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Wundheilung, oberflächliche Hautverletzung Wundbehandlung

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 15.10.2013
Wundheilung, oberflächliche Hautverletzung Wundbehandlung

Erste Maßnahmen zu Hause und beim Arzt

Ein Erste-Hilfe Kasten mit Desinfektionsmittel und Verbandsmaterial gehört in jedes Auto und in jede Hausapotheke und ist in der Apotheke und an allen Tankstellen erhältlich. So lassen sich die meisten kleine Wunden selbst versorgen:

Säubern und Desinfizieren

  • Schürfwunden sind am stärksten verdreckt. Jede Wunde muss mit einem milden Desinfektionsmittel vorsichtig gereinigt werden.

Blutung stillen

  • Ein Schnitt in die Fingerkuppe kann stark bluten. Sterile Kompressen werden auf die Schnittfläche gelegt und mit einer Mullbinde umwickelt bis die Blutung stoppt. Die Blutversorgung zum Finger, Arm oder Bein darf nicht unterbrochen werden. Verspürt man ein Taubheitsgefühl, so sitzt der Verband zu fest und muss gelockert werden.

Brandwunden

  • Sollte man circa fünf Minuten unter kaltes Wasser halten, um die Hitze auszuleiten und den Gewebeschaden möglichst klein zu halten.

Lagerung

  • Der blutende Körperteil wird hochgelagert. Bei Schwindel und Benommenheit sollte der Kopf nach unten und die Beine nach oben gelagert werden. Flüssigkeit trinken stabilisiert den niedrigen Blutdruck.

Verbandsmaterial

  • Für die einfache Wundversorgung reichen Pflaster und Kompressen aus Mull, einem fein- oder grobmaschigem Baumwollgewebe meist aus. Dieser Mull bildet die trockene Wundauflage die vor Schmutz, Reibung, Stößen und Keimen schützt und Wundflüssigkeit aufsaugt. Jedes Pflaster hat eine solche Wundauflage und einen Klebstoff. Für Allergiker gibt es antiallergische Klebstoffe. Kompressen sind meist rechteckige Wundauflagen. Man verwendet sie um eine Blutung zu stoppen oder eine stark nässende Wunde auszutrocknen. Blasenpflaster enthalten ein Gel-Kissen für eine feuchte Wundbehandlung.

Wundversorgung und Untersuchung beim Arzt

Grundsätzlich gilt: bei einer Wunde, die man selbst nicht mit einem Pflaster abdecken kann und wenn man sich in der Wundversorgung unsicher ist, sollte man den Arzt aufsuchen.

Dieser wird eine starke Blutung mit Kompressen stillen und eine „Wundtoilette“ zur Säuberung und Desinfektion durchführen.

Er untersucht die Wunde gründlich auf ihren Ort (Kopf, Gesicht, Rumpf, Gliedmaßen), Ausmaß, Beschaffenheit des Wundrandes und Alter der Wunde (frisch oder schon infiziert, eitrig?). Er achtet auf eventuelle Verletzungen von Nerven oder Blutgefäßen. Bei Verdacht auf einen Knochenbruch oder bei Schädelverletzungen kann ein Röntgenbild nötig sein.

Die Wundnaht

Eine ärztliche Entscheidung zur Wundnaht beruht auf Größe und Auseinanderklaffen der Wunde – dann kann die Wundnaht Narbenbildung verhindern und ermöglicht eine schnellere Heilung. Nicht genäht wird bei tiefen Wunden, Bisswunden und mehr als 8 Stunden alten Wunden wegen der Infektionsgefahr. Häufig genäht wird bei Gesichtswunden um hässliche Narben zu vermeiden.

Vor dem ersten Stich wird ein lokales Betäubungsmittel gespritzt. Die Wundränder werden ausgeschnitten und gewebeschonend mit speziellen Nahttechniken genäht. Nach drei bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen.

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Wundauflagen

Bei den verschiedenen Wundarten kommen unterschiedliche Wundauflagen zum Einsatz. Feuchte Wundbehandlung mit Hydrokolloiden schafft optimale Heilbedingungen, da im feuchten Milieu körpereigene Botenstoffe und Hautzellen die Wunde schneller erreichen und ohne Narbenbildung reparieren können. Silberhaltige Wundverbände schützen vor Infektion mit Bakterien oder werden bei infizierten Wunden eingesetzt.

Tollwutimpfung und Versorgung von Bisswunden

Mit jeder Bisswunde sollte man sofort den Arzt aufsuchen. Eine Bisswunde wird wegen der Infektionsgefahr besonders gründlich desinfiziert und nicht genäht. Hat ein Hund einen Menschen gebissen, so wird eine Tollwutimpfung durchgeführt, die eine Erkrankung an Tollwut verhindert.

Antibiotika bei Wundinfektionen

Antibiotikasalben verwendet man nicht mehr vorbeugend zur Wundbehandlung, um Resistenzentwicklung zu vermeiden. Durch diese Widerstandsfähigkeit von Bakterien kann es vorkommen, dass Krankenhauskeime wie Staphylokokken auf die meisten Antibiotika nicht mehr ansprechen. Nur wenn eine Wunde entzündet und eitrig ist wird ein Antibiotikum verordnet.

Vorbeugen:

  • Die Tetanusschutzimpfung ist lebenswichtig zur Vorbeugung des lebensgefährlichen Wundstarrkrampfes. Sie wird ab dem 3. Lebensmonat bei allen Babys durchgeführt, und muss im Erwachsenenalter alle 10 Jahre erneuert werden.
  • Ausgewogene Ernährung und Normalgewicht haben starken Einfluss auf die Wundheilung: Eiweiße, Vitamine und Spurenelemente sollten ausreichend gegessen werden, da sie vom Immunsystem benötigt werden. Übergewichtige und untergewichtige Menschen leiden oft an verzögerter Wundheilung.
  • Ein gesundes Immunsystem wehrt Erreger besser ab. Sport, Entspannungstechniken bei Stress und eine positive Lebenseinstellung helfen dabei.
Buchtipps:
  • „Erste Hilfe – das offizielle Handbuch. Sofortmaßnahmen bei Babys, Kindern und Erwachsenen“ von Franz Keggenhoff; Hg: DRK (Südwest Verlag, 3. Auflage 2007)
  • „Hausapotheke – wirksame Hilfe aus Naturheilkunde und Schulmedizin“ von Petra Wenzel (GU Verlag; 3.Auflage September 2007)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.