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Gute Laune an trüben Tagen: Ätherische Öle und Gewürze gegen depressive Verstimmung

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Geschrieben von 2018-01-11
Zuletzt aktualisiert am 2018-01-1111.01.2018

„Oh hier duftet es so, als hätte meine Oma ihren weltbesten Apfelkuchen gebacken“ oder „lecker... da ist ein Gewürz drin, das erinnert mich an Weihnachten“. Beide Aussagen sind Ihnen sicherlich geläufig. Düfte, aber auch Gewürze riechen und schmecken nicht nur, sondern wirken sich auch auf unsere psychische Verfassung aus. Beides, das Riechen und das Schmecken sind nämlich mit dem limbischen System verbunden, ein Platz im Gehirn, an dem Emotionen verarbeitet werden. Auf diese Weise können Düfte und Gewürze die Laune positiv beeinflussen.

 

Gerade wenn es draußen nicht so richtig hell wird, der Himmel grau ist und die Sonne gar nicht hervorblicken mag, leidet so mancher an depressiven Verstimmungen. Unsere Autorin Susanne Waschke ist Naturheilpraktikerin in Augsburg und weiß: Wenn die Tage trüb sind, können die richtigen Düfte und Gewürze für gute Laune sorgen.

Wie die Aromatherapie unsere Stimmung beeinflussen kann

Ein Duftmolekül dringt in unsere Nasenschleimhaut ein und wird über den Geruchsnerv weiter in das limbische System geleitet. Dies reagiert in Bruchteilen von Sekunden darauf und wir erinnern uns zum Beispiel beim Schnuppern an einem Lavendelstrauch an unsere Reise nach Frankreich. Mit Düften kann ganz gezielt die Stimmung beeinflusst werden. Und das geht am besten mit ätherischen Ölen.

 

Ätherische Öle müssen naturrein und hochwertig sein

Bei ätherischen Ölen sollten Sie unbedingt auf Reinheit und Qualität achten. Die Pflanzen, aus denen die Öle hergestellt werden, sollten am besten aus biologischem Anbau sein. Bioläden und Reformhäuser führen in der Regel gute Öle. Informieren Sie sich und lassen Sie sich beraten. Achten Sie auf die Herkunft (das Öl sollte aus der Stammpflanze bestehen, die verwendeten Pflanzenteile sollten vermerkt sein), auf hundertprozentige Reinheit, auf kontrolliert biologischen Anbau, auf den Vermerk einer Chargenbezeichnung und auf das Qualitätssiegel.

 

Bei ätherischen Ölen ist weniger meist mehr

Bei der Verwendung von ätherischen Ölen gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“. Halten Sie sich bitte an die Empfehlungen bzw. nehmen Sie lieber noch etwas weniger. Um eine allergische Reaktion auszuschließen, ist ein Verträglichkeitstest sinnvoll: Verdünnen Sie einen Tropfen des ätherischen Öls mit 5 ml Trägeröl (zum Beispiel gutes, kalt gepresstes Mandelöl oder Sesamöl), reiben es in die Ellenbeuge ein und lassen dies circa zwei bis drei Stunden einwirken. Bei einer Rötung ist von einer allergischen Reaktion auszugehen und deshalb auch von einer Verwendung abzusehen.

 

Gute Laune – ätherische Öle in der Duftlampe

Um in einen Raum etwas gute Laune zu bringen, ist die Duftlampe ein gutes Medium. Zuerst wird die Schale der Duftlampe mit etwas Wasser gefüllt. Dort hinein kommt dann das ausgewählte Öl oder aber auch eine Ölmischung. Die Menge an Tropfen hängt von der Raumgröße und auch von der Art des Öls ab. Bei einem kleinen Raum reichen zwei bis drei Tropfen, wobei ein großer Raum fünf bis sechs Tropfen verträgt. Zitrusöle verdampfen schneller, wobei schwere Öle, wie zu Beispiel das Sandelholz, länger seine Wirkung zeigt.

 

Rezepte für die Duftlampe

Wer noch nie mit ätherischem Ölen in Verbindung gekommen ist, sollte es anfangs mit nur einem Öl versuchen. Ansonsten können gerne auch drei verschiedene Öle zusammen verwendet werden. Bei der Auswahl der ätherischen Öle ist der eigene Geruchssinn gefragt.  Wenn Sie sich Duftöle zulegen, dann schnüffeln Sie am besten zuerst daran. Sie müssen den Duft gerne riechen und auf keinen Fall ein Unbehagen dabei verspüren. So ist zum Beispiel das Lavendelöl bei vielen beliebt, andere wiederum hassen diesen Geruch.

