Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Naturheilkunde in der Schwangerschaft

Anzeige
Geschrieben von 2014-02-24
Zuletzt aktualisiert am 2017-03-0404.03.2017

Viele Medikamente sind während der Schwangerschaft tabu. Natürliche Heilstoffe stellen hier eine Alternative dar. Besonders wirksam und verträglich sind Ingwer, Cranberrys, Knoblauch, Himbeerblätter und Johanniskraut.

Die Schwangerschaft stellt für den Körper der Frau eine Extremsituation dar, schließlich muss er für zwei Menschen sorgen und optimale Bedingungen für die Entwicklung des Kindes bieten. Daher reagiert der er auch sehr sensibel auf alles, was Frau zu sich nimmt. Gleiches gilt für Medikamente. Viele Arzneistoffe, die normalerweise kein Problem darstellen, sind in der Schwangerschaft verboten, da sie die Entwicklung des Kindes gefährden können. Natürliche Behandlungsverfahren sind hier eine gesunde Alternative. Der Vorteil von naturheilkundlicher Medizin ist die gute Verträglichkeit bei allenfalls geringfügigen Nebenwirkungen und einem großen Behandlungsspektrum.

Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Zu Beginn einer Schwangerschaft haben Frauen oft mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Hier punktet Ingwer mit seiner beruhigenden Wirkung auf das Verdauungssystem. Bei Schwangeren wurden allenfalls leichte Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Sodbrennen und sehr selten allergische Reaktionen beobachtet. Die Heilpflanze kann klassisch als Tee zubereitet werden, zusätzlich gibt es Ingwerkapseln. Bei Beschwerden empfiehlt sich die Einnahme von circa 500 Milligramm Ingwerwurzelstock alle vier Stunden, was der handelsüblichen Dosis von zwei Kapseln entspricht. Am Tag sollte man jedoch fünf Gramm nicht übersteigen.

Cranberrys gegen Harnwegsinfekte

Cranberrys sind vielen Frauen für ihre (nachgewiesene) Wirkung gegen Harnwegsinfekte bekannt. Die Inhaltsstoffe der Beeren hindern Bakterien daran, sich an den Harnleitern anzuheften und eine Infektion auszulösen. Auch Schwangere profitieren davon. So zeigte eine Studie, dass Frauen, die ab der 16. Schwangerschaftswoche regelmäßig 80 bis 240 Milligramm Cranberrys in einer speziellen Formulierung einnahmen, weniger Harnwegsinfekte erlitten. Einige Frauen klagten dabei jedoch über Magen-Darmbeschwerden.

Anzeige

Knoblauch senkt die Blutfette

Eine rundum gesunde Schwangerschaft setzt auch gute Blutwerte voraus. Hier spielt Knoblauch seine Trümpfe aus. Untersuchungen haben bestätigt, dass sich die Blutfette und die Konzentration von gutem und schlechten Cholesterin bei regelmäßigem Knoblauchgenuss verbesserten. Sogar der Blutdruck wird positiv beeinflusst. Zugegeben, eine Knoblauchtherapie nicht Jedermanns Sache. Viele Frauen bemängelten den unangenehmen Geruch, einige Schwangere beklagten sich zudem über leichte Übelkeit.

Himbeerblätter verkürzen die Geburt

Zum Ende der Schwangerschaft lohnt sich die Behandlung mit Himbeerblättern. Ziel ist eine sanftere Geburt durch weniger Blutungen und die Verkürzung von Wehen. Auch hier konnte im Rahmen einer Studie dokumentiert werden, dass bei Schwangeren die Geburtsdauer und Anzahl der Zangengeburten nachweislich verringert wurden, wenn sie ab der 32. Woche täglich Tabletten mit 2,4 Gramm Himbeerblätterextrakt einnahmen.

Dezentere Kaiserschnittnarben mit Johanniskraut

Viele Frauen möchten sich die Strapazen einer natürlichen Geburt ersparen und bringen ihr Kind per Kaiserschnitt zu Welt. Zurück bleibt eine lange Narbe am Unterbauch. Um die Wundheilung zu beschleunigen und die Narbe möglichst klein zu halten, lohnt sich hier die Behandlung mit Johannisöl. Eine Studie mit einer entsprechenden Salbe, die sich Frauen nach dem Kaiserschnitt zehn Tage lang auf die Narbe auftrugen, zeigt vielversprechende Ergebnisse. Wundheilung und Narbenbildung wurde verbessert. Weiterhin hatten die Frauen 40 Tage nach dem Kaiserschnitt weniger mit Schmerzen und Juckreiz zu kämpfen.

Noch mehr Infos zu Heilpflanzen in der Schwangerschaft finden Sie in unserem Ratgeber "Bewährte Heilpflanzen rund um Schwangerschaft und Geburt".

Quellen:
  • Nieber K, Kraft K. Phytotherapie in der Schwangerschaft Zeitschrift für Phytotherapie 2013; 34: 266–267