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Diagnose von Ödemen (Wassereinlagerung im Gewebe)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 02.10.2017
Diagnose von Ödemen (Wassereinlagerung im Gewebe)

Die Medizin unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Ödemen, die jeweils unterschiedliche Ursachen haben. Damit die richtige Diagnose gestellt und eine zielführende Therapie eingeleitet werden kann, wird sich der Arzt im diagnostischen Gespräch vor allem für Symptome und Verlauf der Wassereinlagerungen interessieren. Leidet der Patient an einem akuten Ödem oder bestehen chronische Beschwerden? Ist die Symptomatik zyklisch und tritt bei Frauen meist vor Einsetzen der Regelblutung auf? Diese Fragen geben dem Arzt bereits viele Hinweise, um Form und Ursache des Ödems auf die Spur zu kommen.

Ein Drucktest gibt Aufschluss

Im Rahmen der körperlichen Untersuchung werden die Ödeme genau begutachtet und abgetastet. Dabei achtet der Arzt auf die Lokalisation (am ganzen Körper, auf ein Glied begrenzt, z.B. ein Arm, das Augenlid) und auf eventuelle Verfärbungen auf der Haut. Bei der Tastuntersuchung (Palpation) achtet er auf die Ödemkonsistenz (derb oder weich), Schmerzhaftigkeit und mögliche Dellenbildung.

Ein klassisches Zeichen für ein generalisiertes oder venöses Stauungsödem ist folgendes: Drückt man mit einem Finger in die betroffene Stelle, bildet sich in der Haut eine Vertiefung, eine Delle, die erst nach einer Weile verschwindet. Lymphödeme sind derber, bei diesen ist eine Eindellung nicht möglich. Die Haut von Händen und Füßen kann so straff sein, dass sie sich gar nicht abheben lässt (Stemmer’sches Zeichen).

In der Anamnese, dem ärztlichen Gespräch, muss nach Gewichtsschwankungen im Tagesverlauf und weiblichen Zyklus gefragt werden. Das Gewebe mit seinen Zwischenzellräumen kann mehrere Liter Flüssigkeit aufnehmen. Bis Ödeme sichtbar werden, kann es zu einer Gewichtszunahme von mehreren Kilogramm kommen.

Besonders wichtig ist es, dass sich der Arzt nach Medikamenten wie Diuretika (Entwässerungsmitteln), auch nach Selbstmedikation mit Abführmitteln erkundigt, die bei Überdosierung oder Missbrauch auf ein generalisiertes Ödem durch Kaliummangel schlussfolgern lassen. Auch Schmerzmittel wie NSAR, Aspirin und Ibuprofen können Ödeme verursachen.

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Allergien abklären

Liegt ein akutes Ödem vor, müssen dringend auch Allergien abgeklärt werden. Ein Insektenstich mit Lippen-/Mundhöhlenödem deutet auf ein Quincke-Ödem. Abgefragt werden müssen in diesem Zusammenhang Tropenaufenthalte (Lymphödem durch Filariose?), sämtliche Vorerkrankungen (Herz-, Leber-, Nieren- oder Venenerkrankungen?), Operationen und Unfälle.

Apparate- oder Laboruntersuchungen werden nur manchmal nötig, um den genauen Entstehungsweg des Ödems nachzuvollziehen. Nierenwerte, Eiweißgehalt des Urins, Mineralsalze im Blut und Schilddrüsenwerte könnten in der Laboruntersuchung wichtig sein. Um die betroffenen Gefäße darzustellen, kommt Ultraschall (z.B. bei Bauchwassersucht – Aszites), Gefäßdarstellung im Röntgen mit Kontrastmitteln, Computertomographie zur Abklärung von Tumoren (Krebs oder gutartige Geschwulste) zum Einsatz.

Ist die Grunderkrankung jedoch schon diagnostisch abgeklärt, z.B. eine Herzschwäche oder ein Venenleiden, oder ein Lymphödem nach Brustkrebsentfernung und es treten zusätzlich Ödeme auf, muss oft keine weitere Untersuchung veranlasst werden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.