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Herbstzeit ist Teezeit: Drei tolle Kräutertee-Rezepte für Körper und Seele

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Geschrieben von Susanne C. Waschke , Heilpraktikerin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2017

Der Herbst ist die Jahreszeit, die uns so langsam auf den Winter vorbereitet. Gerade im Monat November merkt man die Umstellung besonders. Die Tage werden kürzer, kälter und leider auch dunkler. Die Erkältungszeit beginnt. Aber bei vielen macht sich durch den Nebel und das düstere Wetter zusätzlich etwas Traurigkeit breit.

Mit den richtigen Kräuterteesorten stärken Sie das Immunsystem und bringen etwas Licht in diese düstere Zeit. Hier kommen unsere Kräutertees für triste, kalte Herbsttage.

  • Johanniskraut: bringt Licht in die dunkle Zeit
  • Rosenwurz: ist stimmungsaufhellend, macht gelassener
  • Zistrose: stärkt die Abwehr, hilft auch akut

Johanniskraut – der Lichtbringer für die düsteren Tage

Wenn Sie das Johanniskraut kennen, dann wissen Sie, wovon die Rede ist. Diese Pflanze verfügt über eine sonnengelbe Blütenpracht – ihr strahlendes Gelb bringt etwas Licht ins Leben. So wird das Johanniskraut schon seit vielen Jahren als Stimmungsaufheller gesehen und so auch angewandt. Bei leichten Depressionen werden Tabletten verordnet, die den Trockenextrakt von Johanniskraut enthalten.

Wer an den düsteren und tristen Herbsttagen schlecht gelaunt ist, kann sich mit ein bis zwei Tassen Johanniskrauttee am Tag etwas Gutes tun. Dafür besorgen Sie sich in der Apotheke oder einem guten Kräuterhaus getrocknete Blüten und Blätter dieses Krauts.

Rezept: Herbsttee mit Johanniskraut

Einen gehäuften Esslöffel Johanniskraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen und dann nach sieben bis acht Minuten abseihen. Hilfreich ist, wenn Sie den Tee mehrere Wochen lang trinken. Jedoch muss nach maximal sechs Wochen eine Pause eingelegt werden.

Beachten Sie: Jedes Heilkraut ist eine Arzneidroge und sollte deshalb niemals länger als sechs Wochen ohne Unterbrechung konsumiert werden. Danach könnte die erwünschte Wirkung ins Gegenteil umschlagen.

Wann Sie Johanniskrauttee nicht trinken sollten

Menschen, die gerade eine Chemotherapie machen, Medikamente gegen AIDS, Immunsuppressiva oder die Pille einnehmen, dürfen Johanniskrauttee nicht trinken. Bei der Einnahme von Medikamenten wie Lipidsenkern, Digitalispräparaten und bestimmten Mitteln gegen Asthma und Herzrhythmusstörungen sollte vor Gebrauch der Arzt befragt werden.

Im Sommer ist Johanniskraut nicht zu empfehlen, da das Kraut die Haut lichtempfindlich macht. Jedoch im Herbst, wenn die Tage eher grau sind und die Sonne fehlt, ist der richtige Zeitpunkt für eine Kur mit Johanniskrauttee.

Rosenwurz – Natürlicher Schutz vor Stress

Rosenwurz ist mittlerweile in aller Munde. Sie kommt aus Osteuropa und wird dort schon viel länger als bei uns als Heilpflanze angewandt. Ihr Wurzelstock ist bekannt für ihre konzentrationsfördernde und die steigernde Wirkung auf die geistige Leistungsfähigkeit. Er hilft aber auch dabei, besser mit Stress umzugehen und trägt noch dazu eine stimmungsaufhellende Komponente in sich. Deshalb passt sie besonders gut in den Herbst. Viele Menschen können sich nur recht schwer an die Dunkelheit gewöhnen. Die Rosenwurz hilft ihnen dabei, gelassener zu sein. Um die Wirkung noch zu unterstützen, können Sie die Wurzel gerne auch mit Johanniskraut vermischen.

Rezept: Herbsttee mit Rosenwurz

1 TL Rosenwurz oder 1TL der Mischung aus Rosenwurz und Johanniskraut (zu gleichen Teilen) wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser aufgebrüht. Das Ganze sollte dann circa 7 Minuten ziehen. Wem der Tee zu stark ist, kann ihn gerne schon nach ein paar Minuten abseihen oder einfach nur die Menge einer sogenannten „Dreifingergabe“ (die Menge an Kraut, die mit drei Fingern aufgenommen werden kann) verwenden – das wirkt ebenso gut. Von dem Tee sind zwei bis drei Tassen am Tag zu empfehlen – über einen Zeitraum von maximal 6 Wochen hinweg.

In der Regel ist Rosenwurz gut verträglich. Allergische Reaktionen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

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Die Zistrose (Cistus incanus) – Rosenkraft fürs Immunsystem

Die Zistrose ist ein ganz besonderes Heilmittel. In südlichen Ländern war sie schon in der Antike bekannt. Bei uns beschäftigt man sich erst in den letzten Jahren mit dieser „Wunderpflanze“. So wurde sie sogar 2009 in einer Studie in der Charité in Berlin bei Patienten, die eine Erkältung hatten angewandt. Bekannt ist, dass sie immunsteigernd wirkt und sich vor allem bei viralen Infekten sehr bewährt hat. Die darin enthaltenen Polyphenole können sich um Viren anlagern und somit ein Eindringen verhindern. Sie wirkt aber auch antibakteriell, hilft bei Pilzinfektionen und ist somit ein probates Mittel in der Prävention, aber auch bei bereits bestehenden Erkältungskrankheiten.

Wer im Herbst etwas für sein Immunsystem tun und dieses stärken möchte, tut gut daran, regelmäßig Zistrosentee zu trinken.

Rezept: Herbsttee mit Zistrose

1 TL Zistrosenkraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und circa 5 Minuten ziehen lassen. Nach Geschmack mit etwas Honig süßen. Von dem Tee trinken Sie am besten dreimal täglich eine Tasse, über einen Zeitraum von 6 Wochen. Möchten Sie damit noch weitermachen, muss erst eine Pause von zwei Wochen erfolgen.

Auch wer Halsschmerzen hat, dem kann das Gurgeln mit Zistrosentee helfen. Dafür wird der Tee etwas kräftiger angesetzt. Für eine große Tasse werden 2 TL Kraut verwendet.

Zistrose in Lutschtabletten

Lutschtabletten, die Cistus incanus enthalten sind zur Prävention in der Erkältungszeit, aber auch dann zu empfehlen, wenn die Erkältung bereits zugeschlagen hat. Zur Abwehr lassen Sie am besten zwei bis dreimal täglich eine Lutschtablette im Mund zergehen. Von der Zistrose sind keine Nebenwirkungen bekannt.