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Pflanzliche Hausmittel bei Hautverletzungen und Wunden

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-1515.10.2013
Pflanzliche Hausmittel bei Hautverletzungen und Wunden

Wundbehandlung mit den Heilkräften der Natur

Oberflächliche Wunden können gut mit pflanzlichen Wirkstoffen behandelt werden, für diesen Zweck sind einige Kräuter gewachsen. Pflanzen wie Kamille, Hamamelis oder Ringelblume verfügen über wertvolle Inhaltsstoffe mit entzündungshemmenden, antibakteriellen, blutungsstillenden oder immunstimulierenden Eigenschaften. Sie fördern die Wundheilung und verhindern schmerzhafte Infektionen.

Offene Hautverletzungen werden mit feuchten Umschlägen oder einem reinigendem Bad behandelt. Wenn sich die Haut wieder geschlossen hat, können Cremes und Wundsalben den weiteren Heilungsprozess fördern und einer Narbenbildung entgegenwirken. Die meisten pflanzlichen Wirkstoffe gibt es in Form von Tinkturen, Lösungen, Frischpflanzenpresssäften, Salben und Ölen für eine einfache und schnelle Wundbehandlung in der Apotheke.

Hilfe auf einen Blick:
  • Kamillenblüten und Ringelblumenblüten: Wirken entzündungshemmend und antibakteriell zur Wundsäuberung, Desinfektion und Behandlung infizierter Wunden.
  • Zauberstrauchblätter und -rinde (Hamamelis): Kann bei entzündeten, nässenden Wunden hilfreich sein.
  • Purpurfarbenes Sonnenhutkraut: Stärkt das Immunsystem und hilft auch bei schlecht heilenden Wunden als Wundsalbe.
  • Johanniskrautöl: Hilft bei Verbrennungen 1. und 2. Grades und Wundliegen.

Kamille

Kamillenblüten sind unverzichtbar in der Behandlung von Haut- und Schleimhautentzündungen und der Wundbehandlung. Ihr Hauptwirkstoff, das alpha-Bisabolol, hemmt Botenstoffe, welche die Entzündungsreaktion unterstützen. Kamillenblüten-Extrakt wirkt gegen Bakterien wie Staphylokokken, weshalb er auch bei infizierten Wunden unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden kann. Weiterhin ist seine Wirkung gegen Viren (Herpes), Pilze und als Immunstimulans bekannt.

Zur Behandlung oberflächlicher Hautverletzungen wird Kamillenblütentinktur oder -konzentrat aus der Apotheke gegenüber dem Kamillenblütentee bevorzugt, da die Inhaltsstoffe darin konzentrierter sind. Schnitt-, Schürf- oder Platzwunden werden damit gespült oder feuchte Umschläge aufgelegt. Auch bei leichten Verbrennungen und nässenden Wunden ist der Wirkstoff nützlich. Zur Wundheilung bei trockenen Wunden und Krustenbildung wird eine Kamillenblütensalbe auf die Haut aufgetragen.

Ringelblume

Ringelblume

Ringelblumenblüten (Calendula) haben eine lange Tradition als Heilpflanze und sind seit alters her für ihre heilenden Wirkungen bei äußeren Verletzungen bekannt. Zur Herstellung einer Ringenblumensalbe sollten nur die orangen Blütenblätter ohne den grünen Kelch verwendet werden, da die Kelche allergische Hautreizungen auslösen könnten. Bei Fertigsalben und Tinkturen aus der Apotheke ist man auf der sicheren Seite. Die entzündungshemmende, antibakterielle, antivirale und abschwellende Wirkung der Ringelblume konnte in etlichen Studien belegt werden. Ihre Anwendung kann gut mit der Kamille kombiniert werden. 

