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Verstopfung Therapie

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Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 15.10.2013
Verstopfung Therapie

Symptome bekämpfen

Wenn der Arzt eine zugrundeliegende Ursache für die Verstopfung (medizinisch Obstipation) feststellen konnte, dann wird in erster Linie diese Ursache behandelt. Wurde sie erfolgreich beseitigt, so verschwindet auch meist die Verstopfung. Ein Grund ist zum Beispiel ein in den Darm wachsender Tumor oder die Einnahme von Medikamenten, welche die Verstopfung fördern.

In vielen Fällen lässt sich jedoch keine Ursache für die chronische Obstipation feststellen, so dass nur die Symptome therapiert werden können.

Folgende Punkte haben sich in der Basistherapie bewährt:

  • Ballaststoffreiche Kost (20 bis 30 Gramm pro Tag)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (1,5 bis 2 Liter am Tag)
  • Körperliche Betätigung (Laufen, Turnen, Radfahren)
  • Normalisierung des Lebensrhythmus (regelmäßige Toilettengänge)
  • Spontanen Stuhlgang nicht unterdrücken

Wenn sich die Verstopfung unter Berücksichtigung dieser grundlegenden Maßnahmen nach einigen Tagen nicht bessert, dann ist eine Therapie mit Abführmitteln (Laxanzien) sinnvoll. Diese gliedern sich in zwei Gruppen.

Osmotisch wirksame Abführmittel wie Laktulose, Glycerol, Magnesiumsulfat oder Polyethylenglykol halten das Wasser im Darm zurück und verflüssigen somit den Stuhl. Dadurch kann der Dickdarm dem Stuhl selbst bei verlangsamter Passage nicht das gesamte Wasser entziehen, wodurch der Stuhl nicht trocken und hart wird. Laktulose wird häufig eingesetzt, führt jedoch häufig zu unangenehmen Blähungen, die bei Polyethylenglykol nicht auftreten. Beide Substanzen können bedenkenlos über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden.

Die Anwendung von Magnesiumsulfat kann längerfristig zu einer Verschiebung der Salzkonzentration im Körper führen, was eine bestehende Herz- oder Nierenschwäche verschlechtert. Sollte die Behandlung mit osmotischen Abführmitteln nicht zum Erfolg führen, kann ein Therapieversuch mit den sogenannten stimulatorischen Abführmitteln erfolgen. Sie verstärken die Darmbewegungen und verkürzen somit die Passagezeit des Stuhls im Darm. Folglich hat der Dickdarm weniger Zeit dem Stuhl Wasser zu entziehen was ihn flüssiger und weicher macht. Die bekanntesten Substanzen aus dieser Gruppe sind Bisacodyl und Natriumpicosulfat.

Falls die Verstopfung trotz intensiver Allgemeinmaßnahmen und längerfristiger Einnahme von Abführmitteln nicht nachlässt, besteht die letzte Behandlungsmöglichkeit in der operativen Entfernung des Dickdarms. Dieser Eingriff ist jedoch gründlich abzuwägen und kann auch nur die Verstopfung an sich beseitigen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.