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Hausmittel bei Schnupfen und Erkältung: Unsere liebsten Kräutertees

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 21.09.2017

Kräutertees - wohltuend und wirksam

Frisch aufgebrühter Kräutertee ist eine wunderbare Sache und kann die lästigen Symptome einer Erkältung effektiv und schnell lindern, vorausgesetzt man hat die richtigen Zutaten parat. Ein medizinischer Kräutertee ist ein Aufguss aus einer geschnittenen, meist getrockneten, seltener frisch geernteten Droge – damit ist der wirksame Bestandteil einer Pflanze gemeint. Wir zeigen Ihnen, welche Heilkräuter sich am besten eignen und was es beim Teekochen zu beachten gibt, damit sich die Inhaltsstoffe der Pflanzen entfalten können.

Warum Kräutertee so vielseitig ist

Während einer akuten Erkältung ist der Kräutertee als innerlich angewandtes Hausmittel kaum zu ersetzen. Je nachdem welche pflanzlichen Wirkstoffe zusammen in die Tasse oder die Teekanne kommen, wirkt er schweißtreibend, fiebersenkend, schleimlösend, beruhigt die gereizten Schleimhäute von Hals und Rachen und wirkt ausgleichend auf Geist und Seele. Ein heißer Tee tut einfach immer gut. Trinktemperaturen über 60° C gilt es zu vermeiden, denn dies schädigt die Schleimhäute. Während einer akuten Erkältung sollte man auf kalte Getränke verzichten.

Wie mache ich einen Kräutertee?

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Teebeutel-Kräutermischungen aus dem Supermarkt sind zu fein geschnitten oder gar gezuckert. Wichtige Inhaltsstoffe wie die ätherischen Öle von Thymian, Salbei & Co. sind bei diesen Produkten in der Regel längst verflogen, mit einer optimalen Wirksamkeit der fertigen Tees ist kaum zu rechnen. Besser man tritt gleich den Gang zur Apotheke an und besorgt sich dort geschnittene Kräuterdrogen aus kontrolliertem Anbau. Hier wurde auf Sammelort oder Anbau, Zeitpunkt und Art des Sammelns/Erntens, Weiterverarbeitung, Lagerung und Haltbarkeit und auf die richtigen Bestandteile (z.B. Kamillenblüten ohne Stängel) geachtet.

Die Kräuter gibt man in eine Tasse oder eine Kanne und übergießt sie mit kochendem Wasser. Den Tee lässt man so 10 bis 15 Minuten ziehen, die Pflanzenteile sollten frei in der abgedeckten Tasse ziehen können unter gelegentlichem Umrühren.

So geht's:

Als Grundregel der Dosierung gilt: 1 Teil Pflanzendroge ergibt 10 Teile Infusion. So nimmt man 1 Esslöffel (15ml) auf 1 Tasse kochendes Wasser (150-200 ml). 1 Teelöffel sind etwa 5 ml.

Erkältungsteemischungen variieren je nach Symptomen bei
Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit.
 

Kamillentee

Eines darf zur Erkältungszeit in der Hausapotheke auf keinen Fall fehlen: Die Kamille. Ihre hervorragende Wirksamkeit bei Erkältungskrankheiten verdankt sie vor allem den ätherischen Ölen ihrer Blüten. Als Tee genossen, hilft sie gereizten Atemwegen. Kamillenblütentee eignet sich außerdem zur Dampfinhalation und (erkaltet) als Gurgellösung. Wichtig: Kaufen Sie die Teedroge (getrocknete Kamillenblüten) in der Apotheke.

Benötigte Zutaten für: Kamillentee

  • 3 TL getrocknete Kamillenblüten aus der Apotheke (je Tasse)

So geht's

Überbrühen Sie die Kamillenblüten mit einer Tasse (150 ml) heißen Wassers und lassen sie zugedeckt 10 Minuten ziehen. Die Blütenanschließend absieben.

Warnhinweis

Trinken Sie täglich nicht mehr als vier Tassen.

Schüttelfrosttee
Bakterielle Infektionen den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und auch die Regulierung seiner Temperatur stören – es kommt zu Schüttelfrost. Jetzt hilft alles, das heiß ist und anregend wirkt. Zum Beispiel Rosmarin und Ingwer.

Benötigte Zutaten für: Schüttelfrosttee

  • 1 EL Rosmarin
  • 1 Kapsel Kardamom
  • 1 kleine Zimtstange
  • 3 Gewürznelken
  • 1 TL geriebener Ingwer

So geht's

Zutaten vermengen und in einer Schüssel mörsern. Mit kochendem Wasser übergießen und 20 bis 30 Minuten ziehen lassen, absieben. Nach Belieben mit Honig nachsüßen, täglich bis zu drei Tassen trinken.

Holunderblütentee
Bei Brummschädel, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und anderen akuten Erkältungssymptomen kann das Ausschwitzen der Viren und Erreger oft den Krankheitsverlauf beschleunigen. Holunderblüten sind dank ihrer schweißtreibenden Wirkung zu diesem Zwecke bestens geeignet.

Benötigte Zutaten für: Holunderblütentee

  • 2 TL getrocknete Holunderblüten aus der Apotheke (je Tasse)

So geht's

Übergießen Sie 2 TL Holunderblüten mit 1 Tasse kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa eine Viertelstunde ziehen. 3- bis 5-mal täglich möglichst heiß trinken.

Hinweis

Noch wirksamer ist der Tee in Kombination mit Schwitzanwendungen.

Fenchel-Sirup
Als echtes Multitalent hat der Fenchel nicht nur in der Kochkultur seinen festen Platz, auch die moderne Pflanzenheilkunde weiß um seine inneren Werte. Zum Beispiel um seine Heilwirkung bei Schnupfen, Husten und Bronchitis. Ein Fenchel-Sirup ist schnell hergestellt und wirkt schleimlösend, reinigend auf die Atemwege und bekämpft zuverlässig Keime.

Benötigte Zutaten für: Fenchel-Sirup

  • 2 EL Fenchelfrüchte (Fenchelsamen)
  • 200 g Rohrzucker

So geht's

Zerstoßene Fenchelsamen mit Rohrzucker und 200 ml Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. Durch ein feines Sieb abseihen, wieder in den Topf geben und eine halbe Stunde zu Sirup einkochen. Über den Tag verteilt bis zu viermal 1 TL einnehmen.

Hinweis

Kühl gelagert bleibt der Sirup bis zu drei Monate frisch.