereits Antibiotika verordnet hat und das Fieber trotzdem nicht abfällt. Bei Säuglingen, vor allem vor dem 3. Lebensmonat, ist bei Fieber generell ein Arztbesuch anzuraten.

Noch mehr Tipps und Hausmittel gegen Kinderkrankheiten finden Sie übrigens in unserem Ratgeber Phytotherapie bei Kindern.

Quellen: