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Zyklusstörungen

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 16.10.2013
Zyklusstörungen

Die normale Regelblutung, auch Zyklus, Tage, Periode oder Menstruation (lat. Mensis = Monat) genannt, ist für eine Frau Alltag seit ihrer Menarche, dem Erreichen der Geschlechtsreife zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr. Doch kann es sehr beunruhigend sein, wenn sich die Regel verändert – zu stark oder zu schwach wird, ausbleibt, es zu Schmierblutungen oder Zwischenblutungen kommt. Es kann auch sehr belastend sein, wenn sich solche Störungen über einen längeren Zeitraum erstrecken, vielleicht bei unerfülltem Kinderwunsch.“ Was kann nur dahinterstecken? Ist alles in Ordnung mit mir, wann sollte ich zum Arzt?“ und „Wie kann ich mir selbst helfen?“ – viele Fragen, aber auch viele verschiedene Symptome und Krankheitsbilder verbergen sich hinter dem Begriff Zyklusstörungen.

Historisch wurde die regelmäßige Menstruation als äußerst bedeutsam für die Gesundheit der Frau gesehen – den gestörten Zyklus sah man sogar als Ursache für viele Erkrankungen, da man annahm, dass das Blut Unreinheiten aus dem Körper ausleite.

Ursachen für Zyklusstörungen

Heute sieht man vielfältige Ursachen für eine Zyklusstörung. Häufig sind sie in einer hormonellen oder funktionellen Störung zu finden, seelische Belastungen, Leistungssport, ungesunde Ernährung, ein geschwächtes Immunsystem oder Schilddrüsenerkrankungen können dazu beitragen. Auch Erbkrankheiten, Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken, schlimmstenfalls Krebs müssen hier bedacht werden.

Mehr zu den Ursachen von Zyklusstörungen.

Symptome von Zyklusstörungen

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Die Störungen können nach Symptomen in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden:

Bei den Typusstörungen sind Stärke und Blutungscharakter betroffen:

  • zu stark: Hypermenorrhö
  • zu schwach: Hypomenorrhö
  • zu lang: Menorrhagie
  • unregelmäßig: Metrorrhagie (häufig mit Zwischenblutungen)

Bei den Rhythmusstörungen ist das Intervall der Regelblutung gestört:

  • verkürzter Zyklus: Polymenorrhö
  • verlängerter Zyklus: Oligomenorrhö
  • Ausbleiben der Menstruation: Amenorrhö

Ferner gibt es schmerzhafte Regelblutungen (Dysmenorrhö), das PMS und die Wechseljahre, auf die in anderen Texten ausführlich eingegangen wird.

Mehr zu Symptome von Zyklusstörungen.

Diagnose von Zyklusstörungen

In der Diagnose sind neben dem ärztlichen Gespräch und dem Menstruationskalender mit Basaltemperaturkurve die gynäkologische Untersuchung, der Ultraschall und die Hormonbestimmung wichtig.

Mehr zu Diagnose von Zyklusstörungen.

Therapie von Zyklusstörungen

Die Therapie ist je nach Ursache ganz unterschiedlich: von dem Abwarten auf Selbstregulierung, Selbsthilfe durch Gewichtsregulierung, Einsatz der Anti-Baby-Pille oder pflanzlichen Wirkstoffen bis zur Operation oder Behandlung der zugrunde liegenden Allgemeinerkrankung.

Mehr zu Therapie von Zyklusstörungen.

Zyklusstörungen im Überblick:
  • Die normale Regelblutung beginnt mit dem 12.-15. Lebensjahr, dauert 3 bis 5 Tage, ein normaler Zyklus ist 25 bis 31 Tage lang.
  • Vielfältige Ursachen wie hormonelle, seelische und körperliche Faktoren können zugrunde liegen.
  • Bei einer gestörten Regelblutung kann das Intervall (zu kurz, zu lang, ausgeblieben) oder der Blutungscharakter (zu stark, zu schwach, zu lang und unregelmäßig) betroffen sein.
  • Deshalb ist eine ausführliche ärztliche Diagnose mit Gespräch, gynäkologischer Untersuchung, Ultraschall und Hormondiagnostik zur Ursachenfindung sehr wichtig, die Behandlung kann sehr unterschiedlich sein.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Jede neu aufgetretene Menstruationsstörung, akute Schmerzen, oder auch eine chronische Zyklusstörung, die als stark beeinträchtigend erlebt wird sollte ärztlich untersucht werden um ernsten Erkrankungen vorzubeugen. Auch die jährliche Vorsorgeuntersuchung sollte nicht vernachlässigt werden.
  • Jungen Mädchen ab dem 16. Lebensjahr die noch keine Regelblutung hatten, oder bei denen Zeichen der Geschlechtsreife fehlen.
  • Eine neu aufgetretene, zu starke Regelblutung muss ärztlich untersucht werden.
  • Besteht ein unerfüllter Kinderwunsch, so kann der Eisprung medikamentös gefördert werden.
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   Pflanzliche Medikamente bei Zyklusstörungen:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.