 

Wenn Sie mehr als ein Öl verwenden wollen, so experimentieren Sie einfach. Welche Eigenschaften der Öle sollen in der Mischung sein? Welche Öle passen Für Sie persönlich gut zusammen? Aber wie bereits erwähnt - weniger ist auf jeden Fall mehr.

 

Auch sollte die Duftlampe nicht über Stunden hinweg brennen. Sobald das Wasser darin verdunstet ist – dies ist das Maximum an Zeit, in der die Raumluft beduftet werden soll. Wem dies zu massiv ist, kann im Zimmer einen Duftstein aufstellen oder aufhängen und auf diesen ein paar Tropfen Öl geben.

 

Sind Kinder im Raum, wird die Duftlampe am besten nach einer Stunde gelöscht, ebenso bei Anwesenheit von Hund oder Katze.

 

Diese ätherischen Öle können die Laune heben:

Bergamotteöl

Das Bergamotteöl ist ein Zitrusöl. Es kann die Stimmung aufhellen und belebend wirken, außerdem soll es bei Nervosität und Abgeschlagenheit hilfreich sein.

 
Lemongrasöl

Das ätherische Öl Lemongras gilt in der Aromatherapie als Mittel für einen gesunden Optimismus, es bringt Sonne ins Herzen, sorgt für Klarheit und Frische. Seine Wirkung erinnert an einen strahlend blauen Sommermorgen.

 
Orangenöl

Jeder kennt den frischen Geruch der Orange. Dies hat so etwas Klärendes und Stärkendes. Das ätherische Orangenöl nimmt etwas die Schwere – wir fühlen uns damit leichter. Dies ist doch genau das Richtige für trübe Tage.

 
Lavendelöl

Lavendel – früher eher bekannt in der Mottenbekämpfung. Diese Pflanze ist aber wieder so richtig modern geworden. Das Öl des Lavendel bringt Reinheit und Frische und vertreibt schlechte Gedanken. Gerne wird dieses Öl zusammen mit einem Zitrusöl (z.B. Orange, Zitrone) gemischt.

 
Mandarinenöl

Das Mandarinenöl ist vor allem bei Kindern sehr beliebt, tut aber auch Erwachsenen gut. Es bringt kindliche Heiterkeit und lässt Traurigkeit verfliegen.

 
Zitronenöl

Wem die Orange noch zu wenig Frische bietet, greift zur Zitrone. Das Öl bringt frischen Wind und etwas Leichtigkeit ins Leben. Ganz nebenbei: Bei Lernenden sorgt das Zitrusöl für einen wachen Geist und kann beim Lösen von mathematischen Aufgaben und bei dem Verfassen von Aufsätzen unterstützen.

 
Rosmarinöl

Auch Rosmarin wird beim Lernen oft verwendet. Aber auch an grauen Tagen ist dies ein hilfreiches Öl. Es bringt Antrieb und Freude zurück. Doch Vorsicht: es darf auf keinen Fall verdampft werden, wenn Personen mit Bluthochdruck im Raum sind.

 

Duftöle für eine Aromamassage

Duftöle machen aus einer ganz normalen Massage eine Aromamassage. So werden nicht nur die Muskeln gelockert, sondern auch die Sinne berührt. Die oben genannten Öle sind auch für eine Massage geeignet. Hier muss aber unbedingt davor ein Verträglichkeitstest (s.o.) durchgeführt werden.

 

Für das Massageöl werden 100 ml Trägeröl (zum Beispiel gutes, kalt gepresstes Mandelöl, Sesamöl oder Jojobaöl) mit maximal 8 Tropfen ätherischem Öl vermischt.

 

Duftendes Körperpeeling mit ätherischen Ölen

Das Körperpeeling am Morgen unter der Dusche weckt die müden Lebensgeister, regt die Durchblutung der Haut an und sorgt für gute Laune. Mischen Sie dafür Zucker mit einem guten Trägeröl (s. Duftöle für eine Massage) und geben Sie ein bis zwei Tropfen Ihres Lieblingsöls hinzu. Sie werden sehen: Das tut gut und der Duft begleitet Sie den ganzen Tag über. Auch hierbei ist vor erstem Gebrauch ein Verträglichkeitstest nötig.

 

Taschentuch als Duftträger

Damit an trüben Tagen die Laune nicht in den Keller absinkt, kann ein Taschentuch, das mit Duftölen getränkt ist, gute Dienste leisten.

