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Zyklusstörungen Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-1616.10.2013
Zyklusstörungen Pflanzliche Wirkstoffe

Von Mönchen und Jungfrauen

So unterschiedlich die Zyklusstörungen auch sein mögen, für die meisten Beschwerden gibt es sanfte pflanzliche Hilfe. Bei der Auswahl des pflanzlichen Wirkstoffs gilt es, die Blutungsstärke und die Art der Zyklusstörung zu beachten – je nachdem ob die Regelblutung zu schwach oder zu stark ist kommen unterschiedlich Pflanzen wie Mönchspfeffer, Ingwer oder Hirtentäschl zum Einsatz.

Hilfe auf einen Blick:
  • Mönchspfefferfrüchte: regulieren den weiblichen Hormonhaushalt über das Prolaktin und können so langfristig bei Zyklusunregelmäßigkeiten und dem PMS (prämenstruelles Syndrom) helfen – die Wirksamkeit ist klinisch belegt und es gibt Fertigpräparate.
  • Ingwerwurzel und Aloe-Saft: beide stammen in der Anwendung aus dem asiatischen Kulturraum und können bei schwacher oder unregelmäßiger Regelblutung die Menstruation fördern.
  • Hirtentäschelkraut: gilt als blutstillend und kann bei leichter Hypermenorrhö als Tee angewandt werden.

Pflanzliche Wirkstoffe bei Polymenorrhö, Oligomenorrhö und Amenorrhö

(Zyklusunregelmäßigkeiten, Ausbleiben der Periode)

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

Diese schwarzen, kleinen Früchte (auch Keuschlammfrucht oder Agnus castus genannt) haben schon Mönche in ihrem Klostergarten geerntet – angeblich um die Libido zu senken. Heute ist der Mönchspfeffer eine von zwei Heilpflanzen, deren Wirksamkeit bei Menstruationsstörungen in klinischen Studien belegt werden konnte. Er wird speziell bei Zyklusunregelmäßigkeiten bis hin zur Amenorrhö und beim PMS (prämenstruelles Syndrom) eingesetzt.

Hauptinhaltsstoffe sind neben dem Iridoidglykosid Agnusid auch Diterpene, die potentielle Wirkstoffe darstellen. Die Wirkung beruht auf einer Prolaktinhemmung in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse). Erhöhtes Prolaktin findet man oft bei Zyklusunregelmäßigkeiten und beim PMS. Sinkt das Prolaktin im Blut wieder, so sieht man eine Verbesserung der Gelbkörperfunktion in den Eierstöcken, es kommt langfristig wieder zu fruchtbaren und regelmäßigen Zyklen.

Mönchspfeffer kann am besten als Fertigpräparat aus der Apotheke eingenommen werden, es ist als Kapseln, Lösung oder Filmtabletten erhältlich, dabei ist die Tagesdosis auf 30-40 mg standardisiert. Da es sich um eine Langzeitwirkung handelt, sollte man das Präparat ohne Unterbrechung über mehre Monate einnehmen.

Ingwer und Aloe Vera

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Ingwer und Aloe

Beide werden in traditionellen fernöstlichen Heilkunden als Emmenagoga (Mittel zur Förderung der Menstruation) eingesetzt, und können eine schwache, zu kurze Regelblutung anregen.

Vom Ingwer wird die Wurzel verwendet, er enthält überdurchschnittlich viele ätherische Öle (Shogaol, Cineol, Borneol, Linalool, Camphen und Phellandren) – vielleicht wird ihm deshalb ein breites Wirkspektrum zugeschrieben – von Bronchitis über Rheuma, Verdauungsbeschwerden bis zu Menstruationsstörungen. In der Apotheke gibt es Ingwer als Tinktur oder die frische, geschnittene Wurzel kann als Tee zubereitet werden (1 Tasse kochendes Wasser auf 1 Teelöffel Ingwer gießen und bis zu 3x täglich trinken)

Aloe Vera heißt in Indien „Kumari“ (Jungfrau) – vielleicht weil sie die Menstruation reguliert, solange die junge Frau noch nicht geschwängert wurde? Das aus den Blättern gewonnene Gel oder Saft kann bei Menstruationsstörungen innerlich angewandt werden. Aloe enthält v.a. C-Glykoside und Anthron C-Glykosyle (Aloin A und B) – dem Anthron spricht man eine abführende Wirkung zu, ferner gilt der Pflanzensaft als immunstimulierend - es gibt aber noch keine ausreichend belegte schulmedizinische Wirksamkeit. Vom Aloe Vera Saft kann dreimal täglich 1 Esslöffel getrunken werden.

Mönchspfeffer, Ingwer und Aloe Vera sollten bei Ausbleiben der Periode und Unsicherheit ob eine Schwangerschaft besteht nicht in höheren Dosen angewandt werden, da diese als Emmenagoga (Mittel zur Förderung der Menstruation) eventuell die Frucht abtreiben könnten.

Pflanzliche Wirkstoffe bei leichter Hypermenorrhö und Menometrorraghie

(zu starke zu lange Regelblutung, eventuell mit Zwischenblutungen)

Hirtentäschel

Hirtentäschel

Wenn bei einer zu starken Regelblutung eine körperliche Erkrankung ausgeschlossen wurde, so kann die Blutung durch Anwendung des Hirtentäschlkraut gemildert werden. Es wächst relativ unscheinbar auf heimischen Wiesen, geerntet wird das ganze Kraut. Außer bei Menstruationsblutung kann es wegen seiner blutstillenden Wirkung bei Nasenbluten eingesetzt werden.

10-15 g werden als Tagesdosis empfohlen, diese kann als Teeaufguss in 3-5 Portionen zubereitet werden.

Quellen:
  • Gynäkologie und Geburtshilfe von M. Stauber, T. Weyerstahl (Duale Reihe)
  • Urania Pflanzenreich - Blütenpflanzen 1+2 (Urania)
  • Heilpflanzen im Ayurveda von H. Rhyner (AT Verlag)
  • Wiesenauer et al. "PhytoPraxis". Springer Verlag (2008)
  • Hänsel et al. - Pharmakognosie - Phytopharmazie (2010)
  • Schilcher et al. "Leitfaden Phytotherapie". Urban & Fischer Verlag (2003)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.