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Natürliche Hilfe bei Insektenstichen – die vier wirksamsten Heilpflanzen

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Geschrieben von Katharina Haller , Medizinstudentin an der Universität Rostock
Zuletzt aktualisiert am 04.08.2017

Sommer für Sommer sind sie allgegenwärtig: Lästige Insekten. Ob Stechmücken im Campingurlaub oder die eigentlich harmlosen Bienchen auf der Liegewiese des Schwimmbads, die summenden Quälgeister sind überall und trotz aller Schutzmaßnahmen – Stiche lassen sich nicht vermeiden. Als typische Abwehrreaktion des Körpers auf das fremde Eiweiß, das bei jedem Stich in die Haut injiziert wird, zeigen sich Schwellung, Rötung und Juckreiz. Die normale körperliche Antwort auf einen Insektenstich juckt also ein wenig – ist aber absolut harmlos.

Bei einem kleinen Teil der Bevölkerung ist diese Abwehrreaktion allerdings sehr viel stärker ausgeprägt – dieser leidet an einer Allergie gegen das Insektengift, vor allem jenes der Bienen. Die Folge ist, dass die Stiche stärker anschwellen, was vor allem im Hals-Rachen-Raum lebensbedrohlich sein kann. Bei 0,8 - 5% der Betroffenen ist die Reaktion sogar so stark ausgeprägt, dass sie auf den ganzen Körper übergreift. Bei ihnen stellen sich Übelkeit ein, Kopfschmerzen und Atemnot, was schließlich bis zum Kreislaufversagen führen kann. Wer über seine Allergie Bescheid weiß, sollte schon bei den ersten Anzeichen nicht zögern, einen Notruf abzusetzen.

Erste Hilfe bei Insektenstichen

Bei Stichen von Bienen, Hummeln, Wespen und ihren Artverwandten empfiehlt es sich, zuallererst den Stachel z.B. mit einer Pinzette zu entfernen, um die weitere Absonderung von Gift zu verhindern. Danach kann man mit Eiswürfeln und Kühlpacks die betroffene Stelle zu kühlen, um die Reaktion des Körpers abzuschwächen.

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Diese Pflanzen können helfen

Glücklicherweise hält auch die Natur einige verlässliche Mittelchen bereit, um Hautflügler-Angriffen nachhaltig den Stachel zu ziehen – Die DocJones-Top4 bei Insektenstichen:

  1. Gewürznelkenöl
    Die Gewürznelke ist die Pflanze der ersten Wahl zur Therapie von Insektenstichen. Ihr Öl wirkt abschwellend, antientzündlich und schmerzlindernd. Außerdem hat es noch einen nützlichen Nebeneffekt: es wirkt als Repellent gegen lästige Moskitos und Fliegen. Einfach 1 – 2 Tropfen Nelkenöl auf Armen, Füßen und im Gesicht verteilen und fliegende Plagegeister bleiben auf Abstand.
  2. Arnikablüten
    Die leuchtend gelben Blüten der unter Naturschutz stehenden Arnika sind reich an Helanin – einem Wirkstoff, der entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Arnika-Präparate erhalten Sie in der Apotheke. Zum Beispiel eine Fertigtinktur, die unverdünnt auf die Einstichstelle getupft wird. Für größere Flächen empfiehlt sich entweder Arnikagel oder Umschläge aus verdünnter (1 : 4) Tinktur, da sonst Hautentzündungen und Bläschen auftreten können.
  3. Spitzwegerich-Umschläge
    Der Spitzwegerich ist häufig am Wegesrand zu finden und vor allem als Hustenmittel bekannt. Der Saft seiner Blätter entfaltet aber auch auf Insektenstiche seine antientzündliche und juckreizstillende Wirkung. Es empfiehlt sich, frische Spitzwegerichblätter mit kochendem Wasser ziehen zu lassen und abgekühlt als feuchte Umschläge zu verwenden.
  4. Ballonrebenkraut
    Die normalerweise in tropischen und subtropischen Gebieten beheimatete krautige Kletterpflanze wirkt antientzündlich, da sie den Spiegel der Arachidonsäure senkt. Dieser Effekt lässt sich nicht nur bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis anwenden, sondern lindert auch unangenehmen Juckreiz bei Insektenstichen.
Quellen:
  • Thieme - Duale Reihe Dermatologie
  • Elsevier - Leitfaden Phytotherapie (2007)
  • Mind-Maps Phytotherapie