Träufeln Sie ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl auf ein Taschentuch und riechen Sie immer wieder daran, wenn es Ihnen danach ist.

 

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Die richtigen Gewürze für trübe Tage

Nicht nur Düfte, sondern auch Gewürze helfen bei schlechter Stimmung an trüben Tagen – dies wussten bereits die Urvölker vor Jahrtausenden.  Aber auch hier ist es wichtig, dass Sie die Gewürze wirklich mögen.

Chili

Chilipulver enthält eine große Menge an Capsaicin. Dieser Stoff macht das Essen so richtig feurig. Gleichzeitig werden Endorphine ausgeschüttet, was uns wiederum glücklich macht – also an trüben Tagen öfter mal die Speisen mit Chilipulver verfeinern. Hinzu kommt, dass uns beim Verzehr von Chili warm wird und das ist ja gerade in den Wintermonaten ein positiver Beieffekt.

 
Ingwer

Die Ingwerwurzel wird vor allem in der Chinesischen Medizin und auch im Ayurveda angewandt. Aber auch bei uns ist der Ingwer mittlerweile fast in jede Küche eingezogen. Ingwer wärmt, hilft bei Erkältungen, regt die Durchblutung an. Gleichzeitig sorgt er für innere Ruhe und Harmonie in Körper und Geist. Trinken Sie öfter mal eine Tasse frisch aufgebrühten Ingwertee oder verwenden Sie ihn öfter mal als Gewürz – zum Beispiel in einer leckeren Kürbis- oder Kartoffelsuppe.

 
Vanille

Bei Vanille ist es so – entweder man mag sie oder man mag sie gar nicht. Vanille sorgt für gute Stimmung. Verfeinern Sie doch Ihre Quarkspeisen mit dem Inhalt einer Vanilleschote oder geben Sie etwas gemahlene Vanille über Ihr Morgenmüsli. So beginnt der Tag schon mit einem kleinen Gute-Laune-Kick.

 
Zimt

Zimt gehört ebenso wie Chili und Ingwer zu den wärmenden Gewürzen. Er soll die Stimmung aufhellen und gleichzeitig beruhigen können. Zimt über den Grießbrei, den Pudding oder den Milchreis gestreut – das macht Laune.

 

Heiße Schokolade mit Zimt und Chilipulver

Schokolade ist ein Dopingmittel für die Psyche. Gemischt mit Milch oder Milchersatz, Zimt und Chilipulver ist dies gute Laune pur in flüssiger Form.

 

Kochen Sie einen Viertelliter Milch (Alternativen: Reismilch, Sojamilch, Reismilch o.Ä.) auf, geben 30 Gramm zerbröckelte Schokolade hinzu und rühren mit einem Schneebesen, bis sich das ganze gut vermischt hat. Würzen sie mit einer Prise Zimt und einer Prise Chilipulver – und jetzt genießen.

 

Die goldene Milch

Die goldene Milch bekommt ihre goldene Farbe von Kurkumapulver. Diesem werden folgende Heilwirkungen zugesprochen: Es stimuliert das Immunsystem, wirkt leicht entzündungshemmend und Leber entgiftend. Das Gewürz ist gut für den Bewegungsapparat und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Goldene Milch bringt Energie für Körper und Geist.

 

Für diesen besonderen Trunk wird zuerst ein Teelöffel Kurkumapulver mit 60 ml Wasser verrührt und aufgekocht. Hinzu kommt etwas geriebener Ingwer. Die fertige Paste wird dann komplett oder auch nur ein Teil davon (bei der ersten Tasse vielleicht etwas weniger) in einen Viertelliter Milch oder Milchersatz eingerührt und mit etwas Zimt gewürzt. Hinzu kommt noch ein halber Teelöffel Kokosöl und je nach Geschmack etwas Honig oder Ahornsirup. Das Ganze wird unter ständigem Rühren erhitzt und dann in kleinen Schlucken getrunken. Wer dieses Getränk so gar nicht mag, kann auch Reisgerichte, Bulgur oder Hirse mit Kurkuma verfeinern.

 

Zusammenfassung

Herbst und Winter sind bei uns häufig mit trüben Tagen verbunden. Gerade, wenn das Sonnenlicht so gar nicht durchspitzeln möchte, kann sich dies auf unsere Stimmung ausüben. Wir sind genervt, fühlen uns müde und abgeschlagen und haben zu nichts Lust.

 

Die richtigen Aromaöle und/oder Gewürze können die trüben Tage etwas versüßen und für bessere Stimmung sorgen. Probieren Sie es einfach aus.