Anzeige
Anzeige
Anzeige

Krampfadern: Kastanien tun’s auch!

Anzeige
Geschrieben von 2013-05-27
Zuletzt aktualisiert am 2017-05-2727.05.2017
Fotolia ©AndreB

Eine neue Studie belegt, dass Rosskastaniensamen sehr gut gegen Krampfadern wirken. Die Erkenntnis ist zwar nicht neu, jedoch erlangt das Naturheilmittel durch diese Studie weiter Bedeutung in der Behandlung des unschönen Venenleidens.

Mit steigenden Temperaturen holen die ersten Sonnenanbeter ihre kurzen Hosen und Miniröcke aus den Schränken. Doch viele Menschen scheuen sich vor zu knapper Bedeckung an den Beinen, da sie an unliebsamen Krampfadern leiden. Die dicken, geschlängelten Adern entstehen, wenn sich das Blut durch die Schwerkraft in die Beinvenen zurückstaut und nicht mehr nach oben gepumpt werden kann. Im gesunden Zustand sorgen normalerweise aktivierte Beinmuskeln, auch Muskelpumpe genannt, und Venenklappen für einen Transport des Blutes nach oben. Dieser Ablauf kann durch verschiedene Krankheiten gestört sein. Einerseits können die Venen im Laufe des Lebens ausleiern. Davon sind insbesondere dicke und viel stehende Menschen betroffen. Andererseits können auch bestimmte Krankheiten zu Krampfadern führen. Hier seien vor allem die klassische Beinthrombose und die Rechtsherzschwäche genannt.

Kompressionstrümpfe nicht immer angenehm

Krampfadern, medizinisch auch Varizen genannt, sehen nicht nur unschön aus, sie können auch gefährlich werden. Werden sie nicht behandelt, entstehen schmerzhafte Schwellungen mit Juckreiz. Im Extremfall können sich ekzemartige Hautveränderungen bis hin zu nicht mehr heilenden Wunden, dem sogenannten offenen Bein, bilden. Die Therapie ist dabei eigentlich ganz einfach: Viel bewegen und eine sogenannte Kompressionsbehandlung. Während sich ersteres noch gut umsetzen lässt, stellt das tägliche Tragen von Kompressionsstrümpfen für viele ein Problem dar, dass sich im Sommer durch die steigenden Temperaturen noch verschärft. Um sich dennoch nicht gleich unters Messer zu legen, empfiehlt sich die Behandlung mit Rosskastaniensamen. Dieses Naturheilmittel fördert den venösen Rückfluss, indem es die Venenwände stabilisiert und Schwellungen abbaut. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten bereits zeigen, dass die in den Samen enthaltenen Saponine für die Wirkung verantwortlich sind. Aus ihnen wird das Extrakt Aescin hergestellt.

Anzeige

Rosskastaniensamen ähnlich gut wirksam

In einer neu veröffentlichten Studie verglichen Wissenschaftler eine Reihe von Untersuchungen zur Wirkung der Rosskastanie und fassten die Ergebnisse zusammen. Sie konnten bestätigen, dass die Behandlung mit Rosskastaniensamen bei Krampfadern nicht auf dem Placebo-Effekt beruht. In sechs Studien mit über 500 Teilnehmern führte die Einnahme des Extrakts zu einer Verringerung des Beinumfangs. Der oft quälende Juckreiz und begleitende Beinschmerzen besserten sich ebenfalls. Eine weitere Studie konnte sogar zeigen, dass die Extrakte der Rosskastaniensamen ähnlich gut wirken wie die Behandlung mit Kompressionsstrümpfen. Dabei konnten die Forscher allenfalls leichte Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden durch die Einnahme des Extrakts feststellen.

Die Wissenschaftler kommen nach der Auswertung der Studien zu dem Schluss, dass die Therapie von Krampfadern mit Rosskastaniensamen eine effiziente und sichere Methode ist, wenngleich sie nicht für zu lange Zeit angewendet werden sollte. Denn nach Auffassung der Experten sind noch weitere Studien notwendig, um die Wirksamkeit und Überlegenheit der Behandlung mit Rosskastanien gegenüber anderen Therapieformen besser zu belegen.

Quellen:
  • Pittler MH, Ernst E. Horse chestnut seed extract for chronic venous insufficiency. Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 11. Art. No.: CD003230
  • Wiesenauer et al. PhytoPraxis. Springer Verlag (2008)
   Passend zum Thema: