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Natürliche Hilfe bei Ödemen

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 02.10.2017
Natürliche Hilfe bei Ödemen

Begleitende Behandlung von Wassereinlagerungen

Eine sinnvolle Ödembehandlung besteht darin, die Grundkrankheit zu behandeln. Pflanzliche Wirkstoffe innerlich und äußerlich angewandt helfen, die Beschwerden wie Schwellung und Spannungsgefühl zu lindern und den Abtransport der Flüssigkeit aus dem Gewebe zu fördern. Sie müssen dazu immer in ein Gesamtkonzept mit Lymphdrainage, Kompressionstherapie und Krankengymnastik eingebettet werden.

Hilfe auf einen Blick:
  • Rosskastaniensamen sind ein Venentonikum und helfen bei venösem Stauungsödem und Lymphödem, wenn der Extrakt als Fertigpräparat langfristig innerlich eingenommen wird. Zur Versorgung der Haut gibt es Cremes und Gele.
  • Bromelain aus der Ananas wirkt bei Ödemen nach Operationen abschwellend, schmerzlindernd und fördert die Wundheilung. Besser wirken Bromelain-Tabletten: die Frucht enthält zu wenig vom Wirkstoff.
  • Steinkleekraut verbessert Venendurchblutung, Lymphfluss und Wundheilung und kann innerlich und lokal als Umschläge angewandt werden.
  • Maiglöckchenkraut und Meerzwiebelextrakt enthalten herzwirksame Glykoside und können begleitend bei Ödemen durch Herzschwäche eingesetzt werden.

Natürliche Hilfe bei Ödemen

Die Rosskastanie imponiert als hoher Baum mit weißen traubenförmigen Blüten – sicher sind sie uns schon im Frühling beim Spazierengehen ins Auge gestochen. Rosskastaniensamen waren lange nur als Delikatesse und vielleicht noch in der Tierheilkunde bekannt. Zu Unrecht, denn ihr Wirkstoffgemisch lässt ganz andere Schlüsse zu. Vor allem von Aescin ist eine Ödemer eduzierende und Venen stärkende Wirkung bekannt. Das Venentonikum verbessert die Dichtigkeit der Gefäßwände und hilft, Wassereinlagerungen wieder abzutransportieren.

Bei chronisch-venöser Insuffizienz, bei venösem Stauungsödem und beim Lymphödem werden die Rosskastaniensamen innerlich und äußerlich angewandt. Man nimmt am besten Fertigpräparate aus der Apotheke, die langfristig angewandt werden. Zum Auftragen auf die Haut stehen Cremes und Gele zur Verfügung, die hautfreundlich sind. Ein Tipp für Reisende: unter Einnahme der Retardkapseln wurde eine Ödem vorbeugende Wirkung beobachtet, Rosskastaniensamen-Extrakt kann eine gute Vorbereitung auf einen Langstreckenflug oder eine strapaziöse Autofahrt sein.

 

Die tropische Ananasfrucht enthält Bromelain. Dieses kann die Wundheilung fördern und nach Operationen oder Verletzungen Wassereinlagerung im Gewebe schneller resorbieren und abtransportieren. Zudem ist eine schmerzlindernde, entzündungshemmende und verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Bromelain kann Ödemen nach Operationen wie der Lymphknotenentfernung bei Brustkrebs vorbeugen, oder bei Schwellungszuständen nach Unfällen hilfreich sein. Frische Ananas essen ist jedoch nicht ausreichend: Am besten nimmt man ein Fertigpräparat für 1-2 Wochen ein.

 
Steinklee war in der Antike als Heilpflanze bei Geschwüren, Magen- Leber- und Frauenleiden bekannt. Seinen Namen verdankt er seinem Lieblingsort, Kies- und Schuttplätzen. Steinkleekraut enthält Cumarine und Sapogenine. Es wirkt entzündungshemmend und resorbiert ödematöse Wassereinlagerungen. Zudem verbessert Steinkleekraut-Extrakt die Venendurchblutung, den Lymphfluss und die Wundheilung. Er kann bei venösen Stauungsödemen, Lymphödemen und entzündlichen Ödemen nach Verletzungen innerlich und äußerlich angewandt werden. Steinkleekraut-Extrakt lindert Schmerzen, Schweregefühl in den Beinen und nächtliche Wadenkrämpfe.

