Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

„Er liebt mich, er liebt mich nicht…“ – Heilpflanze des Jahres 2017 ist das Gänseblümchen

Anzeige
Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 05.10.2016

Seit jeher steht das Gänseblümchen (Bellis perennis), das über das ganze Jahr auf unseren Wiesen gedeiht, für Reinheit und Unschuld. So ist es in der Kinderheilkunde traditionell beliebt. Spätestens seit der berühmte Kräuterpfarrer Künzle es pries, um „Kindern, die trotz guter Kost nicht gedeihen wollen, auf die Beine zu helfen.“ Der Naturheilkundeverein Theophrastus hat das Gänseblümchen jetzt zur Heilpflanze des Jahres 2017 gekürt, um auf die unterschätzten Heilpotenziale der zarten Wiesenblume hinzuweisen.

Traditionsreiches Heilmittel mit jeder Menge Vitamin C

Jedes Jahr lobt eine Jury des Vereins, der sich um die Bewahrung und Verbreitung naturheilkundlichen Wissens kümmert, ein Gewächs mit besonderen Wirkeigenschaften zur Heilpflanze des Jahres aus, um auf die sinnvolle gesundheitliche Nutzung natürlicher Heilmittel aufmerksam zu machen.

 

Offizielle wissenschaftliche Bewertungen des Gänseblümchens stehen bislang noch aus. In der Erfahrungsheilkunde schätzt man jedoch die regenerativen Wirkungen der Blüten. In diesen schlummern nämlich wertvolle Inhaltsstoffe wie Gerb- und Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide und ätherische Öle sowie reichlich Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen.

 

Das Gänseblümchen soll bei Schwächezuständen, Husten, Durchfall und Menstruationsbeschwerden helfen und äußerlich Verletzungen, Insektenstiche und Hautausschläge lindern. Mit seinem feinen nussigen Aroma ist es außerdem eine köstlich-gesunde Ingredienz in der Wildkräuterküche.

Das ganze Jahr lang schön - und verfügbar

Anzeige

Der lateinische Name der Pflanze Bellis perennis bedeutet – frei übersetzt – so viel wie „Das Jahr lang schön“. Das leuchtet ein, hat das hübsche Pflänzchen doch auf unseren Wiesen immer Saison. Zwischen April und August hat das Gänseblümchen Hauptblütezeit, dann ist sein Wirkstoffgehalt am höchsten. Wer das Pflänzlein, so sagt es der Volksglaube, zur Mittagszeit des Johannistages (24. Juni) pflückt, dem wird es Glück bringen „bey allem Thun und Wercken.“ Na, wenn das nichts ist.

 

Hier ein kleines Rezept zur praktischen Anwendung des Gänseblümchens:

Gänseblümchentee
Ein Kräutertee mit frischen oder getrockneten Gänseblümchen wird bei Husten getrunken und äußerlich, in doppelter Dosierung, für Umschläge bei Verletzungen und Hauterkrankungen verwendet werden.

Benötigte Zutaten

1 TL getrocknete oder 2 TL frische Blütenköpfe

So geht's

Die Blüten mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich trinken.

Quellen: