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Behandlung von Ödemen (Wassereinlagerung im Gewebe)

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2017-10-0202.10.2017
Behandlung von Ödemen (Wassereinlagerung im Gewebe)

Es gilt, die Grundkrankheit behandeln

Ein Ödem ist keine Krankheit an sich. Vielmehr ist es Ausdruck einer bestehenden Erkrankung, die zu den Flüssigkeitseinlagerungen führt. Es gilt, diese Grundkrankheit zu behandeln. Häufig liegen Herzschwäche, Nierenleiden, Venenleiden, Diabetes, Verstauchungen oder Knochenbrüche der Bildung von Ödemen zugrunde. Grundsätzlich müssen Ödeme langsam reduziert werden. Sehr große Ödeme bilden sich manchmal nicht ganz zurück oder hinterlassen Haut- und Gewebeschäden. Dabei bestehen, je nach Art des Ödems, folgende Behandlungsmethoden. 

Krankengymnastik

Sport und regelmäßige Bewegung lindern die Beschwerden vor allem beim venösen Stauungsödem (Phlebödem) z.B. aufgrund Chronisch Venöser Insuffizienz (CVI). Durch Aktivierung der Muskelpumpe werden die Durchblutung der Venen und der Abtransport der Wassereinlagerung im Gewebe gefördert. Dafür gibt es eine spezielle Venengymnastik, die man in der Physiotherapie erlernt. Zusätzlich helfen Kneipp-Anwendungen wie Wassertreten und Wechselduschen.

Kompressionstherapie

Sehr wichtig bei venös bedingten Ödemen ist die Kompressionstherapie. Hierzu werden Kompressionsstrümpfe verordnet, oder spezielle pneumatische Bandagen gewickelt. Das regelmäßige Hochlagern des betroffenen Gliedes, also des Beines oder des Armes, hilft zusätzlich.

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Chirurgische Therapie

Bei stark ausgebildeten Varizen, das sind Aussackungen der Beinvenen, muss eine operative Varizen-Entfernung erwogen werden, um Ödeme langfristig zu vermeiden.

Lymphdrainage

Ein Lymphödem hingegen darf nicht komprimiert werden. Eine spezielle, sehr sanfte Streichmassage, die Lymphdrainage, fördert den Abtransport der Lymphe aus dem Gewebe. Diese Anwendung ist für Frauen nach Brustkrebs-Operation mit Lymphknoten Entfernung sehr wichtig. Die Lymphdrainage muss täglich über 3 bis 6 Wochen, bei größeren Ödemen sogar lebenslang durchgeführt werden.

Ernährung

Beim Lipödem hilft eine kontrollierte Gewichtsreduktion. Bürstenmassagen unterstützen den Abbau des Fettgewebes.

Medikamente

Bei generalisierten Ödemen, die von Herz-Nieren-Leberkranheiten ausgehen, sind diese physikalischen Anwendungen nicht angebracht, denn sie würden die Ödeme verschlimmern. Die Behandlung erfolgt mit Diuretika (Entwässerungsmitteln). Darunter müssen Nieren- und Blutwerte gut vom Arzt kontrolliert werden.

Beim allergischen Quincke-Ödem werden Antihistaminika oder Kortison verordnet.

Vorbeugen

  • Um Venenleiden und Beinödeme vorzubeugen, ist regelmäßige Bewegung das A und O. Dadurch kann man die Muskelpumpe und den Blutrückfluss der Venen zu fördern. Geeignet sind Spazierengehen, Nordic Walking oder Wassergymnastik. Barfußgehen ist förderlich, hohe Absätze hingegen sind Gift für die Venen!
  • Vermeiden Sie Übergewicht, halten Sie ihr Normalgewicht.
  • Legen sie bei Berufstätigkeit mit langem Sitzen oder Stehen regelmäßig die Beine hoch und tragen Sie kein einschnürendes Schuhwerk oder Strümpfe.
  • Tragen sie Kompressionsstrümpfe auf Flugreisen.
  • Schützen Sie sich vor Verletzungen, betreiben Sie gute Hautpflege und vorsichtiges Nagelschneiden.
  • Besteht ein Ödem am Arm ist es ratsam, sich nur am gesunden Arm Blut abnehmen zu lassen und Blutdruck zu messen.
  • Meiden Sie Hitze, Sonnenbrand und extreme Kälte.
  • Hören Sie auf mit Tabakrauchen – das verbessert die Durchblutung.
Buchtipps:
  • „Das Venenbuch. Wirksame Hilfe bei Besenreisern, Krampfadern, Thrombose und offenem Bein. Alle wichtigen Frage vom Experten beantwortet“ von Dr. med. F. J. Netzer (Schluetersche GmbH & Co. KG Verlag, 1. Auflage März 2010))
  • „Lipödem & Cellulitis. Problemzonen Symptome neueste Therapien“ von T. Weiss (Südwest Verlag, 2. Auflage März 2007)
  • „Blick nach vorn: Praktischer Ratgeber für Frauen nach Brustkrebs. Mit ausführlichem Übungsteil“ von M. Hussain und D. Schuker (Zuckschwerdt Verlag, 1. Auflage Oktober 2006)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.