Für Umschläge oder ein Teilbad nimmt man 2 gehäufte Esslöffel geschnittenes Steinkleekraut auf 1 Liter Wasser, lässt es 20 Minuten bei kleiner Flamme kochen und seiht es anschließend ab.

 

Der dornige immergrüne Strauch ist im Mittelmeergebiet beheimatet und gehört zu den Spargelgewächsen.

Mäusedornwurzelstock-Extrakt ist der pflanzliche Wirkstoff. Er enthält die Steroidsaponine Ruscin und Rucosid. Mäusedornwurzelstock ist ein Venentonikum, indem er die Venenwand stärkt und abdichtet. Er hat auch eine entzündungshemmende und entwässernde Wirkung. Bei chronisch-venöser Insuffizienz, venösem Stauungsödem mit Schmerzen und Schweregefühl der Beine kann er hilfreich sein, ferner bei Hämorrhoiden.

Zur innerlichen Einnahme sind Kapseln erhältlich, die über mehrere Monate eingenommen werden sollten und besser verträglich als Rosskastaniensamen sein können. Zum Auftragen auf die geschwollene Haut stehen Cremes und Salben zur Verfügung.

 

Die Weinrebe ist eine uralte Kulturpflanze, die schon im Zweistromland bekannt war. Nicht nur die Weinherstellung hat eine alte Tradition – auch die Behandlung schmerzender, geschwollener Beine mit Weinlaub-Brei war französischen Weinbauern bekannt. Roter Weinlaubblätter-Extrakt enthält Flavonoide und Rutin, was eine Anwendung bei venösen Stauungsödemen und Venenleiden wie Krampfadern oder CVI sinnvoll macht. Weinlaubblätter-Extrakt ist zur innerlichen Einnahme als Fertigpräparat erhältlich.

 

Schachtelhalmkraut, auch Zinnkraut genannt, da es früher zum Reinigen von Zinngeschirr Verwendung fand, hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure und Flavonoiden. Es besitzt eine entwässernde Wirkung, kann bei Blasenentzündungen helfen und kräftigt das Bindegewebe und den Stoffwechsel der Haut.

Bei Ödemen nach Verletzungen hat es eine positive Wirkung. Frischpresssaft, Tinktur oder Tabletten sind erhältlich. Für Umschläge nimmt man 2 Teelöffel des getrockneten Schachtelhalmkrauts, gießt es mit 1 Tassen kochendem Wasser auf und lässt es 10 Minuten ziehen. Damit kann man Mullbinden aus der Apotheke oder einen ähnlich weichen Stoff tränken und mehrmals täglich auf dem lokalen Ödem anwenden.

 

Arnikablüten enthalten den Wirkstoff Helenalin. Durch ihn kann Arnikablüten-Extrakt entzündungshemmend, schmerzlindernd und desinfizierend wirken. Bei entzündlichen Ödemen nach Verletzungen, z.B. bei Prellungen, Blutergüssen oder dem Ödem nach Knochenbruch kann Arnikablüten-Extrakt abschwellend, kühlend und lindernd sein.

Arnikablüten-Extrakt wird äußerlich aufgetragen. Zur Verfügung stehen Salben, Cremes und Schmerzgele. Arnikatinktur sollte nie unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Generell vermieden werden muss der Kontakt mit verletzten Hautstellen, da es sonst zur Hautreizung kommen kann. Beachtet man dies, ist Arnikablüten-Extrakt eine gute Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzsalben.

 

Maiglöckchenkraut und Meerzwiebel-Extrakt enthalten herzwirksame Glykoside. Sie gehören zu den Digitalis-haltigen Heilpflanzen und werden bei leichten Formen der Herzschwäche (Herzinsuffizienz Stadium l und ll) eingesetzt. Meerzwiebel stärkt zudem die Nierenleistung. Deshalb können sie begleitend bei generalisierten Ödemen durch Herz- und Nierenkrankheiten hilfreich sein.

Verwendet werden nur die Fertigpräparate zur Einnahme als Tropfen oder Dragees, die vom Arzt verordnet werden sollten, da sie richtig dosiert sein müssen.

 
Quellen:
  • Siegenthalers Differentialdiagnose: Innere Krankheiten - vom Symptom zur Diagnose (W. Siegenthaler; Thieme Verlag)
  • Innere Medizin (Classen, Diehl, Kochsiek; Urban & Schwarzenberg Verlag)
  • Gynäkologie und Geburtshilfe (M. Stauber, T. Weyerstahl; Thieme Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1 + 2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.