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Zahnfleischentzündung (Gingivitis) Ursachen

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 17.10.2013
Zahnfleischentzündung (Gingivitis) Ursachen

Bakterien in den Zahnbelägen verursachen die Entzündung

Die Zahnfleischentzündung wird meist durch Bakterien verursacht. Sie siedeln sich auf den Zähnen an, wo sie sich besonders gut in Essensresten vermehren können. Dieser klebrige Bakterienfilm bildet den Zahnbelag, Plaque genannt, der auf den Zähnen wachsen kann.

Es gibt über 300 verschiedene Keimarten, die in der gesunden Mundhöhle vorkommen. Die meisten davon sind ungefährlich. Schlechte Mundhygiene, Risikofaktoren oder eine veränderte Stoffwechsellage können dazu führen, dass vermehrt Bakterien auftreten, und die gefährlichen Keime sich durchsetzen. Die Bakterientoxine (Gifte) greifen das Zahnfleisch an, das sich reaktiv entzündet.

Risikofaktoren für die Entwicklung des schädlichen Zahnbelags und die Gingivitis sind neben unzureichender Zahnpflege:

  • Die Schadstoffe aus dem Tabakrauch sind der größter Risikofaktor in der Bevölkerung!
  • Schlechte Ernährung, Mangelernährung. Hier sind besonders Vitamin C-Mangel von Bedeutung, der früher zu Skorbut führte, und der Überkonsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, aber auch Untergewicht.
  • Schlechte Abwehrlage des Immunsystems durch Dauerstress, durch Erkrankungen wie HIV, Leukämie (Blutkrebs), Tuberkulose und andere chronische Infektionskrankheiten und bei Therapien zur Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems)
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes (Zuckerkrankheit) oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Hormonelle Umstellungen in der Pubertät, der Schwangerschaft oder während Einnahme der Anti-Baby-Pille
  • Medikamente: bestimmte Blutdrucksenker (Kalziumantagonisten), Medikamente gegen Anfallskrankheiten (Antiepileptika)
  • Eng stehende Zähne, wenig Speichel und Karies

Selten ist eine Zahnfleischentzündung nicht bakteriell verursacht.

Weitere Ursachen können sein:

  • Verletzungen des Zahnfleischs (Schnittverletzungen, Verbrühungen, Reizung durch zu scharf gewürztes Essen)
  • Gerinnungsstörungen führen zu Zahnfleischbluten wie bei bestimmten Bluterkrankheiten, bei Überdosierung von Gerinnungshemmern (wie Acetylsalicylsäure in ASS oder Aspirin)
  • Viren Herpesviren können zu einer Gingivostomatitis herpetica führen, bei der Zahnfleisch und Mundschleimhaut entzündet sind.
  • Pilze Ein Mundsoor durch Candida-Hefepilze kann selten auch das Zahnfleisch betreffen, meist bei schlechter Abwehrlage.

Entstehung von Zahnstein

Wird der Plaque nicht entfernt, so mineralisiert er und wird zum festen Zahnstein. Dadurch kann der Zahnbelag unterhalb des Zahnfleischsaums weiterwuchern. Zahnfleischtaschen bilden sich aus und Zahnfleischwucherungen können entstehen.

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Entwicklung einer Parodontitis

Wenn die akute Gingivitis in eine chronisch andauernde Zahnfleischentzündung übergeht, ist die Gefahr groß, dass die Entzündung auf das Zahnbett übergreift. Das Zahnbett bilden die Kieferknochen von Ober- und Unterkiefer. Durch die chronische Entzündung kann es zum Knochenabbau kommen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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