Hamamelis (auch Zauberstrauch, virginische Zaubernuss)

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Hamamelis (auch Zauberstrauch, virginische Zaubernuss)

Der Hamamelis sprachen bereits die Indianer Nordamerikas magische Kräfte zu und machten sich ihre Heilkraft bei Verletzungen zunutze. Hamamelisblätter und Hamamelisrinde sind die pflanzlichen Wirkstoffe, die auch heute von der Kosmetikindustrie und der Pharmazie verarbeitet werden. Hamamelis ist eine Gerbstoffdroge mit einem geringeren Gehalt an ätherischen Ölen. Die Gerbstoffe haben eine zusammenziehende (adstringierende) Wirkung auf die Haut und die kleinen Blutgefässe im Wundgebiet. Extrakte aus der Hamamelispflanze wirken entzündungshemmend, blutstillend, wundheilungsfördernd und werden bei nässenden Wunden als Wasserdampfdestillat für feuchte Umschläge im Wechsel mit Salben angewandt, die in der Apotheke erhältlich sind.

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Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut)

Die purpurfarbenen Blüten des Sonnenhuts sind im Sommer im Garten sehr schön anzuschauen. Ebenfalls in Nordamerika beheimatet, wurde es von den Indianern zur Wundheilung und zur Behandlung von Schlangenbissen eingesetzt. Das Kraut des Echinacea purpurea wird heute wegen seiner immunstimulierenden Wirkung, die durch Alkamide vermittelt wird, bei Erkältungskrankheiten und in der Wundbehandlung empfohlen. Als Salbe, Frischpflanzenpresssaft und Tinktur kann der Wirkstoff zusammen mit Kamillenblüten-Extrakt und Ringelblumenblüten-Extrakt hilfreich sein.

Hirtentäschel und Spitzwegerich

Äußerlich angewandt kann Hirtentäschel, das auf Sommerwiesen wächst, Wundblutungen stillen.

Spitzwegerichblätter wurden schon in der Volksheilkunde bei Erkältungen, Bronchitis und zur Wundbehandlung verwendet. Sie hemmen Viren und Bakterien, daneben enthalten sie Schleimstoffe und Gerbstoffe, die reizmildernd, zusammenziehend und wundheilungsfördernd wirken. Spitzwegerichblätter kann man frisch von der Wiese geerntet auf die Wunde oder den Insektenstich legen.

Für einen Aufguss nimmt man 3-5 g Hirtentäschelkraut oder Spitzwegerichblätter, übergießt sie mit 150 ml kochendem Wasser und lässt sie 15 Minuten ziehen; danach abseihen und abkühlen lassen und für feucht-kalte Umschläge mehrmals täglich verwenden.

Johanniskraut

Johanniskraut

Johanniskraut enthält Hypericin, das auch für seine stimmungsaufhellende Wirkung bei Depressionen steht. Zerreibt man seine gelben Blütenblätter zwischen den Fingerspitzen, so färben sie sich rot. Johannisöl hat ebenfalls eine rote Farbe. Es wird äußerlich angewandt bei Verbrennungen 1. und 2. Grades, bei Wundliegen (Dekubitus) und entzündeten Wunden. Es wird vorsichtig in die verletzte Haut einmassiert.

Teebaum

Teebaum

Aus dem australischen Teebaum wird das Teebaumöl gewonnen, das für seine Effekte bei Hauterkrankungen bekannt ist, für welche der Wirkstoff Terpinen-4-ol verantwortlich ist. Man trägt ein paar Tropfen auf die verletzte oder entzündete Haut direkt auf.

Wassernabel

Wassernabel

In Nordindien wird das Wassernabelkraut (Centellae asiaticae herba) in der traditionellen Ayurveda-Medizin geschätzt. Neben seiner wundheilungsfördernden Wirkung hat es erfahrungsmedizinisch eine starke Wirkung auf die Psyche, weswegen es „Brahmi“ genannt wird. (Brahma ist im Hinduismus der höchste Gott).

Äußerlich wird der Wassernabelkrautextrakt bei Störungen der Wundheilung, leichten Verbrennungen und zur Verringerung von Narbengewebe als Tinktur oder einer daraus hergestellten Salbe verwendet.

Quellen:
  • Chirurgie (J.R. Siewert; Springer Verlag)
  • Erste Hilfe (Hg: Deutsches Rotes Kreuz; DRK Verlag)
  • Praxisleitfaden Allgemeinmedizin (S. Gesenhues und R. Ziesché, Urban & Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Pflanzliche Medikamente bei Wundheilung, oberflächliche Hautverletzung:
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