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Heilende Kräuter auf dem eigenen Balkon ziehen: So geht's!

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Geschrieben von 2015-03-02
Zuletzt aktualisiert am 2017-03-0202.03.2017
© martiapunts - Fotolia.com

Sehnsüchtig erwarten wir die frostfreien Monate, um mit der Bepflanzung von Balkon und Garten beginnen zu können. Doch erste Schritte können bereits im März getan werden, da sich ein heller Standort in der Wohnung bestens für die Heranzucht von Kräutern eignet – bis die Sprösslinge schließlich im Frühjahr auf den Balkon umgesiedelt werden. Hier sollten Kriterien, angefangen bei der Auswahl der Pflanzen bis hin zu Standort und Pflege der jeweiligen Kräuter und natürlich die Balkongröße und Ausrichtung, beachtet werden. Schließlich sollen die Kräuter auf dem Balkon nicht nur schmecken und ihre heilende Wirkung entfalten, sondern auch prächtig gedeihen!

 

Sonnenliebende Kräuter und ihre Gesundheitswirkung

Zu den sonnenliebenden Kräutern gehören unter anderem Rosmarin, Thymian, Salbei oder Dill. Allesamt fühlen sich besonders wohl, wenn sie sparsam gegossen werden und darauf geachtet wird, dass im Topf keine Staunässe entsteht. Diese hat mit ein wenig Sand oder feinem Kies in der Blumenerde keine Chance. Zusätzlich sollten die Gefäße über ein Drainageloch verfügen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Dafür das Loch einfach mit Kieselsteinen oder Tonscherben verdecken, so kann abfließendes Pflanzensubstrat das Loch nicht verstopfen. 

 

Eine Ausnahme bildet allerdings der Dill: Er braucht eine regelmäßige Bewässerung und gerade an besonders warmen Tagen entsprechend mehr Wasser.

 

Rosmarin hilft bei Magenbeschwerden

Rosmarinblätter und Rosmarinöl werden innerlich bei Bauchschmerzen und Magen-Darmbeschwerden eingesetzt, vor allem bei Verdauungsproblemen, die sich durch Blähungen äußern können. Äußerlich angewendet hilft Rosmarin nachweislich gegen rheumatische Beschwerden wie Muskelschmerzen und gegen Kreislaufprobleme, die mit einem zu niedrigem Blutdruck verbunden sind.

 

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So wirksam sind Thymian und Salbei

Die ätherischen Öle von Thymian lösen festsitzenden Schleim in den Bronchien und helfen effektiv bei hartnäckigem Reizhusten. Ähnlich beliebt und wirkungsvoll wie Thymian ist Salbei. Aus ihm kochen wir einen leckeren Tee, der mit seinen antibakteriellen Effekten bei allerhand Beschwerden hilft. Er verhindert zum Beispiel übermäßiges Schwitzen, lindert Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Bei Halsschmerzen lohnt sich mehrmaliges Gurgeln. Dadurch wird der Rachenraum desinfiziert und Bakterien haben schlechte Karten, sich zu vermehren.

 

Dill – das Gurkengewürz mit heilende Wirkung

Dill schmeckt nicht nur im Gurkensalat, sondern wirkt sich auch positiv auf die unteren Bauchorgane aus. Als Sitzbad lindert Dill bei manchen Frauen Regelbeschwerden, ein Tee aus Dillsamen hingegen vertreibt Magenprobleme und Blähungen. Ein Dilltee kann besonders gut bei Kleinkindern angewandt werden, die häufig mit Bauchschmerzen zu kämpfen haben.

 

Kräuter für den Halbschatten und ihre gesundheitliche Wirkung

Petersilie, Kresse, Schnittlauch, Majoran oder Oregano wissen die Sonne zwar sehr zu schätzen, begnügen sich aber auch durchaus mit halbschattigen und windgeschützten Plätzchen. Wie ihre sonnendurstigen Kollegen leiden auch Petersilie und Co. unter übertriebener Bewässerung und verzichten gerne auf Staunässe. Schnittlauch freut sich außerdem über einen lehmigen Untergrund. Majoran und Oregano sind sogenannte Lichtkeimer. Das heißt, dass die Samen nur auf die Erde gegeben und leicht angedrückt werden. 

 

Die Vitamin C-Bombe Petersilie 

In der grünen Würze steckt eine Menge Vitamin C, wodurch sie belebend wirkt, das Immunsystem stärkt und Frühjahrsmüdigkeit vertreibt. Aufgrund ihrer harntreibenden Eigenschaft kann Petersilie auch bei Blasenentzündung helfen, da die verantwortlichen Bakterien leichter ausgespült werden. Hinweis: Schwangere Frauen verzehren Petersilie besser nur in Maßen. Als kontraktionsförderndes Kraut könnte es, in hohen Dosen verzehrt, eine Fehlgeburt begünstigen. 

 

Mit Kresse und Schnittlauch gegen Fett und Cholesterin

Heißhungerattacken kann auf natürliche Weise vorgebeugt werden, indem man täglich eine Handvoll Kresse zu sich nimmt, beispielsweise in Salat oder Suppen. Das pfeffrige Gewürz enthält das Spurenelement Chrom, welches das Sättigungsgefühl steuert und deshalb appetitzügelnd wirkt. 
Schnittlauch regt die Fettverbrennung an, ist reich an Mineralstoffen und wirkt entschlackend. Die scharfen Stängel enthalten jede Menge Vitamine und sind ein potentes Hausmittel gegen Völlegefühl. 

 

Feinste Würzen: Majoran und Oregano

Majoran wird vorwiegend in der Küche als Würzmittel für deftige Speisen verwendet, aber das Kraut kann noch mehr: Es hilft in Form von Tee bei Erkältungen, äußerlich angewandt kann es Kopfschmerzen lindern und die Hautheilung fördern. Babys hilft es in der traditionellen Majoran-Salbe bei Blähungen und Schnupfen.

Oregano besitzt eine antibiotische Wirkung und stärkt das Immunsystem. Das enthaltene ätherische Öl in einer Duftlampe verbreitet nicht nur einen angenehmen Duft, sondern sorgt auch für perfekte Entspannung. 

Wer einen Garten hat, der kann sich eine Kräuterspirale anlegen. Dafür gilt: Sonnenhungrige Kräuter erhalten höher gelegene Plätze, feuchtigkeitsliebende Kräuter bevorzugen dagegen bodennahe Stellen, die an kleinen Wasserbecken angrenzen.