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Anis – Heilpflanze des Jahres 2014

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Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 14.02.2017

Nicht nur Likören und Süßwaren verleiht Anis das gewisse Etwas, er ist auch ein exzellentes Naturheilmittel. Ob Husten, Völlegefühl, Blähungen oder Hitzewallungen – das Einsatzgebiet von Anis ist so vielfältig, dass er jüngst zur Heilpflanze des Jahres 2014 gewählt wurde.

Wer kennt ihn nicht, den typischen Lakritze-artigen Geschmack von Anis? Die einen können nie genug davon kriegen, anderen jedoch ist der Geruch schon zu viel. Ursprünglich aus der östlichen Mittelmeerregion stammend, wird Anis heutzutage vor allem in Südrussland angebaut. Die Pflanze ist ein einjähriges Kraut und wächst bis zu 60 Zentimeter hoch. Anis sieht Dill zum Verwechseln ähnlich, denn beide Pflanzen entstammen der Familie der Doldenblütler. Und interessanterweise leitet sich der deutsche Name „Anis“ auch vom griechischen Wort für Dill ab.

Ein Gewürz mit heilender Wirkung

Bekannt ist die auch als süßer Fenchel bezeichnete Pflanze schon seit der Antike. Sie ist ein markantes Gewürz in verschiedensten Lebensmitteln und Süßwaren. Die Pflanze polarisiert, und sie ist auch heutzutage noch überaus beliebt. Besonders in alkoholischen Getränken: ob griechischer Ouzo, türkischer Raki und französischer Pastis – Pastisschnaps wird überall gern getrunken. Doch nicht nur wenn’s ums Trinken geht, auch aus gesundheitlicher Sicht hat die Pflanze eine Menge drauf. Daher wurde sie vom Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim zur Heilpflanze des Jahres 2014 gekürt. Ausschlaggebend war für die Jury das breite Spektrum an heilenden Wirkungen.

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Nachgewiesene Wirkung bei Husten und Verdauungsbeschwerden

Die Heilpflanze hilft zum Beispiel bei Husten. Sie löst festsitzenden Schleim und verbessert die Flimmertätigkeit der Luftröhrenschleimhaut. Genauso lassen sich mit ihr lästige Magen-Darm-Beschwerden wie Krämpfe, oder Blähunen oder Völlegefühbehandeln. Denn als Tee eingenommen wirkt Anis krampflösend, blähungsfördernd und regt die Speichel- und Magensaftsekretion an – am besten in Kombination mit Fenchel und Kümmel. Zudem fördert Anis bei stillenden Müttern den Milchfluss und scheint die Häufigkeit und Stärke von postmenopausalen Hitzewallungen zu dämpfen. Die heilenden Bestandteile im Anis sind vor allem die ätherischen Öle sowie Estragol, Anisaldehyd, Anisketon und Terpineol.

Quellen:
  • Pressemitteilung. Anis zur Heilpflanze des Jahres 2014 gekürt. Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V. (NHV Theophrastus), Sitz München
  • Nahidi et al. The Study on the Effects of Pimpinella anisum on Relief and Recurrence of Menopausal Hot Flashes. Iran J Pharm Res. 2012 Fall;11(4):1079-85.
  • Monnig et al. Anis – Heilpflanze des Jahres 2014. Mein schöner Garten. Link