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Grüner Tee schützt vor Krebs im Verdauungssystem

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 02.04.2017

Einige sehen ihn schon als neue Natur-Wunderwaffe in der Medizin, andere wollen die Wirkung erst einmal bewiesen sehen. Fest steht: Grüner Tee ist ein überaus beliebtes Forschungsthema. Eine neue Studie belegt nun, dass das Heißgetränk vor bestimmten Krebsarten schützen kann.

An diesen kalten Spätwintertagen geht nichts über eine Tasse warmen Tee. Wir Deutschen genießen vor allem grünen und schwarzen Tee . Beide Sorten unterscheiden sich hauptsächlich in der Zubereitung der Teeblätter. Während sie bei schwarzem Tee fermentiert werden, erhalten sie bei grünem Tee einen kleinen Hitzeschock, beispielsweise durch kurzes Rösten in der Pfanne. Im Gegensatz zu schwarzem Tee bleiben so nahezu alle Wirkstoffe erhalten, was grünen Tee als Heilmittel so beliebt macht. Tatsächlich wussten schon die alten Chinesen um dessen kurierende Wirkung und auch heutzutage schreibt man dem Tee viele positive Effekte auf allerlei Krankheiten zu, darunter Alzheimer , Diabetes, Krebs oder Herzerkrankungen. Verantwortlich ist wohl der Wirkstoff Epigallocatechingallat, kurz EGCG. Er gehört zur Gruppe der Catechine, die dem Tee seinen bitteren Geschmack geben. Zumindest legen das die zahlreichen Studien nahe, die bisher zu dem Thema veröffentlicht wurden. Ein eindeutiger Wirknachweis steht aber noch aus. Dennoch: Dass grüner Tee, in entsprechenden Mengen konsumiert, in einem gewissen Maße vor bestimmten Krebsarten schützen kann, ist eine relativ gesicherte Annahme. Da kommt nun eine neue Studie aus China wie gerufen, in der die Wirkung von Teekonsum auf die Entstehung von Krebs im Magen-Darm-Trakt untersucht wurde.

Krebsrisiko sinkt mit steigendem Teekonsum

Chinesische Forscher beobachteten im Zeitraum von 11 Jahren um die 70.000 Frauen aus der Region Shanghai, von denen über ein Viertel regelmäßig, sprich mindestens dreimal pro Woche, grünen Tee konsumierte. Nach 11 Jahren erkrankten 1,8% der Frauen an Krebs im Verdauungstrakt. Frauen, die regelmäßig grünen Tee tranken, hatten ein 17% geringeres Risiko, an Speiseröhren-, Magen- oder Darmkrebs zu erkranken. Langjährige Teetrinkerinnen mit über 20 Jahren Teekonsum hatten sogar ein 29% geringeres Risiko. Doch grüner Tee schützt nicht vor allen Krebsarten des Verdauungstrakts. So blieb die Wahrscheinlichkeit, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln, nahezu identisch. Für die anderen Krebsarten konnten die Wissenschaftler eine positive Dosis-Wirkungsbeziehung feststellen. Im Klartext: Je mehr grünen Tee man trinkt, desto geringer ist die Wahrscheinlich an Speiseröhren-, Magen- oder Darmkrebs zu erkranken.

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Rauchen macht die Wirkung zunichte

Wenn man nun selbst in den Genuss der positiven Effekte von grünem Tee kommen möchte, sollte man einige Dinge beachten. Zu aller erst entfaltet ein frisch zubereiteter Tee seine Wirkung am effektivsten. Auf Pillen mit den isolierten Extrakten von grünem Tee sollte man lieber verzichten. Weiterhin wirkt grüner Tee erst nach langjährigem und regelmäßigem Konsum, kurzfristige Erfolge kann man nicht erwarten. Der Tee sollte auch nicht zu heiß getrunken werden, am besten unter einer Temperatur von 70°C. Am wichtigsten ist jedoch, dass Rauchen die positiven Effekte des Tees wieder komplett zunichte macht. Daher empfiehlt es sich, erst einmal Abschied vom Glimmstängel zu nehmen, bevor man seine Gesundheit mit grünem Tee aufpäppeln möchte.

Quellen:
  • Nechuta et al. Prospective cohort study of tea consumption and risk of digestive system cancers: results from the Shanghai Women’s Health Study (SWHS). Am J Clin Nutr. 2012;96: 1056-1063.
  • Grigel. Green Tea and Gastrointestinal Cancers. 2013 Natural Medicine Journal (ISSN 2157-6769)
  • Hänsel et al. Pharmakognosie – Phytopharmazie. 9. Auflage. Springer Verlag 2010