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Heuschnupfen: Linderung durch die Kraft der Pflanzen

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2017

Hatschi! Endlich wirds frühlingshaft: Mildere Temperaturen, reichlich Sonnenschein und die ersten Knospen zeigen sich an den Bäumen. Wer jetzt mit Triefnase und tränenden Augen kämpft, hat sich vielleicht mit dem Ausklingen der kalten Jahreszeit nicht etwa bloß eine Erkältung eingefangen, sondern wird bereits vom Heuschnupfen geplagt – die Pollensaison ist nämlich längst in vollem Gange. Was tun gegen lästige Niesattacken? Neben dem Griff in die Hausapotheke lassen sich die Symptome von Heuschnupfen mit einigen einfachen Alltagstricks lindern. Auch Mutter Natur hält für Allergiker so manches Heilmittel bereit.

Im April fliegt die Birke

Ob ein Schnupfen oder eine Pollenallergie vorliegt, lässt sich übrigens ganz einfach klären: Jucken die Augen oder die Nase, hat in der Regel der Heuschnupfen zugeschlagen. Schon seit Januar sind die Frühblüher Hasel und Erle aktiv, die nächste hochallergene Pollenschleuder ist dann die Birke: Ab Ende März treibt ihr Blütenstaub durch die Luft. Die Birke zählt zu den aggressivsten Frühblühern, Birkenpollenallergiker sollten aber trotzdem gewappnet sein. Spätestens im Mai schließt sich dann die Zeit der Gräserpollen an, im Sommer folgen die Kräuterpollen. Die schlimmste Zeit für Heuschnupfler reicht vom April bis in den Juni hinein, wenn das Austreiben vieler Bäume mit dem Blühen der Gräser zusammenfällt und Myriaden der winzigen Flugkörper durch die Lüfte schweben.

 

Doch was genau passiert eigentlich im Körper der Menschen, die von „Rhinitis allergica“ betroffen sind? Immerhin sind dies hierzulande mittlerweile knapp 16 Prozent der Bevölkerung. Tendenz steigend. Auslöser einer allergischen Reaktion sind die sogenannten Allergene. Dazu können Hausstaub, verschiedene Lebensmittel, Tierhaare gehören – und natürlich Blütenpollen. Allergiker haben ein überempfindliches Immunsystem: Beim Kontakt mit den eigentlich harmlosen Pollen schlägt der Körper Alarm und schüttet verstärkt den Botenstoff Histamin aus. Die Folge sind die typischen Allergiesymptome wie geschwollene, juckende Schleimhäute und brennende Augen.

Antihistaminika oder doch Immuntherapie? 

Wen der Heuschnupfen erwischt hat, der findet schnelle Hilfe gegen die Symptome in den zahlreichen antiallergischen Medikamenten auf dem Markt. Entsprechende Augentropfen, Nasensprays oder Tabletten gibt es meist rezeptfrei in der Apotheke. Dabei handelt es sich in der Regel um sogenannte Antihistaminika: Arzneistoffe, die die Ausschüttung des Histamin bremsen und eine rasche Linderung der Beschwerden bewirken können. Diese Medikamente eignen sich auch zur Daueranwendung über die Pollensaison. Auch kortisonhaltige Nasensprays können helfen. Nachhaltige Besserung verspricht allerdings nur die Immuntherapie. Hierbei wird das Immunsystem gezielt an das verantwortliche Allergen „gewöhnt“. Allergologen raten gebeutelten Schnupfnasen, möglichst frühzeitig damit zu starten – am besten schon einige Wochen vor der Saison.

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Honigwaben, Augentrost und ätherische Öle: Heuschnupfen natürlich lindern

Ein einfacher und natürlicher Weg, auf ähnliche Weise auf das Immunsystem einzuwirken, ist übrigens das Kauen einer Honigwabe: Honig enthält naturgemäß oft allergieauslösende Pollen –  Waben und Frühjahrshonig bekommt man beim Imker aus der Region. Die tägliche Anwendung kann das Immunsystem tatsächlich langfristig desensibilisieren und Heuschnupfensymptome lindern. Gegen akutes Augenbrennen hilft Euphrasia. Die Pflanze ist auch als Augentrost bekannt, was ja schon einiges über ihre Wirkung verrät. Produkte mit dem Wirkstoff bekommt man ganz einfach rezeptfrei in der Apotheke, zum Beispiel als Augensalbe oder in Form von Tropfen. Jüngeren Studien zufolge soll auch die Pestwurz Heuschnupfensymptome lindern können. Die Pflanze soll geschwollene Schleimhäute schneller zum Abklingen bringen können als andere Heuschnupfen-Medikamente. Bislang ist der entsprechende Pestwurz-Extrakt aber noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich.

 

Auch ohne Medikamente endlich wieder frei durchatmen. Das lässt sich, zumindest kurzfristig, auch durch die Inhalation von ätherischen Ölen erreichen. Dill- oder Fenchelöl können verstopfte Nasen befreien und die Bronchien entlasten. Auch Schwarzkümmelöl könnte helfen: Diesem wird vor allem in der medizinischen Kultur des Orients traditionell eine antiallergische Wirkung zugesprochen. Gesichert ist dagegen der Effekt von Meersalz: Eine Nasenspülung mit Salzwasser, am besten mit einer Pipette aus der Apotheke in die Nase geträufelt, reinigt die Schleimhäute. Wer Meersalz-Nasensprays gebraucht, braucht sich auch keine Gedanken über den Gewöhnungseffekt herkömmlicher Sprays zu machen.

Besser vorbeugen: Genaue Prognosen mit smarten Pollen-Apps 

Eine gute Informationsquelle im Internet findet sich auf den Seiten des Deutschen Polleninformationsdienstes (PID), der eine zuverlässige Vorhersage der regionalen Pollenbelastung anbietet. Denn die beste Möglichkeit Heuschnupfensymptome zu lindern, ist noch immer die frühzeitige Vorsorge. Ein Allergologe kann genau bestimmen, auf welche Pollenarten der Körper reagiert. Wer weiß, welcher Pollentyp seinen Heuschnupfen verursacht, kann den unsichtbaren Störenfrieden gezielter aus dem Weg gehen. Smartphone-Besitzer rufen ihren digitalen Pollenflugkalender und aktuelle Verbreitungsprognosen übrigens ganz bequem von unterwegs ab. Verschiedene Pollen-Apps sind kostenlos für die gängigen mobilen Endgeräte erhältlich und können Allergikern in Abhängigkeit von Wohnsitz und Krankheitsbild eine ganz persönliche Vorhersage treffen.

Was es sonst noch zum Thema Heuschnupfen zu wissen gibt, steht hier!